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| RhWB Brühe (Bd. 1, Sp. 1035) | PfWB Brühe (Bd. 1, Sp. 1277) | PfWB heraus-laufen (Bd. 3, Sp. 830) | |||||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 1, Sp. 1036] [Bd. 1, Sp. 1037]
| 1. a. 'Suppenbrühe', Brih (brī) [allg.]; scheeli B. 'wässerige Suppe' [SOPf (Nachlaß Heeger)]; mihn B. wie Brocke, dass., auch übertr. für 'viel Aufhebens um Belangloses' [ KU-Schmittw/O]. Zs. PfWB Fleisch-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Wurstbrühe. RA.: Dem hun ich's gesaat, was drei Linse (auch: drei Erbse) for B. koche 'Dem habe ich die Meinung gesagt' [Hebel 33, verbr.]. Dem han ich gewiest (gewiesen), was drei Erbse for B. gin (ergeben) 'Den habe ich verhauen' [ IB-Reinh, BZ-Dernb]. Die B. kummt teierer wie die Brocke 'Die Reparatur eines alten Hauses ist teurer als ein Neubau' [Krieger 37]; Var. hierzu s. PfWB Brocken 1 a. Mach der sauri B. driwwer! 'Behalte es, für mich ist es wertlos' [verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. Antwort auf die Frage, was man gegessen hat: Stritzgebackenes unnich de Besem gejaat, un sauri B. driwwer [ Gal-Lindenf]. Der hot mer e schäni B. angericht 'mich in eine unangenehme Lage gebracht' [Schandein Sprachsch. (Notizen)]. Do hätt ich die B. devun! 'Darauf pfeife ich!' [KU-Kaulb, NW-Hardbg u. Umg. LU-Muttstdt Don-Schowe Tscherwk Klein Prov. 64]. SprW.: Der ään kriet die Brocke, der anner die B. [verbr.]. Tanzlied: Wann do e Dippe voll Bohnesupp steht un do e Schissel voll B., do loß ich Kraut un Bohne steh un geh zu meiner Marie! [Feierowend Nr. 8/1950]; Var. hierzu s. PfWB Bohnensuppe. VR.: Marie, koch die B., koch se net zu dick, daß dei Mann net dran verstickt [verbr. Gal]. Grumbeeresupp un sauri B., wie der Deiwel schmackt dann die? [ Gal-Bagbg]. Eine scherzh. Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit s. PfWB Brocken 1 b. — b. 'Soße, flüssiges Fett'; gemachti (gschmeerti) B. [ NW-Kallstdt]; Grumbeere mit brauner (weißer) B. [ PS-Erfw]. Das Wort Soße kam erst nach 1900 auf. Zs. Kastanien-, PfWB Klöß-, PfWB Zwiebelbrühe. Die B. läift'm die Backe erunner [ KU-Schmittw/O ZW-Battw PS-Erfw]. Zs. PfWB Tunkelsbrühe. — 2. 'Beeren-, Gemüsesaft'. Die Trauwe hän B. [ LU-Alsh, BZ-Heuchh]. [Bd. 1, Sp. 1278] Zs. PfWB Dividenden-, PfWB Most-, PfWB Rotrübenbrühe. — 3. a. 'schlechter Wein', e B., e sauri (schlechti) B. [allg.]. RA.: Er verzappt aldi B. [ BZ-Dierb]. Syn. s. PfWB Gesöff. Zs. PfWB Plämpel-, PfWB Holzapfel-, PfWB Lacks-, PfWB Lappel-, PfWB Säckelsbrühe. — b. 'schlechter Kaffee'; scheeli B. [VPf]. Sie dunke (tunken) zufriede ehrn Schneirerkäs (trockenes Brot) in ehr lapprig B. aus Muckefuck [Westrich-Kalender 1957, S. 102]. Zs. PfWB Hutzel-, PfWB Kaffee-, PfWB Schlabber-, PfWB Schloriampels-, PfWB Zichoriebrühe. — 4. B. im Kopp (im Hern) 'Rausch' [ KU-Schmittw/O Pirmas FR-Bockh LU-Muttstdt]. — 5. a. rote B. 'Blut'. Ich schlag der äni ins Gesicht, daß die rot B. rausspritzt [ LU-Alsh, KU-Bedb KL-Morlt Wörsb RO-Ruppeck Gal-Dornf], ... erauslaaft [ KU-Kaulb Kreimb]. — b. gelbe B. 'Rotz'. Hau der en hin, daß der die rot un gääl B. aus der Nas fährt [ NW-Frankeck]. — 6. a. 'Regen, schmutziges Wasser'. WR.: De Olichkopp kocht Biebelcher, do krien mer B. 'Wenn der Wald am Ohligkopf (nordostw. KL-Ottbg) dampft, gibt es noch mehr Regen' [ RO-Semb]. Wann der Dunnerschberg Hutzele kocht, krien mer die B., dass. [NPf]. Zs. Schnuttelbrühe. — b. 'Durchfall beim Rindvieh'. Die Kuh macht B. [ PS-Winz]. — c. Wenn die Buben in GH-Hatzbühl am Karsamstag keine Belohnung bekommen, dann singen sie: Alle-, Alle-, Alleluja, ihr habt uns keine Gabe gegeben, drum soll eich d'Brih am Aarsch nablääfe. — Südhess. I 1163/64; RhWB Rhein. I 1035; LothWB Lothr. 64; ElsWB Els. II 184; Bad. I 343.
| 1. 'einen Raum eilig verlassen'; aus'm Haus rauslaafe [KB-Bischh, verbr.]; vgl. PfWB herauseilen, PfWB -galoppieren, PfWB -rennen 1, PfWB -springen 1 a, PfWB -stürmen, PfWB -stürzen 1, PfWB hinauslaufen 1. — 2. 'herausfließen', vgl. PfWB herausquellen, PfWB -schaumen, PfWB -schießen, -schwappen, PfWB -spritzen, PfWB -suttchern, PfWB auslaufen 2 b. 's ganze Wasser is rausgeloffe (aus dem undichten Behälter) [ LU-Alsh]. De Rotz lääft 're zur Nas raus [ LA-Herxh]. RA.: 's Wasser laaft ääm zum Maul eraus (beim Anblick des guten Essens) [ KL-Fischb]. Ich werr mich doch net for fuffzich Penning bicke, damit mer for zwää Mark Woin owwe rauslaaft [Heimatkalender für Kaislt 1973, S. 31]. Dem laaft de Wein zu de Aage raus [Hebel 27]. De Schwääß laaft'm zu alle Knopplecher raus [PS-Geisbg, verbr.]; vgl. PfWB Brühe 5 a. 's laaft mer zum Hals eraus 'Ich bin der Sache überdrüssig' [ KB-Bubh]. — Südhess. III 286/87; Rhein. III 529 Z. 29; Bad. II 626. —
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