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 RhWB Honig (Bd. 3, Sp. 800)   NRhWB Honig (Bd. 9, Sp. 1309) 
  NRhWB Honig Rhfrk Nahe, Hunsr hūnĭχ, –nəχ, doch hier u. da mit -u-, selten -o- durchsetzt [Birkf-Hattgenst Gimbw Idar Nohfelden, Wend-Aulenb Schwarzerden Berglangenb Freisen Haupersw Heimb Oberk, Goar-Weiler hūnχ, –n]; Saar, Mosfrk hunĭχ [in Bitb durchweg, vielfach in Trier, Wittl, Bernk, Zell-Aldegund, Prüm-Balesf Zendschd, Kobl-Rhens, May-Kell -ū-; Trier-Kenn Mehring -y-; Wittl-Neuerbg -ou-; Trier-Stdt -u- u. hun; Neuw-HeimbWeis Isenbg hō:nĭχ; Altk-Weitef hunχ]; Siegld honəχ; Rip, Nfrk -u-, mehr aber -o- [hier u. da -ǫ- Ahrw-Stdt Gelsd, Monsch-Mützenich, Rheinb-Houverath, Eusk-Stdt, MülhRh-Herkenr, Bergh-Blatzh Thorr, Dür-Ellen, Aach-Walh, Gummb-Mühle, Lennep, n. Ruhr; Schleid-Ripsd, Waldbr-Wildbg -ū-; Aach-Stdt, Eup-Raeren -ōə-; Düss-Eller, Neuss Büderich -ō-; Sieg-Marienf, Waldbr, Gummb-Stdt Nümbrecht -ūə-; Kref-Fischeln, Emmerich -ø-; Eup-Stdt hnək; Mörs-Orsoy hunək; Rees hǫ-; Selfk u. Klevld neben -nəx (jünger) eine Form mit -neŋ, u. zwar huneŋ, ho-, hǫ-, hōə-, hūə-, hȳə-; Klev-Stdt huni] Sg. t. m.: 1. wie nhd.; Beien-, Hummelen-, Wespelen-, Schleuder-, Rossenh. (Waben-); gedeckelter H. (die Wabenlöcher sind geschlossen) (Stülpen-, Rosseh.), ongedeckelter H. (soll noch nicht geschleudert werden, da er nicht gärt u. sauer wird; er zielt erzeugt Ameisen Bitb); wellen H. wilder H., draussen in hohlen Baumstämmen gefunden, nach dem Volksgl. von wilden Bienen erzeugt Allg.; den H. van den Buckend (Buchweizen)

[Bd. 3, Sp. 801]
ös ganz gel, de van de Lennenbäum (Linden-) ganz hell, on de van de Esparsett ös schneewitt Mörs, Allg. — Nach altem Verfahren (bei den Beienbicken, –karen, –hauwen, –heipen, –hüppen) wurden diese strohgeflochtenen Bienenkörbe im Herbst mit der Hand gehoben; waren sie schwer, dass man annehmen konnte, dass die Bienen den Winter überlebten, so blieben sie wohl meist unversehrt stehen; die zu leicht befundenen Beien wurden geschlacht (gedüt getötet Rip; de Beien gen geroppt Bitb-Metterich), d. h. mit Schwefel gedämpt; danach wurden die Waben (Rossen, s. Rass, Schauten) herausgenommen u. kamen in einem steinernen Topf in den heissen Backofen, wo der H. sich auflöste, oder die Waben wurden in Wasser zu Brei gekocht, u. die Masse kam dann in einen nach unten spitz zulaufenden Sack (H.sack), u. der H. wurde mit Klüppeln oder der H.päəsch (H.presse) aus dem Sack gepäəscht (binengepatscht), während das Wachs (Brūsch Überreste nach dem Pressen Schleid-Udenbreth) im Sack blieb (der H.sack wurde oft an eine schiefstehende Leiter gehängt u. mit zwei Stäben ausgepresst; wollte man die Bienen nicht töten, so setzte man auf den Strohkorb einen zweiten auf, in den aber durch ein Drahtgitter nur die Arbeitsbienen, nicht die Königin, gelangen konnten; in dem oberen Korb fand sich daher nur H., der sog. Hekingsh. (Hunsr), Hückelh. (Ahr), der nicht gepresst, sondern mit dem Wachs gegessen wurde; nach dem neueren Verfahren wird der H. geschleudert (geschlaudert, geschlengert, geschengt, afgetrommt, s. d. W.); wenn Engs (Ende) Mai bis Juli de Beie döchteg H. engedrage hant, werde de Kaste noəgekiəke; de Rämmkes (Ramen), de gonz odergedeckelt sind, werde (mit der Roətentang Wabenzange) herutgestellt, dann met de Entdeckelungsgaffel (-zange, Deckelmesser) oder met et E.metz entdeckelt (afgedeckelt; de Rossen obmachen); donn werden de Rämmkes met dreien en de Schleuder gestellt; təiərsch (zuerst) wörd longsam gedriəht, dat de Rämmkes net terbreəke; wenn en Del (Teil) H. erut es, werde de R. ömgedriəht on donn gonz utgeschleudert (durch das Abflussrohr (Zut) fliesst der H. durch ein Sieb in eine Schüssel) Heinsb-Arsbeck, Allg. (die Rosse aus dem Kasten nehmen, in den Rähmcheskaschte [Wawebock Birkf-Fischb, May-Kottenh] tun, von den Bienen abkehren, entdeckeln usf. Kreuzn; die Schleuder auch Schl.kessel, –maschin, –fass). — RA.: Dat schmack wie H. Rip, Allg., — of Naujohrschdag Saarl-Berus; sess (süss) wie H. Bitb, Allg. Dat kümmp mer bi H. of Neujohrsomend! Ausruf des freudigen Überraschens Neuw-Rheinbrohl, Bernk-Wolf, — of Naujohrschdag! Merz-Nunk; dau kimms mer wie H. op de Fosicht (Fastnacht) wie gerufen Bitb-Dudeld. Die Krähe ruft im Winter: Kuər (Roggen) garz (bitter), Peərdsköttel H.! Dür-Ellen, MGladb, Kref-Fischeln. Den löpp mech no, äs wenn ek H. in

