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 RhWB Gunne (Bd. 2, Sp. 1493)   ElsWB gunneⁿ (Bd. 1, Sp. 222a) 
 Gunne -u-, –o- Rhfrk, Hunsr, Saarbr (daneben -e-), Mos von Trier bis Kobl, Westerw, Siegld; vereinzelt Bitb-Speicher Dudeld, Sülzt, Lennep-Hückeswg Sg. t. f.: 1.a. in der Wend.: Äm (einem) de G. anduhn Gunst, Liebe, Freude, Beachtung, Gefälligkeit, Ehre erweisen; jmd. zuerst freundlich begegnen; fro (frage) en nor, mer muss em doch die G. anduhn Rhfrk, Allg.; die G. deht en seiner eigener Schwester net un, dat en zou der sät (sagt), se soll em helfen Bernk-Neumag. — b. vereinzelt ohne diese Wend. E hat gedohn, als ob's vor en e besunneri G. wär Saarbr. We de G. hät, bruck för de Gof (Gabe) net te beəden (bitten) Lennep-Hückeswg, Sülzt (sorgen) (danken Wippf-Biesf). — Kenen G. on kenen Mog han keinen Gönner u. k. Freund haben Neuw-Rodenb (hier ist G. m.).

 

 gunneⁿ, günneⁿ [kènə Fisl. Bisch.; kænə M.; kùnə Su. u. nö. davon fast allg.; kenə K. Ingenh. Furchhsn.; Part. kùnt und kùnə Dü.; kəkùnt Ingersh. Rothb.; kent K. Z.] 1. gönnen, einem wünschen (Gutes wie Schlechtes). Er het gwunneⁿ in dr Lotteri, iʰ gunn s iʰm, er wurd s brucheⁿ könneⁿ Dü. Iʰ ha e schwëri Krankʰeⁱt durchgmacht, un s sin Lit do, öb d s glaübs oder nit, wu mⁱr s gunnt (oder gunneⁿ) han Dü. ‘Er kriejt was ich em gunn, un mit der Zuegoob noch’ Pfm. III 2. Mit Schadenfreude: Ich günn dⁱr's! K. Ingenh. 2. erlauben; zugestehn. Dis hungrig Pack gunnt sich deⁿ ganzeⁿ Ta nix Altw. ‘ist den vischern gegunnet’ Str. 15. Jh. Brucker 184. ‘das ir uns wöllent gunnen vische z koufen’ Str. 15. Jh. Brucker 214. ‘e guets uffrichtigs Wort gegunnt’ Horsch Hüssjé 29. — Schweiz. 2, 332. Bayer. 1, 919.