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 RhWB Faulbaum (Bd. 2, Sp. 333)   PfWB Faul-baum (Bd. 2, Sp. 1073)   PfWB Kuchenblech-baum (Bd. 4, Sp. 658) 
  Faul-baum Allg. m.: 1. wie nhd., rhamnus frangula Allg.; Ahlkirsche, prunus padus Daun, Koch; weisse F. gemeine Schlinge, viburnum opulus Bitb-Geichl; Holunder Monsch-Witzerath; in der Dunkelheit leuchtendes Holz Rip. RA.: F. on Iərlenholt (Erlen-) giət de roə Tinte; all de Jongen wessen woəhl, dat de Mädcher stenken Waldbr. — Tee von F.rinde beliebtes Brechmittel. — 2. in RA. mit F. 1 spielend: Monnichen sicht Wellbam (dicker, kräftiger B., zu einem Wellbaum, Drehb. geeignet) a fend F. (dünne Rute) gesagt von einem Mädchen, das die Wahl unter seinen Bewerbern hatte, doch schlecht gewählt u. schliesslich die schlechteste Partie machte Bitb-Geichl; en sot (suchte) Kürbom (küren = wählen) on fonn F. er suchte das Beste u. fand das Schlechteste Malm, Prüm, Daun, Saarl, Geld, Mörs. — 3. einem Mädchen enen F. stechen wenn es bis zum 1. Mai im Garten nicht fertig ist mit Graben, so setzen ihm die Burschen einen F., etwa ein Birkenbäumchen udgl. Siegld-Freudenbg. — 4. ein Mann, der ein wundes Bein hat Kref-Fischeln.

 

  -baum m.:
1. 'der in feuchten Wäldern wachsende Strauch Rhamnus frangula', Pl. Faulbääme [Wilde 56 (Bienwald)]. Syn.: PfWB Abführstrauch, PfWB Bienenbaum 2, PfWB Pulverbaum, -holz, PfWB Kuchenblechbaum, -deckelbaum, PfWB Muddererle, PfWB Zapfenholz, -strauch.
2. 'aus Holz vom Faulbaum 1 gemachter Pfropfen', Pl. Fuulbäme [PfId. 48 (Bliesg)]; Nach Wilde 56 machte man aus dem Wurzelhals des Faulbaums Zapfen für die Fässer. — Südhess. II 383; RhWB Rhein. II 333; LothWB Lothr. 176 Fulbämholz. —

 

  Kuchenblech-baum m.: 'Faulbaum (Rhamnus frangula)', Kucheblechbaam [BZ-Rohrb (Wilde 56)]; vgl. PfWB Kuchendeckelbaum. Syn. s. PfWB Faulbaum 1.