[Bd. 3, Sp. 802]
de Fott hei (hätte) Mörs. Now es der H. in de Blumm jetzt sind gute Aussichten da Mörs-Sonsbeck. Bo H. ös, do sen och Beien das Gute findet seine Abnehmer Sieg-Ägid. Gen H. ohne Wass (Wachs) Gummb-Berghsn. H. feg de Mage ebd. Dem es de H. gehull er ist verarmt Birkf. Bei dem (do) es (et) kenne H. gedaut (getaut) bei dem ist nicht viel zu holen, nichts los; du mens, överall wör H. gedaut MGladb, Grevbr, Neuss. Dat send Rote (Wortsp. zwischen Rat u. r:t (r:s) Honigwabe), die genne H. en hant wertlose Ratschläge, — R. ohne H.; dat ös enne Rot, dor ös kennen H. en Nfrk. En Bei fengkt (findet) och an geftege Blome H. Nfrk. Do leckste kenen H.; do krigste k. H. ze lecke da erwartet dich Entbehrung Sieg-Ägid. Wen (den) H. well lecken (eten, höbben), mott liən (leiden), dat öhm de Bejen steken wer zu etwas kommen will, darf Mühe nicht scheuen Mörs, Allg. Barthelemiəs verbött H. on Kis (Käse) usf. (s. Bartholomäus) Monsch-Rollesbr. He schmert üm H. üm den Bart (de Mul, der Mond) MülhRuhr, Allg., mit der Forts. on den Dreck (Drit Mörs) drin Nfrk, Prüm. H. em Mung (Munde) un Gall em Hetze (Herz) der falsche Schmeichler Köln-Stdt. Am H. kammer schluche (schlauchen, schlecken), ävvel ärbede net Bergh. Met ene Dropp H. krit mer mih Flege als met e Fass Eisseg (Wing) NRip, Kemp-Dülken, — möt em Fass voll Essig Trier-Stdt. Mit H. därf mer nit neidisch sen; die Biene leide das nit Wend-Dörrenb. Den könnt och net för H. on Levkuch er lässt sich gut bezahlen Malm-Weywertz. — Wer spärlichen Bartwuchs hat, de moss bute H. schmere, den treck, on van benne Huhnderkötels, die driwe Nfrk, Allg. Mei Männche, so (sage) emol än (ein) siss (süsses) Woərt! sagte die Frau zum sterbenden Manne; dieser antwortete: H. Trier. — Rätsel. Et mag Gekotz on Gedreten (Geschissen); wat ös dat? H. u. Ei Mörs, Rees. Henger usem Hus, do steht en Kribbelekrus (Kickerikuse Gummb-Berghsn), do pissen se dren on do puppen se dren, on mir tippen us de Brotskorschten dren Bienenhaus, Bienen u. Honig Gummb-Nümbrecht. — Volksbr. Ungedeckelter H. soll noch nicht geschleudert werden, denn er gährt nicht u. wird sauer; er zielt (erzeugt) Ameisen; H., mit einer Hand voll Erbsen vermengt u. dem Vieh ins Maul gestrichen, befördert das Wiederkauen Bitb. Der H. im Lebkuchen, als hustenlösendes Mittel ist beliebt; bei Hochzeiten, Kindtaufen wurde früher im Rip, Berg ein Gemisch von zerbröckeltem H.kuchen, Wein oder H.wasser u. Anisschnaps im sog. Kümpchen, Minnekümpchen herumgereicht. — 2.a. Blütensaft mancher Blumen, von den Kindern aus ihnen gesogen Allg. — b. welle (wilder) H. Geissblatt, lonicera Heinsb-Rurkempen. — c. hniχəlχər eine Art süsser Birnen Schleid-Hellenth.

 

  RhWB Honig m.: zu 2.b. welle Honnig Deutsche Waldrebe, Clematis vitalba Sieg-Eudenb. — 3. Pleizer Hunig Neckn. auf Simm-Pleizenhsn.