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 RhWB umhauen (Bd. 3, Sp. 320)   PfWB herum-hacken (Bd. 3, Sp. 897)   PfWB hacken (Bd. 3, Sp. 555) 
  PfWB  ElsWB um -hauen: 1. einen Baum u., fällen Allg. — 2. de Ass (Axt) ös äver ömgehaue voller Kerben Rheinb-Wald.

 

  -hacken schw.:
1. '(harten Boden) mit der Hacke umgraben', -hacke [verbr.]; vgl. PfWB hacken 2, PfWB herumstechen 1, PfWB umhacken.
2. auf einem h. 'einen ungerecht und hart kritisieren', vgl. PfWB hacken 4 a, PfWB herumuzen. Immer dun se uf dem arme Deiwel er. [verbr.]. — Südhess. III 364; Rhein. III 40 Z. 54; Bad. II 651. —

 

   hacken schw.:
1.
a. 'mit der Axt h.', hacke (hagə) [weit verbr.], (hḁgə) [südl. VPf]; Holz h. [allg.]; sich in de Finger h. [allg.]; vgl. PfWB hauen. RA.: Uf dem hacken se aach Holz [ Gal-Dornf]. Er hot mer in de Kopp gehackt 'großen Schaden zugefügt' [ Gal-Neuhf]. Herr Lehrer, lassen Sie uns heim! Die Buwe missen Holz h., die Mädle missen Kichlich backe [LA-Impfl]. Der Sensemann hot'm de Krappe in de Arsch g'hackt 'Er ist gestorben' [ LA-Nußd]. Volksgl.: Un wann de mit're Ax dich hackscht, ich will der rode, wie de's machscht: Du schmierscht die Ax mol gut mit Fett un legscht sie dann juscht unnich 's Bett [PennsDeitschEck 13.8.1938]. —
b. 'mit der Hacke 1 eine Vertiefung machen' (beim Bohnenlegen und Einpflanzen); Kaude h. [ KU-Schmittw/O, RO-Als ZW-Schmitshs LA-Roschb]; Stufe h. [ LU-Schauh LA-Venn GH-Bellh]; e Gräwel h. [Land]. —
c. 'mit dem Messer zerkleinern'; Flääsch (Gemies) h. [NW-Wachh, verbr.]. —
2. 'mit der Hacke 1 b die Erde auflockern und Unkraut jäten'; im Gaarde (im Feld) h. [verbr.]; de Wingert h. [vereinzelt NPf nördl. VPf]; Quecke h. [ KB-Kerzh NW-Frankeck]; Grumbeere (Riewe, Rummele) h. [verbr.]; vgl. PfWB häckeln 1, PfWB gäten. Mit dem Hacken beschäftigte Menschen werden von Vorübergehenden gegrüßt: Hacke? Dun ehr h.? [verbr.]. RA.: Dem muß ich mol 's Kraut h. 'die Meinung sagen' [ KL-Weilb]. Sein dritti Fraa hot'm 's Kraut gehackt 'die Grobheiten abgewöhnt' [ Gal-Dornf]. Er kann net h. un scheppe (schöpfen) 'Er versteht nichts von der Landwirtschaft' [ KU-Schmittw/O]. a. 1554: reben, die dan die unter-

[Bd. 3, Sp. 556]
thanen in der frohn hacken [ABlieskst 92]. —
3.
a. 'mit dem Schnabel picken'. SprW.: Ään Rab hackt die anner net [ LU-Altr]. —
b. Die Katz hackt 'kratzt' [FR-A'lein, verbr. VPf]. —
c. Der Gaul hackt (mit den Vorderbeinen) [Land]. —
4.
a. 'in heftiger oder beleidigender Weise ansprechen'. Gebb owacht, die hackt! [ Don-Schowe Torscha]. —
b. 'stockend, abgehackt sprechen und lesen'. Die hackt, wann se eppes sage soll [ BZ-Dernb]. Er hackt, wann er lest [ebd.]. — Zs.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB bei-, PfWB darauf-, PfWB durch-, ein-, PfWB ver-, PfWB vor-, PfWB heraus-, PfWB herum-, PfWB hinein-, hinüber-, hinweg-, PfWB los-, PfWB nach-, PfWB um-, PfWB unter-, PfWB zu-, PfWB zusammenhacken. — Südhess. III 29/30; RhWB Rhein. III 40/41; LothWB Lothr. 222 hackelen; ElsWB Els. I 316; Bad. II 523.