NRhWB Band I bant, im Geb. der Schärfung Dat. ba·n., Pl. bę·n. [Bernk-Neumag b:n]; WMosfrk n. Mos. bānt, Dat. bā:n, Pl. bę·n.; an der uErft bānt, Dat. ba·ŋ., Pl. bę·ŋ., sonst im rip., snfrk. Mouillierungsgeb. baŋk, Dat. ba·ŋ., Pl. bę·ŋ.; im snfrk. a/ǫ-Trübungsgeb. (Kemp) bǫŋk, Dat. bǫ·ŋ., Pl. bę·ŋ. [um Geilk-Stahe, Heinsb-Schierwaldenr ban't; um Heinsb-Breberen, Geilk-Gangelt ban'j, Pl. bę·n.j]; MülhRuhr bǫunt; Klevld bānt, Pl. bn m.: 1. das, was dient, um fest zu binden, anzuheften. — Im Bes. a. B. zum Anketten der Hunde, nur in RA. Et geve mih Kette on Bäng we rosende Hong Eusk, Bergh. (Sonst ‘Kette’). S. auch Bandhund, –rekel. — b. Fessel für Gefangene, nur in RA. En de Bänn kommen ins Gefängnis Neuw-Rodenb. Du könns noch en Kette en Bäng ze legge ins Zuchthaus Aach-Merkst. De Doat löast ok de stärkste Bäng Elbf. Dann in übertr. Sinne noch durchschimmernd = Bedrängnis, Schwierigkeit, in bestimmten Wend. En de Bänn sen (setze) Sieg. Enen en de Bänn jage in Angst Altk-Hellert. Dur harte (hell) Bäng goəhn mühsam zum Ziele kommen SNfrk. Dat hat dor harte Bäng gegonge Mühe gekostet Kemp. Sei halde sech henger de Bäng treten nicht hervor Kemp-SPeter. Sich en de Bäng sette Widerstand leisten Kemp-Süchteln. Noch emol en die Bäng zugefasst! MülhRh. — c. Weiden- oder Bastband zum Anheften der Rebstöcke. De Bänn ofdouen diese B. lösen, erste Weinbergsarbeit im Frühjahr als Vorarbeit des Rebschnittes Mos, Saar. Für zent Jan (27. XII.) einen B. Winzerregel Sieg-Rhönd. — 2. was rundum um etwas gebunden wird, damit es zusammenhalte [oder zu andern Zwecken ausser dem des Schmuckes]. a. Leibriemen, Ledergurt Wippf-Biesf, MGladb-Rheind Giesenk Kleinenbr. — Bruchband Kemp. — b. Strohseil zum Binden der Garben, auch Strühsbangk Eusk-Zülp, Bergh-Elsd Hüchelhv Sind, Monsch-Höfen, Jül-OMerz, MGladb-Rheind, Heinsb-Orsbeck. Der lange B. Heuseil Sieg-ODollend. Nicht allg., dafür mehr Seil, Bändel, Windsel (s. d. W.). Öm zent Ann es et Kore en de Schür of en de B. [Bd. 1, Sp. 430]
Geilk-Honsd. Hält den B. och? Antw.: Wenn e mar hält, bös mer hant os Geld Kref. — c. Holzreifen, bes. die um die Weinfässer zur Verstärkung der Eisenbereifung. — d. Metallreifen um Fässer, Gefässe Allg. Der Küfer zieht de Bänn an, indem er die Setz (Stossmeissel) ansetzt und mit der Schloh (hölzerner Schlaghammer) auf diese schlägt Mos. RA.: Den greit de Bänn ongezogen er wird verprügelt Prüm-Burb. He treckt de Bänn an entweicht Schleid-Hellenth. Dem moss mer de Bänn antrecke auf die Finger sehn Rip. Dem han se de Bäng angedrive arg zugesetzt Sol. De hat sek de Bänne angedrewen tüchtig gegessen Ess. Dat steht noch en wi (weite) Bäng kann noch lange dauern MGladb-Rheind. Dem werd ech noch es henger de Bäng kunn hinter seine Schliche MülhRh-Overath. Dem mott mer an die Bäng gonn dem ist schwer beizukommen Remschd. De geht vom Band strotzt vor lauter Kraft Wesel. Die sen us Rand on B. ausgelassen, zuchtlos Allg. Wer mit Arbeit überhäuft ist, muss aus R. on B. schaffen Prüm-Mürlenb. No sett et beste Bändje för! beeile dich Geld. — e. Spielreifen der Kinder, wozu ja meist eiserne Fassreifen genommen werden Kemp, Kref, Sol, Mettm, Ess. Bongk sette Reifen schlagen, — schmecke Kref-Hüls, — schlonn Sol. — f. Radreifen Allg. — g. Eisenreifen um sonstige Geräte; um einen geborstenen Eisenofen wird en isen B. gezoge (geleg) Rip, Allg. Die Sense wird mit einem B. am Stiele befestigt Allg. Der Wagenbeschlag an der Deichsel