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 RhWB gleichen (Bd. 2, Sp. 1269)   ElsWB glicheⁿ (Bd. 1, Sp. 256a)   PfWB ver-gleichen (Bd. 2, Sp. 1166) 
 gleichen Allg. -ai-, –ęi-, –ei-, –i-, –e-, –ī-, –īk-, –i- (s. gleich); st. flektiert, z. B. Rip -iχə, dū –iχs, Prät. -eχ, Part. jejleχə; Bitb -eiχə, Prät. -ax, Conj -eiχt u. -eχ, Part. gəglax; im Klevld līkə, –i- u. γəlekə st.: 1. intrans. a. ähnlich sein Allg. RA.: Dat Weit (Mädche) glickt van füren siner Moder on van hengen der ganzen Familje Sol. He glickt em, als wenn he em ut der Mul gekropen wör Mettm, — wie en Droppe Wasser Allg., — gespauzt Rhfrk, Mosfrk, — aus der Aue geschnit Simm, — op en A (Auge) oder op en Hor Merz, Allg., — en Au em

[Bd. 2, Sp. 1270]
annere Saarbr. Der gleicht dem gehauzt on gespauzt Ottw. Du gleichs iher em Spitzbuf wie em Kanarienvuəl Prüm; de gleich iəhter em Aff bi em Krometsvugel Ahrw-Löhnd; he glecht dem, wie en Esel sengem Ihm (Oheim) Hoppert (Hubert) Prüm-Ihren. De gleicht seim zwätte Vatter Simm-Schlierschd. Der gleicht seiner Ärwed ist ebenso faul, wie die Arbeit schlecht Ottw-Uchtelfang. — Mer muss de Leide gl. was du bist, bin ich auch Merz-Saarhölzb; den Löck (Leuten) gl. ein normales Gesicht haben Schleid. Die zwing gl. alt haben gleiches Alter Bitb-Rittersd. De Märzwoas (Märzrasen) soll gl. dem Hoas (Hasen) soll fahl sein wie das Fell des H., die Wiesen sollen nicht zu früh grün ausschlagen Prüm-Waxw; Märzmoll gleicht dem Goll (Gold) trockenes u. lockeres Erdreich im März ist Goldes wert Trier-Clüsserath. — b. dat gleicht dem das sieht ihm ähnlich; das habe ich von ihm erwartet Allg. — c. sich gl., ähnlich sein Allg.; e gleicht sich of dem Bild das B. ist ähnlich Goar-Weiler; die gl. sech wie ene Droppe Wasser dem andere Rip, Allg., — en Ei dem annern Mosfrk, Allg., — Bröder Rip, Allg., — gespauzt (gespeit, gespie) Allg., — äs wenn se em angern us der Mule gefalle wöre NRip; die gl. sich wie en Fauscht op en A (Auge) gar nicht Merz-Losh, Rees. Wat sich glich, dat sich krig Köln, Rees. Du gleichscht der jo gar nemeh! Saarbr. — d. liken op enen (wat) gleichen n. Ruhr. — e. liken as so aussehen wie, ähneln; he leck as ene Jödd sieht einem Juden ähnlich; he lik wie sin Moder; dat Lake (Bettuch) lickt schwart sieht schwarz aus; dat lickt prezis as enen Ap op en Ferke passt nicht zusammen; et leck so, as wenn sej sech Kurasch hale (holen) wolle Klevld. — 2. trans. etwas gl., eben, flach machen; doch dafür meist gleich machen; nur bei techn. Bez. feste Verwendung, z. B. Birkenreiser gl. schön zusammenlegen zum Binden eines Besens Goar-Weiler; gliche (absol.) das Eisen mit dem Hammer verarbeiten (usdrive) Sieg; den Stall like Dinsl, — gelike Viersen.

 

 glicheⁿ [kliχə fast allg.; klaiχə N.; klèiχə Rosteig; Part. kəklìχə Bf.; kleχə K. Z.] 1. gleichen. Die zweⁿ glicheⁿ eⁱnander Su. Er glicht ⁱʰm ufs Hor Ingenh. Er glicht dert na er gleicht der Familie dort unten Wh. 2. vergleichen, gleich stellen: ‘der teuffel wolt sich got gleichen’ Geiler B. S. 27. — Schweiz. 2, 600. Bayer. 1, 1424.

 

   ver-gleichen st.:
1. 'einen Vergleich 1 herbeiführen'.
a. sich v. 'sich gütlich einigen', sich vergleiche [BZ-Dernb verbr. Gal], -glääche [ RO-Lettw]. a. 1570: (Die Geraidegenossen sind) zusammenkommen, sich einer beßern ordnung zu vergleichen [PfWeist. I 100 (Bergz)]. ca. 1580: solle er sich mit ihme nach billichen Dingen 'nach üblichem Gerichtsgebrauch' vergleichen [Friedel 178 (KL-Hoheck)]. —
b. 'einen Streit von Amts wegen schlichten'. »Gehen heem, ehr sinn vergliche«, Worte eines Oberamtsrichters an zwei Widersacher [Zahn Pläsier 122]. —
c. 'eine Übereinkunft treffen'. a. 1609: daß laub im wald Qverenberg betrefflich, ist verglichen, daß ein jeder gereider, ... zwey kärch voll heimzuführen macht haben (soll) [PfWeist. I 104 (Bergz)]. —
2. 'prüfend nebeneinanderstellen'. Mer soll Mensch un Vieh net z'samme vergleiche [NW-Haßl Spey, Don Schowe Torscha Keiler 63]. — Südhess. II 495; Rhein. _ 1270/71; LothWB Lothr. 142; Bad. II 61.