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 RhWB einfallen (Bd. 2, Sp. 269)   ElsWB infalleⁿ (Bd. 1, Sp. 106a)   PfWB ein-kommen (Bd. 2, Sp. 795) 
 ein -fallen: 1. sinnl. a. enf. lote Frucht in den Mühlentrichter geben Heinsb. — b. einstürzen, von alten Häusern, Mauern; dat Hus fällt och noch es kladderedatsch en Mörs, Allg. RA.: Kenger (Kinder), bett öch, et Hüske fällt en! MGladb. Be N. ös all wer dem Backowen egefallen die Mutter hat

[Bd. 2, Sp. 270]
wieder ein Kind geboren Mörs-Schwafh. As den Hemel infällt, bliwen (send) alle Mössen (Vögel) dot man kann sich nicht vor jedem Unglück schützen; damit wird der allzu Bedenkliche abgefertigt Nfrk. — c. egefalle abgemagert; e. ussehn; e. wie enen Appel öm Ustere; e. Backe Rip, Allg. — d. nass Wedder fällt en kommt dazwischen Sieg-Rhönd. — e. met de Dör in't Hus inf. Geld, Klev. — 2. übertr. a. in den Sinn kommen; et fällt mer ewen en; et fällt mer ebbes en; et (die Sach) werd der doch noch e. Mosfrk, Allg. RA.: Dat es ene gode Baumeister, dem fällt nicks en ein dummer Kerl (im Wortsp. zwischen 1 b u. 2 a) Köln. De beste Gedanke f. enem hengeno (hintennach) en MGladb, Allg. Do sein em alle Sönn (Sünden) engefalle bei dem Schrecken Kobl-Bend, Allg. — b. in der abschlägig. Antw. (Dat) könnt (möch, söll, möt [müsste]) mer (och noch, wahl, och grad) e.; dat fällt mer en; dat fällt mer em Drom (ivig on se Lebdag) net en; fällt mer (och noch, net) en! Rip, Allg.; ek de domme Jong nolopen; fällt mej nit in! Mörs, Allg.

 

 infalleⁿ 1. einsinken, zusammenschrumpfen, mager werden Bf. Str. Z. Ingfalleni Aueⁿ Str. Iⁿgfalleni Backeⁿ Bf. 2. plötzlich, unvermutet eintreten, bes. vom Wetter. Glich druf is Rëjeⁿwëtter ingfalleⁿ Str. Schweiz. 1, 754.

[Bd. 1, Sp. 106b]

 

  -kommen st.:
1. 'hineingelangen'.
a. gegenst.
α. 'ins Haus kommen, heimgeschafft werden'. Mer misse mache, daß die Frucht 'das Getreide' trucke inkummt [ ZW-Gr'bundb]; vgl. PfWB hereinkommen. ca. 1532: soll do helffen, das die frucht inn kome [PfWeist. I 265 (KB-Dreis)]. a. 1592: in mein Closter mit messiger Gesundheit, Gott Lob, inkommen [Pöhlmann Gräfinth. 87]. —
β.

[Bd. 2, Sp. 796]
von Geldeinnahmen im Laden und bei Sammlungen. Am Entedankfescht es in der Kerch veel Geld enkumm [FR-Bockh, verbr.]; vgl. Einkommen(s). a. 1717: und was strafen und ruhgelder einkommt, soll der gemeinde zwey theil haben und ein drittel den schützen [PfWeist. I 2 (KU-Adb)]. —
b. übertr. 'in den Sinn kommen', vgl. PfWB einfallen 2 b. Awei(l) isch ma eppes einkumme [PS-Busbg, verbr. SPf]. —
2. 'sich mit einem Ansuchen an eine Behörde wenden', nach dem Schd., vgl. PfWB eingeben 2, PfWB -reichen. Syn. s. PfWB bitten. Er is um e Unnerstitzung einkumme [LU-Alsh, verbr.]. — Südhess. II 97/98; RhWB Rhein. IV 1166; ElsWB Els. I 440; Bad. I 656.