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 RhWB Feder (Bd. 2, Sp. 347)   NRhWB Feder (Bd. 9, Sp. 1168)   RhWB Feder (Bd. 2, Sp. 347) 
  NRhWB Feder Rhfrk östl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Eckw fęrə; w. davon -ē-, –-, Pl. -rərə; Mosfrk fdər [WMosfrk uSaar, Bitb -ē-, –ēă-; uMos -r-]; Rip -ęd- [uAhr -d-; Köln -ed-]; SNfrk v·ə.r, –ē·ə.-; Klevld fr, –ər; Pl. -rn, –rə f.: 1. Vogelf. mit Keil, Bart (Fahne). a. am lebenden V., Vugels-, Hohnder-, Krohenf. usf.; Schwanzf., de F.ə van de Flügele Rip, Allg.; en de F.ə plustern sie sträuben Köln; F.n an de Luicht setzen Bitb-Mettend; de F.ə gent Berg stellen Prüm; de F.ə stelle Simm-Mörz; en de F.n geroən (geraten) Gummb-Hesselb. RA., auf den Menschen übertr.: De geht hih (hoch) an (in) der F. ist stolz Bitb-Mettend. Den hot F.n er ist reich Wittl-Binsf. De F.n hange lote mutlos sein Mörs. Der wiərd bal widder en de F.ə schlohn übermütig werden, vom Kranken gesagt Sieg-Rhönd. An den F.n kennt men den Vogel vom Äussern des Menschen lassen sich Schlüsse auf seinen Charakter ziehen Sol, Allg. Sching F.ə machen sching Vigel schöne Kleider m. sch. Menschen Bitb; de F.ə zieren de V. on de Kler (Kleider) de Mann; den se het, den treckt se an Mörs-Xanten, Dür-Winden. Die frihen Veəl brauchen bei den späden kän F. ze leihen vom Hafer gesagt Birkf-Schwarzenb. Dat os e schlech V., de seng F.n net dreht Prüm-Ihren. Dat sind twe Vügel van ener F. egal schlecht Gummb. Et flegt nach kei Vigelche iwer sei Dach, et moss e F.che losse er versteht alles auszunützen Neuw-Datzeroth, Simm-Horn, Gummb-Harschd; wammer üver der Mart geiht, moss mer e F.che hingerlosse man wird gehechelt, gerupft Köln. Dem han se en got F. usgetrocke ihm ist ein Wohltäter gestorben Schleid-Reifferschdt; wer kein F.n hät, de ka mer och nit roppe wer nichts hat, dem kann man nichts abnehmen Köln; sei hat luter en F.chen an mi utteruppen zu rügen Gummb; he rappt jederm Spatz (Vugel) e F.chen aus er hat die schwachen Seiten seines Nächsten gleich weg Neuw-Datzeroth; em de F.cher roppen Schlechtes über ihn sagen Saarbg-Taben Rodt; se hon mer de F.ə ausgeroppt beim Kartensp. Simm-Schlierschd;

