NRhWB gausen schw.: 1. trans. a. -ǫ·u.z-, –ou- mit einem festen Wurf fortwerfen, z. B. eine an einen Stock gesteckte Kartoffel (Apfel) oder einen Stein, in eine sogenannte Petsch geklemmt. — Einen Wasserguss nachgiessen, etwa wenn Mädchen dies bei den Burschen tun, die sie geneckt haben. — Verschiedene Dinge auf einen Haufen mit Wucht werfen, herüber- oder hinüberwerfen Trier, Bitb, Wittl, Bernk. — b. -ę·i.z- verschwenden, bes. im Essen verschwenderisch sein Kobl-Urmitz, Westerw (südl. Wied). — 2. intrans. a. et gaust der Regen fällt klatschend hernieder Trier-Kenn; das Feuer gaust zischt Wittl-Hetzerath. — b. -ǫ·u.z- schnell laufen; wat sen eich gegaust! Trier-Mehring. — Abl.: die Gauserei, dat Gegaus. | | NRhWB ver- gauseln bə(r)-: 1. etwas v. a. durch lebhafte Bewegung aus einem Gefässe Flüssigkeit schleudern, vergiessen. — b. verschwenden, die Zeit vertrödeln. — c. einen unangenehmen Vorgang (Eindruck, Erlebnis, Erinnerung) verwischen, vergessen; gih of de Räs (Reise), da bərgeiselste't zu einem, der schwer heimgesucht wurde von Unglück, Sterbefall, damit er auf andere Gedanken komme. — 2. sich v., sich verlieren. a. -ę·i.z- die Wolken v. sich, verziehen sich langsam Merz-Bergen, Bitb-Badem. — b. der Schmerz vergeiselt sich verzieht sich ebd. — c. -ǫ·u.z-, –ę·i.-; von unangenehmen Gedanken; eich hon dack (oft) gehurt, wenn enen drefsinnig wir, soll e viel on de fresch Loft gohn, dat die Gedanken sich b. Trier, Wittl, Bernk. |
| | | Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | ver-gäuseln NRhWB | | Automatisch erzeugte Querverweise | | | gausen RhWB |
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