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| RhWB verfahren (Bd. 2, Sp. 249) | PfWB ver-fahren (Bd. 2, Sp. 1152) | |||||||||||
| 1. trans. a. 'durch Fahrten verbrauchen'; Geld, Zeit ve(r)fahre [allg.]. Syn. s. PfWB vertun 1 b. Mer hun unser Kerwegeld uf de Reitschul vefohr [ KU-Schmittw/O]. a. 1529: 2 lb. 4 ß 3 Pf. habent die pfleger ... verzert vnd verfarn als sie das gut ... besichtigt [GgHospR]. — b. 'durch häufiges Befahren mit schweren Fahrzeugen beschädigen'. De Weg is ganz vefahr [KB-Biedh, verbr.]. — c. eine Sache v. 'verkehrt betreiben', gew. im Perf.: Die ganz G'schicht isch vefahre [LA-Gommh, verbr.]. Des is e ganz verfahreni Sach [LU-Altr, verbr.]. — 2. sich v. 'einen verkehrten Weg fahren'. Mer hän uns verfahre [LU-Altr, verbr.]. — 3. intrans. a. α. persönl., mit einem v. 'einen (in einer bestimmten Weise) behandeln', umgspr. Met dem sein ehr gut vefohr [KU-Schmittw/O, verbr.]. — β. sächl. 'etwas (in bestimmter Weise) betreiben'. Es hot lang gedauert, bis die Leut all iwwerzeucht waren, daß mer (im Weinbau) so verfahre muß [ NW-Gimmdg]. — b. α. 'zerspringen, in Stücke zerbrechen'. Ich han die Pann an die Wand geschmiß, dass se in hunnert Sticker verfahr is [Kühn Schnitze I 105]. De Hawwe 'Topf' isch ganz verfahre [SOPf (Nachlaß Heeger)]. Syn. s. PfWB verspringen 1. — β. adj. Part. Perf. 'zerfahren, zerstreut, gedankenlos'. Er is immer so vefahre [ LU-Alsh BZ-Dernb]. Des isch e verfahrener Mensch [ GH-Schwegh]. — c. des Todes v. = PfWB sterben. [Bd. 2, Sp. 1153] a. 1670: an den Kleinen Porpeln oder Kinder Plattern Todts verfahren [StArch. Landstl, Weist.]. — Südhess. II 477/78; RhWB Rhein. II 249; ElsWB Els. I 128; Bad. II 55.
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