[Bd. 2, Sp. 348]
den kret de F.cher geroppt erhält einen Verweis Merz-Bergen; vor wat schabt mer de Käs? Wann er F.ə hätt, däht mehr ne roppe Ottw; enge de F.n usplöcke sein Geld durch List ablocken Aach; dem wörd en F. utgeplout (ausgepflückt) er kommt aus besseren in schlechtere Verhältnisse MGladb; sech en Jon (ganze Stelle) F. utplöcke eine grosse Dummheit machen zum eigenen Schaden, sich selbst im Licht stehen, bes. wenn ein Liebesverhältnis sich gelöst hat u. es dem Mädchen nachher leid ist Kref-Linn; den ös en fett F. utgeplock ihm ist eine gute Einnahmequelle verloren gegangen Nfrk. Dem han se de F.ə gestüpp (gekürzt) seinen Leichtsinn beschnitten Dür-Gürzenich. — b. die vom V. gelöste F. RA.: Lech (leicht) wie en F. Rip, Allg. Sieve Gangs (Gänse), sieve Joəhr, send de F.ə noch net schwoər MGladb. De kann e F. in die Luft blose (opbl.) er ist zu einer gewissen Wohlhabenheit gekommen Hunsr, Allg.; hej kann gen F. van de Röster bl. er ist körperlich sehr schwach Klevld. Woərt on F.ə gonn vell op e Pongk Bo-Dransd. — Im bes. α. Bettf. RA.: Besser F.ə em Bett als om Hot Neuw-Unkel. Sich en de F.ə döje (däuen) schlafen gehen Aach-Merkst. Er kennt net aus de F.ə Bernk, Allg. Van den F.n op et Strüh kommen verarmen Sol. Gott help die Lüt, die op Kössen schlopen, sat Ulespegel, du hatt hei met de Kopp op ein F. gelegen Mörs-Neuk. Schlop ek nit op F.n, schl. ek doch op Stroh, dann steck mech ok ken F. in de Fott, dann bitt (beisst) mech ok ken Floh Mörs. — β. Hutf. RA.: Besser e Steck Bruckt (Brot) on der Teisch (im Säckel; en Kurscht em Sack) os wie en F. op dem Hut Prüm-Ihren, Allg. De kann sich en F. op de Hot steiche sich seines Erfolges freuen MüEif. Hoppelde, h., Reider, Sawel of de Seider, F. op den Hut, da stiht dem Hans-chę gut! Trier. Hopp, h. op den Drapp, morgen es et Sonndag; dann komen de Here möt de wite F.ə usf. Kref, Nfrk. — γ. die Einzelf. zum technischen Gebrauch, z. B. en F. zom Krenzeln Reinigen des Getreides udgl. — 2. übertr. a. scherzh. Bartflaum; de wess noch net, of et F.ə oder Hor get Rip, Allg., — es noch am processen, of et Hor weren or F.n Elbf; er hat jo e paar F.ə Ottw, Verbr., — de irschte F.ə Kobl-Neuend. — b. technisch. α. Stahlfeder zum Schreiben, meist F.che Allg.; er es mit der F. gut bewannert schreibfertig Bernk-Crummenau; en as an (in) der F. erdurich Bitb-Rittersd; ech wess schlecht met der F. umzegohn Prüm-Mürlenb, Allg.; ech hätt et nach em Kopp, äwel ech kreien et net aus der F.; ich wöll dem net inner de F. fallen; den hot en spetz F. Prüm-Mürlenb, Allg. RA.: Wenn de

[Bd. 2, Sp. 349]
Notären on de Afekoten nummen en F. oschlihn, da wird mer gewohr, wufir et gangen hot Prüm-Mürlenb. Dat es net met F. en Enk (Tinte) ze beschrive Aach. Mer ment, der hätt der Sau die F. on de Schwanz gebunn so schlecht ist das geschrieben Saarbr-Berschw. — Bleibt die fallende F. in der Erde stecken, so bedeutet dies einen Besuch oder Brief Allg. — β. elastische Stahlf., z. B. Uhrf., F. am Wagen, Sprungf. udgl.; de F. es afgelofe (gespronge); de F. opdrehen Allg. — Am Spinnrad der um die Spule herumlaufende zum Leiten des Fadens dienende Doppelhaken mit Stahlzwicken Birkf-Idar. — γ. der in der Nute des einen Brettes eingreifende Teil des andern Br.; Bredder met F. on Nut Eusk, Rheinb, OBerg. — δ. die dicht unter dem Radkasten hohl angelagerten Querbalken, die gegen Anfahrungen von der Wasserseite her schützen; die federnden Schlepphaken auf Schraubendampfern, in denen die Kauschen der Schlagstränge hängen Rheinschiff. — ε. Der Teil der Plätt, des Hufbeschlags der Ochsen oder der Fahrkuh, der oben um die Klaue gebogen wird Daun-Strohn. — c. Federwolke; vüəl Feərən an der Hemmel gef schlech Weər Kemp-Waldniel. — d. das Fett in den Seiten der Schweine, Lünte, Flomen, verächtl. auch das Fett der Menschen Simm, Mos, Eif, Monsch, Aach, Jül, Eup, Selfk. RA.: En gut F. am (im) Leif hon wohlbeleibt sein Bitb. — e. F.ə Dornfortsätze des Rückgrates beim Vieh Kemp-Dülken. — f. F.che(r) Federnelke, dianthus plumarius, caesius u. a. Abarten Saarbr, Ottw; Flieder, syringa Ottw-Hüttigw Rassw. — Abl.: et Gefeddersch Gefieder Rip.

 

  RhWB Feder f.: 1.b. Fischflosse Fischerspr. — 2.b.ζ.

