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 RhWB Bettelvogt (Bd. 1, Sp. 661)   PfWB Bettel-mensch (Bd. 1, Sp. 757)   PfWB Bettel-richter (Bd. 1, Sp. 758) 
  Bettel-vogt

[Bd. 1, Sp. 662]
m.: 1. będəlfǫxt uWupp (1870); -fǫt MGladb-Odenk, Erk-Bellinghv Rath: Büttel, Polizeidiener. — 2. -fox Kreuzn-Boos, Ahrw-Remag, Köln; fxt Sieg-Seelschd, Mörs-Xanten; -foxt Simm-Laub; -sfux Kemp-SThönis; -əlfǫts Mü Eif: Bettler, der oft vorspricht; (scherzh.) Kind, das zu oft um etwas bittet.

 

   Bettel-mensch n.:
1. 'weibliche Person, die über ihre Verhältnisse lebt', Bettelmensch [ZW-Battw, verbr.]. —
2. Schimpfwort auf eine Frau, die wenig in die Ehe gebracht hat. Du Berrlmensch, du armseliches [NW-Freinsh, verbr.]; vgl. PfWB Nacktarsch. —
3. 'Weib, das durch unverschämte Betteleien lästig fällt' [SOPf]. Die hot e Maul wie e Beddelmensch, von einer Mundfertigen [GH-Schwegh, verbr.]. Im Scherz auch von einem Kind, das immer um etwas bittet, vgl. PfWB Bettelvogt 3 [ LU-Oggh PS-Erfw]. — Els. II 115.

 

  Bettel-richter m.: 'Gemeindediener, der die Bettler vertreibt', vgl. PfWB Bettelvogt, Bettlrichter [Don-Schowe (Steinmetz)]; 'Hausmeister im Rathaus' [ Don-Kernei]; 'Dorfarmer' [ Don-Tscherwk]; 'Schinder' [ Don-St. Andreas].