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| RhWB durchjagen (Bd. 3, Sp. 1122) | PfWB jagen (Bd. 3, Sp. 1324) | |||||||||||||||||||||||
1. trans. a. α. 'Wild verfolgen und erlegen', jaa(e) (jāə/jə, jā/j) [WPf NPf nördl. VPf Nordwestsaum der mittl. VPf (Bertram § 206)], jääe (jə) [vereinzelt, vorn. lothr. SWPf], jaache (jāöə) [Nordteil der mittl. VPf (Bertram § 206)], (jxə) [Südteil der mittl. VPf], (jāxə) [südl. VPf Ost-PS]; Hase j. [vereinzelt]. RA.: E groß Gekrisch un wenig zu j. [ KB-Bischh]. SprW.: Wer lebt vun Fische un Jage, muß v'riss'ne Klääder drage [Penns Dutch Cook Book 12]. a. 1485: Item ob jemant jaget oder fischet im gericht one erlaub des gerichtsherren, der hett verbroch dreissig schilling heller [PfWeist. II 655 (KU-Glmünchw)]. 16. Jh.: Hagens noch jagens wirdt keiner frembden herschafft im dhal gestatt von churf. Pfaltz [ebd., II 675 (Godramsteiner Tal)]. — β. 'das Wild hetzen, wildern', vom Hund. De Hund jaacht de Has [ LU-Alsh]. Er loßt sein Hund j. [ LA-Gommh, mancherorts]. — b. einen j. α. 'davonjagen, verscheuchen'. Ich hun'n gejaat, daß die Lappe gefloo sein [ KU-Schmittw/O]. Er isch aus'm Dienscht gejacht worre [ LA-Venn]. Jaa mol die Gäns aus'm Hof! [ZW-Gr'bundb, verbr.]. RA.: Die alt Regierung is iwwer die Gälleriewe (Gelbrüben) gejaacht worre 'Die alte Regierung wurde gestürzt' [ NW-Freinsh]. VR.: Dort driwe, dort driwe, dort sitzt en alder Mann; frißt Riewe, frißt Riewe, bis er nimmi kann. Wart, ich will's der Mudder saache, die muß en aus de Riewe jaache [ BZ-Dernb]; Var. s. PfWB drüben. Syn. s. PfWB fortjagen. - β. 'an einen bestimmten Ort treiben'; die Kinner ins Bett j. [NW-Weish/B, verbr.]. Im Winter mit verfrorne Fieß, do war eem 's Lewe net so sieß; barfießich in der Schnee gejaagt, mer hän uns net emol beklaagt [Birmelin Penns Gezw. 74]. RA.: Denne dät ich bei de Deiwel (zum Deiwel) j. [KU-Bedb, verbr.]. Dem han se die Hase in die Kich gejaat 'Dem haben sie Vorteile verschafft' [ PS-W'fischb]. Er [Bd. 3, Sp. 1325] loßt sich net ins Bockshorn jääe [ HB-Webh, mancherorts]. Er geheert uf e Wildsau geschnallt un iwwich de Rhein gejaat [mancherorts NPf]. Heit es e Werrer (Wetter), daß mer kaan Hund vor die Deer j. sollt [KU-Hefw, verbr., auch Gal]. — γ. 'zur Eile antreiben'. Denne muß mer j., daß er was schafft [Neustdt, vereinzelt]. — c. etwas j. α. mit persönl. Subjekt. RA.: Er hot sich e Kuchel (Kugel) dorch de Kopp (auch: in de Kopp, dorch 's Hern) gejaat [KL-Stelzbg, verbr.]. Er jaat sein ganzes Geld (sei ganzes Vermeeje) durch die Gorjel (Gurgel) [mancherorts]. Er hot schun veel in de Wind gejaat 'viel verschwendet' [ KU-Obw/T BZ-Hermbghf]. — β. mit sachl. Subjekt. Der Wind jaat die Wolke (vor sich her) [ZW-Gr'bundbb, verbr.]. — 2. intrans. a. mit persönl. Subjekt 'sehr schnell fahren, reiten, eilen', vgl. PfWB jackern 1. Er jaat mit de Gail [KL-Gimsb, verbr.]. Er kommt gejaat [ KU-Brück]. VR.: Dapper 'schnell', mein Maad, mach Gummeresalat, gleich kummt mein Schätzche met'm Schubkarch gejaat [ KL-Weilb]. — b. mit sachl. Subj. Die Wolke jaan [ZW-Hornb, verbr.]. — Zs.: PfWB ab-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB davon-, PfWB durcheinander-, PfWB durch-, PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB fort-, PfWB herum-, PfWB hinan-, PfWB hinaus-, PfWB hinunter-, PfWB nach-, PfWB wegjagen. — Südhess. III 931 ff.; RhWB Rhein. III 1117 ff.; LothWB Lothr. 265 jähen; ElsWB Els. I 404; Bad. III 16.
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