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 RhWB aushauen (Bd. 3, Sp. 319)   NRhWB aushauen (Bd. 9, Sp. 1288) 
  NRhWB aus -hauen : 1. trans. a. etwas a., wie nhd. α. bes. einen Baum, Strauch a.; einen Wald a., eine Schneise schlagen, überflüssiges Unterholz beseitigen Allg. — β. en Flur ush. einen engsten Längsstreifen abholzen, um dadurch die Grenze der Waldparzelle zu bezeichnen Sieg-Ägid. — γ. eine Wasserrinne anlegen, en Schläu ush. Rheinb-Odend. — δ. ein Schlachttier, Fleisch a., zerteilen; de Sau a.; e Steck Vieh a. Mosfrk, Allg.; de Metzger häut et Kammpstöck us Rip; bei Privat- oder Notschlachtung erfolgt die Ansage an die Nachbarn zum Kleinverkauf: N. N. lött (lässt) (an dem u. dem Tage) en Kauh uth. Elbf; dei lore (lassen) more e Rind a., 's Pund vor x Pennig Rhfrk. RA.: Backen, Brauen un Fleisch uth. eine Sache vollständig fertigstellen Geld-Nieukerk. Deimling hat paar Ochse koft, Fingerling hat se häm gefuhrt, grosse Mann hat se dot geschlohn, Goldfinger hat se ausgehau, klä Herrgottsfingerche hat alles ofgess un as dach net fett gen Fingermärchen Bernk-Longkamp. — ε. eine Skulptur a.; der Grafsten ös schün usgehaue; enen Trog ush. Rip, Allg. — ζ. ush. oder ushauəns ein Klickersp., mit der Haukoh, dem Schnellklicker, einen Kl. aus der Kul herausschnellen Rheinb-Commern, Bo. — b. einen a., übertr. zu 1 a ε, in best. Wend.; mer söll dich ush.! so ein Kerl bist du (ironisch gesagt); de es met em Fleckbeil (Flatsch-, Hack-, Handb.) usgehaue er ist ein Grobian Rip; en os mot de Häp ausgehau Koch-Lutzerath. — 2. intrans. a. mit ‘sein’, gehörige Schritte machen, eiligst sich aus dem Staube machen; sich (sieh) es, wat e ushäut! Rip. — b. mit ‘haben’, et Perd häut us! schlägt mit den Hinterbeinen aus Rip. — c. mit ‘haben’, wit uth. mit weiten Stichen nähen Düss-Rating.

 

  RhWB aus- hauen : noch: versteigern, bei Konkursverfahren Meis-Jeckenb.