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 RhWB Gadder II (Bd. 2, Sp. 970)   PfWB Gatter (Bd. 3, Sp. 58) 
  NRhWB Gadder II von der uSaar, n. Mos, köln. Teil von Neuw, Altk, Siegld reichend bis ins SNfrk (lrhn.) u. OBerg (rrhn.) u. Rees (γadər), u. zwar gdər, –ō(ă)- Merz, Trier, Bitb, SPrüm, Wittl, Bernk, Zell, Koch [-ęd- Saarbg-Borg Eft Tetting Serrig Manneb Faha, Daun-Neroth, Prüm-Gondelsh; -- Saarbg-Wehing]; jā:d- NPrüm, Malm; -ad- Rip [-ā:d- Sülzt, uWupp, Dür; -ę- Aden-Liers, Ahrw-Sinzig Burgsahr, Neuw-Asb, Sieg-Fussh, Waldbr-Rossel, Eusk, Rheinb-Wald, Bo, Köln-Kalk Sinthern Frechen, Bergh-Blatzh Bottenbr Hemmersb, Dür-Stdt Froitzh Pier]; gār, x- Siegld, Waldbr, Gummb [Hellert gǫrər]; jā:r

[Bd. 2, Sp. 971]
SNfrk in Geilk, Erk, MGladb [jā:t Kleinenbr], Grevbr, Neuss, auch NRip in Jül, Aach u. in Eup [γā:r u. γā:rt); Pl. -rə(n) f. [m. Eif, Siegld (u. f.), Eup (Sg. t.); n. Sieg-Ägid]: 1.a. die untere Hälfte, der nach ihrer Breiterichtung quer-, zweigeteilten Haustüre, die meist geschlossene untere Hälfte [in Gummb auch Heck genannt, die obere Hälfte de Bovedör, sie trug den Klöppel], nur noch sehr selten am Hause selbst vorkommend; doch immer noch am Stalle; in Köln noch an alten Bierhäusern, Metzgerläden; geschlossen aber blieb der G., um den Haustieren, bes. Hühnern, den Eintritt zu wehren; die Bovedör war meist offen, um Licht u. Luft hineinzulassen; der untere geschlossene Teil war mit einer breiten Leiste versehen, um sich darauf lehnen zu können; hatte das Haus keine geteilte Türe, so wurde in Köln (u. sonst) häufig die ganze Türe zur Lüftung geöffnet u. eine leichte Lattentüre, eine niedrige Gittertüre eingehängt, de Gädder genannt, im Unterschied zur Gadder; em G. im Hausflur Eusk. RA.: De lig de ganzen Dag op der G. faulenzt u. schaut neugierig aus Köln, Allg. Hät (pack) he de Dör, hät sei de G. ist der Mann zur Tür hinaus, so legt die Frau sich auf die G. u. guckt auf die Strasse u. schwatzt mit den Nachbarinnen Köln; han ich de G., dann hät he de Dür Dür. Bittet jmd. durch die Blume um einen Gefallen, so wird ihm geantwortet: Dat ös: Bur, hang mer de G. an (en)! (auch versteckte Aufforderung, den Besuch abzukürzen) Schleid-Lückerath, Köln; Bauer, hang me de G. an, de Dür es mer ze schwer! Ahrw. Wenn de ze lang blifs, kasde över ne G. kicke! wenn jmd. zu spät zum Essen erscheint Monsch-Strauch. De es met der Brotwurscht noch net ewer de G. Siegld (nur in dieser RA. noch). We en Geiss hät, muss ligge (leiden), dat im de Bock üver de G. süht (de Böck .. sprenge) wer Mädchen im Hause hat Köln, Aden-Kaltenborn. He fällt met der G. en et Hus Eusk-Commern. Donner G ! Fluch; he ös ene D. G. verteufelter Kerl Monsch-Witzerath. — Vielfach werden auch beide Teile G. genannt. — b. Latten-, Stakettüre, oft aus armdicken Stangen, etwa am Garten Aach, Eup, Monsch, Malm, Prüm, Trier (Köln -ę-, s. o.). — c. Scheunentürchen im grossen Tor MGladb-Mülfort, Dür-Pier, Bergh-Blatzh, Bo-Rüngsd. — d. Zaun um eine Viehweide Prüm-Gondelsh (-ę-).2. an Geräten. a. das Rutengeflecht an der Traghotte Wittl. — b. der Teil des Pfluges, worauf der Hinterpfl. mit dem Vorderpfl. verbunden ist Malm-Dürler. — c. Gitter vorn u. hinten am Leiterzaun des Wagens Bitb-Speicher. — d. der vordere, bewegliche Teil der Winde, an welchem über eine daran befindliche Seilscheibe die Treibkette in den

[Bd. 2, Sp. 972]
Schacht hängt Wormgeb. — 3. übertr. a. aufknöpfbare Hosenklappe der trägerlosen Jungenhose Merz, Saarbg, Trier, Bitb, Daun, Prüm, Malm, Monsch. — b. verächtl. Maulwerk; halt deng G.! Sieg-Fussh.

 

   Gatter m., n.:
1. 'Gitter als Tor oder Zaun', 's Gatter [ BZ-Billh]; vgl. Gegitter 1 b. —
2. 'Grenze des Hofbesitzes', s. DWB DWb. IV/1, 1, Sp. 1505. a. 1437: die faugtlude sien schuldig, den faüden ir gulte ein myl weges zü fyeren vnd das faugtrecht über den gadern zu reichen [PfWeist. I 391 (IB-Ensh)]. a. 1508: seiner gnaden ein vogthune vnnd ein zainn voll hauws vber denn gadernn [ebd. II 630/31 (IB-Gersh)]. — Südhess. II 1111/12; RhWB Rhein. II 970 ff.; ElsWB Els. I 242; Bad. II 300/01.