[Bd. 9, Sp. 1169]
Vorrichtung am oberen Teil des Ankerdavits zum plötzl. Auslösen u. Fallenlassen des Ankers Schifffahrt (Ruhr). — η. Tülle am Schaufelblatt zur Aufnahme des Stiels Saarbr-Quierschd, Saarl-Nalb. — f. Bartnelke, auch Nahe, Birkf, Simm, Zell. — β. gel Federcher Löwenzahn Saarbr-Klarent.

 

  NRhWB Feder Rhfrk östl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Eckw fęrə; w. davon -ē-, –-, Pl. -rərə; Mosfrk fdər [WMosfrk uSaar, Bitb -ē-, –ēă-; uMos -r-]; Rip -ęd- [uAhr -d-; Köln -ed-]; SNfrk v·ə.r, –ē·ə.-; Klevld fr, –ər; Pl. -rn, –rə f.: 1. Vogelf. mit Keil, Bart (Fahne). a. am lebenden V., Vugels-, Hohnder-, Krohenf. usf.; Schwanzf., de F.ə van de Flügele Rip, Allg.; en de F.ə plustern sie sträuben Köln; F.n an de Luicht setzen Bitb-Mettend; de F.ə gent Berg stellen Prüm; de F.ə stelle Simm-Mörz; en de F.n geroən (geraten) Gummb-Hesselb. RA., auf den Menschen übertr.: De geht hih (hoch) an (in) der F. ist stolz Bitb-Mettend. Den hot F.n er ist reich Wittl-Binsf. De F.n hange lote mutlos sein Mörs. Der wiərd bal widder en de F.ə schlohn übermütig werden, vom Kranken gesagt Sieg-Rhönd. An den F.n kennt men den Vogel vom Äussern des Menschen lassen sich Schlüsse auf seinen Charakter ziehen Sol, Allg. Sching F.ə machen sching Vigel schöne Kleider m. sch. Menschen Bitb; de F.ə zieren de V. on de Kler (Kleider) de Mann; den se het, den treckt se an Mörs-Xanten, Dür-Winden. Die frihen Veəl brauchen bei den späden kän F. ze leihen vom Hafer gesagt Birkf-Schwarzenb. Dat os e schlech V., de seng F.n net dreht Prüm-Ihren. Dat sind twe Vügel van ener F. egal schlecht Gummb. Et flegt nach kei Vigelche iwer sei Dach, et moss e F.che losse er versteht alles auszunützen Neuw-Datzeroth, Simm-Horn, Gummb-Harschd; wammer üver der Mart geiht, moss mer e F.che hingerlosse man wird gehechelt, gerupft Köln. Dem han se en got F. usgetrocke ihm ist ein Wohltäter gestorben Schleid-Reifferschdt; wer kein F.n hät, de ka mer och nit roppe wer nichts hat, dem kann man nichts abnehmen Köln; sei hat luter en F.chen an mi utteruppen zu rügen Gummb; he rappt jederm Spatz (Vugel) e F.chen aus er hat die schwachen Seiten seines Nächsten gleich weg Neuw-Datzeroth; em de F.cher roppen Schlechtes über ihn sagen Saarbg-Taben Rodt; se hon mer de F.ə ausgeroppt beim Kartensp. Simm-Schlierschd;

