häufen schw.: 1. trans. a. Rhfrk -au-, Birkf u. sonst stets mit Umlaut; im allg. Sinne, wie nhd., aufhäufen, sammeln Allg., Geld op G. h. Rip, Allg.; er heift sich die Butter schmiert die B. dick Birkf; Holz h. aufschichten Verbr. — b. landwirtschaftl. α. die Kartoffeln, Bohnen, Kohlpflanzen h., häufeln 2 a nach Wk. III 10 Rhfrk, Mosfrk, u. zwar durchweg mit Umlaut -aif-, –ęi-, –ei-; doch Nahe, Simm, Saar, Trier, Wittl, Bitb, Daun, Prüm, Bernk, Zell, Koch hier u. da -ǫuf-, –ou-, auch da, wo Hauf mit Monophthong gilt; -øyf- Aden, Ahrw, Schleid hier u. da; Rip -f- Sieg, MülhRh, Sol (rip.), Waldbr, Bo, Dür-Hoven Merken; hpə(n), –ȳ(ə)-, –øy- in Sol (nfrk.), Düss, Lennep (-ȳp, –y-, –-, –ø-), Gummb, Duisb-Beeck, Ess-Rellinghsn, Kref-Ürding, Rees-Loicum KlWimmersbg (anhpə); –ōp- Düss-Eckamp, Mettm-OSonnborn, -ūəp- Lennep-Blindinghsn Remschd [im hûf-Geb. hier u. da Monophth. -īf- Saarbr (Monophth.-Geb.); -f- Saarl-Biring, Saarbg-Besch Büschd Eft Faha Kirf Kreuzw Nennig OLeuken Perl Palzem Portz Rommelfang Sinz Wochern, Bitb-Roth Wallend, in Daun in 22 Orten, Zell-Mastershsn, May-Kretz Lasserg, Kobl-Rübenach; -f-, –ō- Merz-Conf Rappw, Bitb-Bickend Sinspelt, Wittl-Kinh Reil, Daun-Demerath, Zell-Hesw, Altk-Helmenzen Hüttenhf NErb Sörth; -āf- vielfach Krs. Saarbg, Wittl-Arrenr; im häuf-Geb. des Rip erscheint -ūf- Neuw-Erpel, Ahrw-OWinter Rolandswerth Unkelb, Rheinb-NBachem, Bo-Lannesd Muffend; -ȳf- Sieg-Eschmar Kriegsd Mond Rheydt, MülhRh-Liblar, Lennep-Dhünn; -ōf- Bo-Rüngsd, Sieg-Leuschd ODollend, Waldbr-Imhsn, Sol-Leichl, Düss-Benr]. RA.: Hoste Grumpern (Kartoffeln) gehauft? zu dem, der eine wehe Nase hat Trier-Schleidw. Gr. heife übertr. 19. Tour im Fangsteinsp.; man fährt vor dem Auffangen des geworfenen Steines zwischen den ersten u. zweiten liegenden St. durch; bei den weiteren Wiederholungen durch die zweite u dritte Lücke, hierauf hinter die vier Grumbere, dann vor den sämtlichen St. her (unner de St.) u. schliesslich hinter sämtliche her (iwer de St.) Simm-Laub. — β. Getreide in Haufen stellen Heinsb, Erk (-p-), Eusk-Zülp (-f-); Heu auf Haufen setzen Eusk, Rheinb, Bo, Köln, MülhRh, Sieg hier u. da, Mörs, Klev. — c. gehäuft voll, übervoll, so voll, dass nichts mehr hineingeht, u. zwar gəhǫufdə fǫl Rhfrk, Mosfrk, doch nie mit Monophthong [gəhft v. Goar-Boppard], nur hier u. da mit Umlaut gəhęifdə v. bes. Saar, Bitb, Daun [jəhōfdə Daun-Tettschd; [Bd. 3, Sp. 335]
-- Daun-Michelb, Altk; -øy- Aden-Kelbg]; jəhf v. Rip; auch opgəhoufdə v. Bitb; gəhoufdijə v. Trier; gəhęifəldə v. Merz-Bergen; gəhifdət v. Siegld; de krischt ne gehaufter Korb voll Saarbr. — 2. intrans.; dat höf bringt etwas ein, gibt einen grossen Haufen Rip (--) [Eusk -ō-]; dät Kore höppt Selfk, Nfrk. — 3. refl.; et höppt sech all wird schon ein Haufen, es mehrt sich Nfrk, Allg.; de Ärbet höf sech Rip, Allg.; de Löck (Leute) hofen sech kommen in Menge zusammen Prüm-Mürlenb, Allg. — Abl.: die Höferei, dat Gehöfs (Rip) Allg. | | hiffeⁿ [hifə Bo. Falk. Lix. u. s.] tr. v. 1. anhäufen (fast nur als Part. gebraucht): De Korw wird gehifft voll gemacht. E gehiffte Leffel voll. — ElsWB els. 1, 309 ghuft; baier. 1, 1056 haufen; mhd. Lexer houfen, hûfen. — 2. dasselbe wie hiffelen Bo. [Bd. 1, S. 242b]
| | haufen, häufenschw.: 1. 'auf Haufen setzen', vgl. PfWB häufeln 2; Haai haufe [ RO-Rehborn], haafe (hfə) [ KB-Gauh], haunfe [PfId. 62], haaife [Land]; Grummet haunfe [ KU-Schmittw/O]. a. 1628: Item weist man dem Teutschen Herrn den vorschnitt, und wann sie den gethan, so sollen sie das korn haufen [PfWeist. II 600 (LU-Fußgh)]. — 2. 'behäufeln', vgl. PfWB häufeln 1. Die Grumbeere werre gehaunft [ KU-Schmittw/O]. Ich muß noch die Erbse haufe [ KU-Brück]. — 3. s. gehauft(e). — Südhess. III 169; RhWB Rhein. III 334/35; Bad. II 576. |