Brenn-nessel bręnęsəl (-nęizsəl, –nīətəl s. d.) Verbr.; doch s. Brühnessel, das auch in das brenn-Geb. hineinragt; branętəl Ruhr, Dinsl, Mörs. Rees, Geld; branītəl Wippf-Dohrgaul; brinaistəl Prüm; bręnhęsəl Koch-Laub, Ottw-Wiesb; brī:nhsbəl Bitb-Rittersd; s. auch Brenn-distel; brunəl Eup f.: wie nhd., urtica urens u dioica, grote u. klene Br. Geld, zahme Br. Taubnessel, lamium album. E lus (klok) Hohn let och alt ens en de Br.ə Rip, Allg. De hot sich in die Br.ə gesatzt Hunsr, Allg. Dat (Mädchen) let och en de Br.ə ist mannstoll Schleid-Eicks. Domet hät en äver en de Br.ə gelat etwas zu seinem Schaden unternommen Schleid-Hellenth. De setz mem Hengersch en de Br.ə Sieg-Thomasbg. Br.ə apacke in ein Wespennest greifen Schleid. Dat Krut kenn ich, sat der Deuvel, on satt sech en de B.ə MGladb. — Rätsel: Henger usem Hus, do steht wat on brängkt on br. doch ken Hus af die Br. Barm.; hinger üsem Huse steht en Fickfackfuse, hät de ganze Nacht gebrannt, brennt doch unse Hus nich af NBerg. (o. O.) Wat brand Dag on Nach on verbrand doch nit? Mörs — Br. es Verkesspinat Erk-Bellinghv. — [Bd. 1, Sp. 970]
Scherzwortsp.: De Br.ə brenne diese Mont net mit diesen Worten ladet man Unkundige ein, Br. anzufassen, wobei ‘disen Mond’ aber als Obj., nicht als Adv. gemeint ist Verbr. — Gegen die Mauch beim Vieh bricht man durch einen Zaun drei Br. ab u. spricht: Die ist vor den Ochs, die andere ist vor den Fuss, die dritte ist, die heilen muss Birkf. Br., gegen Husten verwandt NBerg; der Same von Br. gegen Bettnässen Meiderich. | | |
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