[Bd. 2, Sp. 348]
den kret de F.cher geroppt erhält einen Verweis Merz-Bergen; vor wat schabt mer de Käs? Wann er F.ə hätt, däht mehr ne roppe Ottw; enge de F.n usplöcke sein Geld durch List ablocken Aach; dem wörd en F. utgeplout (ausgepflückt) er kommt aus besseren in schlechtere Verhältnisse MGladb; sech en Jon (ganze Stelle) F. utplöcke eine grosse Dummheit machen zum eigenen Schaden, sich selbst im Licht stehen, bes. wenn ein Liebesverhältnis sich gelöst hat u. es dem Mädchen nachher leid ist Kref-Linn; den ös en fett F. utgeplock ihm ist eine gute Einnahmequelle verloren gegangen Nfrk. Dem han se de F.ə gestüpp (gekürzt) seinen Leichtsinn beschnitten Dür-Gürzenich. — b. die vom V. gelöste F. RA.: Lech (leicht) wie en F. Rip, Allg. Sieve Gangs (Gänse), sieve Joəhr, send de F.ə noch net schwoər MGladb. De kann e F. in die Luft blose (opbl.) er ist zu einer gewissen Wohlhabenheit gekommen Hunsr, Allg.; hej kann gen F. van de Röster bl. er ist körperlich sehr schwach Klevld. Woərt on F.ə gonn vell op e Pongk Bo-Dransd. — Im bes. α. Bettf. RA.: Besser F.ə em Bett als om Hot Neuw-Unkel. Sich en de F.ə döje (däuen) schlafen gehen Aach-Merkst. Er kennt net aus de F.ə Bernk, Allg. Van den F.n op et Strüh kommen verarmen Sol. Gott help die Lüt, die op Kössen schlopen, sat Ulespegel, du hatt hei met de Kopp op ein F. gelegen Mörs-Neuk. Schlop ek nit op F.n, schl. ek doch op Stroh, dann steck mech ok ken F. in de Fott, dann bitt (beisst) mech ok ken Floh Mörs. — β. Hutf. RA.: Besser e Steck Bruckt (Brot) on der Teisch (im Säckel; en Kurscht em Sack) os wie en F. op dem Hut Prüm-Ihren, Allg. De kann sich en F. op de Hot steiche sich seines Erfolges freuen MüEif. Hoppelde, h., Reider, Sawel of de Seider, F. op den Hut, da stiht dem Hans-chę gut! Trier. Hopp, h. op den Drapp, morgen es et Sonndag; dann komen de Here möt de wite F.ə usf. Kref, Nfrk. — γ. die Einzelf. zum technischen Gebrauch, z. B. en F. zom Krenzeln Reinigen des Getreides udgl. — 2. übertr. a. scherzh. Bartflaum; de wess noch net, of et F.ə oder Hor get Rip, Allg., — es noch am processen, of et Hor weren or F.n Elbf; er hat jo e paar F.ə Ottw, Verbr., — de irschte F.ə Kobl-Neuend. — b. technisch. α. Stahlfeder zum Schreiben, meist F.che Allg.; er es mit der F. gut bewannert schreibfertig Bernk-Crummenau; en as an (in) der F. erdurich Bitb-Rittersd; ech wess schlecht met der F. umzegohn Prüm-Mürlenb, Allg.; ech hätt et nach em Kopp, äwel ech kreien et net aus der F.; ich wöll dem net inner de F. fallen; den hot en spetz F. Prüm-Mürlenb, Allg. RA.: Wenn de

[Bd. 2, Sp. 349]
Notären on de Afekoten nummen en F. oschlihn, da wird mer gewohr, wufir et gangen hot Prüm-Mürlenb. Dat es net met F. en Enk (Tinte) ze beschrive Aach. Mer ment, der hätt der Sau die F. on de Schwanz gebunn so schlecht ist das geschrieben Saarbr-Berschw. — Bleibt die fallende F. in der Erde stecken, so bedeutet dies einen Besuch oder Brief Allg. — β. elastische Stahlf., z. B. Uhrf., F. am Wagen, Sprungf. udgl.; de F. es afgelofe (gespronge); de F. opdrehen Allg. — Am Spinnrad der um die Spule herumlaufende zum Leiten des Fadens dienende Doppelhaken mit Stahlzwicken Birkf-Idar. — γ. der in der Nute des einen Brettes eingreifende Teil des andern Br.; Bredder met F. on Nut Eusk, Rheinb, OBerg. — δ. die dicht unter dem Radkasten hohl angelagerten Querbalken, die gegen Anfahrungen von der Wasserseite her schützen; die federnden Schlepphaken auf Schraubendampfern, in denen die Kauschen der Schlagstränge hängen Rheinschiff. — ε. Der Teil der Plätt, des Hufbeschlags der Ochsen oder der Fahrkuh, der oben um die Klaue gebogen wird Daun-Strohn. — c. Federwolke; vüəl Feərən an der Hemmel gef schlech Weər Kemp-Waldniel. — d. das Fett in den Seiten der Schweine, Lünte, Flomen, verächtl. auch das Fett der Menschen Simm, Mos, Eif, Monsch, Aach, Jül, Eup, Selfk. RA.: En gut F. am (im) Leif hon wohlbeleibt sein Bitb. — e. F.ə Dornfortsätze des Rückgrates beim Vieh Kemp-Dülken. — f. F.che(r) Federnelke, dianthus plumarius, caesius u. a. Abarten Saarbr, Ottw; Flieder, syringa Ottw-Hüttigw Rassw. — Abl.: et Gefeddersch Gefieder Rip.