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 RhWB abfallen (Bd. 2, Sp. 267)   PfWB ab-magern (Bd. 1, Sp. 57)   NRhWB abfallen (Bd. 9, Sp. 1160) 
  NRhWB  PfWB ab- fallen : 1. intrans. a. herabfallen, mit sachl. u. persönl. Subj.; doch meist dafür herab-, herunterf.; nur das NBerg u. die Ma. n. Ruhr bewahrt allg. Verwendung, z. B. dat Glas es mer (aus Versehen) afgefalle; sing Flente wor öm afgefalle; affalles  Mettm-Cronenbg, affallester  Zuruf beim Klickersp., der dem Rufer erlaubt, den ihm entfallenden Kl. wieder aufzunehmen und den Wurf noch einmal zu versuchen Sol, Düss-Hilden. — In RA. aber noch allg. verwandt. Et as ke Broden eso gut un schen, et fällt immer e Steck dervun of Trier-Mehring; dat os e schlechte Brot, van dem neist affällt Prüm-Ihren. Et geiht de Dernes wie de Beren (Birnen); wenn se rip sind, dann f. se af, on wen et ersch dobei es, den krieg se Mörs. Mek falle alle Nöte (Nüsse) af der Mut sinkt mir Elbf. De es su bang wie ne Esel, dem der Sack affällt; der schött sich ens en dann geht er al weər Aach-Warden (s. Esel). Dem Missgünstigen fällt neischt ab Ottw. Ech hauen dech, dat der de Lappen a.! Rip. Die Ben f. mir bal af vor Müdigkeit Rip, Allg.; es Herz fällt em bal ab vor Begierde Saarbr; dem Gierigen fällt de klen Zeh ab Ottw-Landsw, — fällt de Hinner ab Saarl-Fraulautern; ek men, dat min den Buk affiel van Lache Klevld. — Mit persönl. Subj. Ein grober Mensch es vam groven Eng (Ende) afgefalle Sol; de es an em rauh E. afgefalle Jül-Krauthsn. Im bes. vom Glauben a. Allg.; von dem Verlöbnis zurücktreten Merz-Bergen. — b. abnehmen, verloren gehen. α. dem Gedächtnis entfallen; dat es mer afgefalle Rip, Nfrk. — β. schmelzen, vom Schnee Koch-Laub. — γ. minderwertiger erscheinen; der Rescht Grombere (Kartoffeln) fällt emol ärg ob gent de irschten Merz, Allg. — ζ. die Farbe verlieren, beim Tuche Sol. — η. abmagern, von Menschen und Tieren; en afgefalle Sau Allg. RA.: He fällt af wie Schnej inne Sonn Nfrk, — Schum op der Bäch Sol, Ruhr, — Sch. op et Water Mörs, Rees. Den es afgefalle in't Gesecht Nfrk; he sieht ärg afgefalle us Rip, Allg. — θ. zurückbleiben

[Bd. 2, Sp. 268]
im Lernen Nfrk. — c. übrig bleiben; van dem Stoff fällt noch genog für Flecklappen af Rip, Allg. — Im bes. vom Erträgnis eines Unternehmens udgl.; es jet afgefalle? hast du ein Trinkgeld bekommen; do sall für dech och wahl noch jet a. Rip, Allg.; für den es ach noch ebbes abgefall er hat bei der Schlägerei etwas mitbekommen Simm-Schlierschd, Verbr. — d. Gefälle haben, z. B. dat Feld fällt sticks (jäh) af Nfrk, Allg. — 2. durch Fallen ein Glied abbrechen; do hät sech ene Mann der Kneck (Genick) afgefalle Rip, Allg.

 

  ab-magern schw.: wie schd., abmaare [NWPf NPf], -machere [mittl. u. südl. WPf südl. VPf], -magere [SWPf mittl. u. nördl. VPf], meist im Part. Perf; wird bes. von der jüngeren Gener. als Steigerung gegenüber abnehmen (s. d. II 1 a) empfunden. Als Beispiel für Umschreibung des Begriffs vgl. vom Fleisch abfallen (s. d. 2 c). — RhWB Rhein. V 733.

 

  RhWB ab- fallen : 1.b.ι. et Quad es afgefalle die Kuh hat die Nachgeburt abgestossen Geld-Kevelaer.