uSaar. — h. Bucheinband, wie nhd. — i.Kordel zum Umbinden des Sackzipfels. Et kann beter van de Sack äs van den B. Rees-Ringenbg; sonst Bändel. — k. Bängke Nussschale Heinsb-Bocket. — 3. Gebund. Ne B. Kli ein Bund Klee Bergh-Hüchelhv. Ne B. Strüh Eusk-Dirmerzh. En B., Pl. Bänder Getreideschobben; 12 Bänder = 1 Gass Düss-Benr. — 4. Bandartiges. a. Kahm, Schimmelbelag auf Flüssigkeiten, Wein, Gelee. De Weng setz B. Sieg-Ägid Rhönd; doch s. auch Pant. — b. Lage von sehr festem Tuff in den Trassbrüchen, auch Mauerb. Mayf. — c. ein rund umgehendes Teil eines Gewebes, Gestricktes. E ganz Bangk usreffele wieder aufziehen Jül-Tetz. — d. Pflanzennamen. Bändche phaloris picta Simm-Buch; Winde Bernk-Winterich Loef. — 5. übertr. a. Namentagsangebinde Rip, MGladb. Auch Namensdags-, Namens-, Bindband. S. Erkl. u. binden. — b. Verband von gleichgearteten Menschen (veralt.); bis Anfang XIX Karnevalsgesellschaft in Köln, z. B. der Schettler-, Etzweiler-, Zanoliband (nach dem Namen der Leiter). Der Stadtbant städtische Musikkapelle. — 6. = Bann. a. Bannbezirk Simm, Bitb-Rittersd, Daun-Strohn. De [Bd. 1, Sp. 431]
beschde Stieker uf dem B. Simm. Eich han B. un Sand abgelaf Simm-Laub. — »Bänze « zusammenhängende Streifen Landes Waldbr. — b. Bannfluch Bitb-Rittersd. — c. Bantje Ämtchen, Pöstchen Klev. — An der uSaar (Wehing) ban n., Pl. bę·n. Fassreifen, Pl. ba·n.ən Wagenbeschläge an der Deichsel. | | Band1 n.: 1. 'schmales Gewebe oder Lederstreifen, zum Binden oder als Schmuck', Band [allg.]; oft im Dim. Bändche, Bändel. Vgl. PfWB Bändel. Volksgl.: Mer kaft rot Band im Stor (engl. store = Laden) aber mer bezahlts net; no binnt mers um en Fingerhut, wu 'n Spinn drin is, un henkts me Kind an, as der blo Huschte hot [Fogel Beliefs Penns Nr. 1794]. Zs.: PfWB Arm-, PfWB Bruch-, Trag(e)-, PfWB Einfaß-, Flegel-, PfWB Florett-, PfWB Gelenk-, Gelenkknopf-, PfWB Haar-, PfWB Hals-, Hundshals-, PfWB Hut-, Katzen-, PfWB Kopf-, PfWB Mittel-, PfWB Naht-, PfWB Nasen-, PfWB Stirn-, PfWB Stoß-, PfWB Strumpf-, PfWB Sturm-, PfWB Ver-, PfWB Zopf-, PfWB Zungenband. — 2. 'Beschläg, mit dem Türen und Fensterflügel eingehängt werden' [allg.]. a. 1668: 1 thürschloss und 4 bandt [Groh Wörschw 92]. a. 1701: Stubenthür ... fensterladen ... mit ... banden versehen [Godramsteiner KellR S. 242]. Zs.: PfWB Gewerbe-, Ort-, Winkel-, PfWB Zwerchband. — 3. 'Eisenband an Fahrzeugen und Ackergeräten', s. PfWB Achsen-, PfWB Backen-, PfWB Bride-, PfWB Eck-, PfWB Schellen-, Schrannen-, PfWB Schrauben-, PfWB Schwing-, PfWB Unterband. — 4. 'Faßreifen'; 's Band aanleche [BZ-Heuchh, verbr.]; dafür gew. Reif. RA.: 's geht aus Rand un B. 'löst sich in seine Teile auf' [LU-Alsh, verbr.]; außer Rand u. B. 'außer sich (vor Übermut)' [ KB-Bischh, KU-Kaulb Bedb ZW-Bottb LU-Alsh Böhl Gal-Dornf]. — 5.a. 'Weidenband zum Befestigen der Reben', Ban (bḁn) [NPf], Bann (ban) [südl. VPf]; davon Bane [NPf (Wilde 256)] u. Banne [südl. VPf], auch 'Weide (Salix)' [verbr. SOPf]; vgl. Band(en)baum, PfWB Bandkätzchen. E Schäb Bann [Bd. 1, Sp. 549] 'ein Bündel Weidenruten' [LA-Mörzh u. Umg.]. Die Ranken an den Ruten der Reben Bandercher [KB-Zell u. Umg.]. Zs. PfWB Biegband. Volksgl.: Bei Vollmaand soll mer kään Banne schneire, schunscht derre se [ BZ-Münchw]. a. 1425: bande zü snyden [LeinArch. (Löhne)]. — b. 'Bastband zum Befestigen der Tabakpflanzen' [ SP-Heiligst]. — F.: 1-4: band u. bḁnd (bez. a u. ḁ s. PfWB an Präp.), Pl. bęnər u. bęnÄ(r) [allg.]; 5.: ban u. bn, Pl. banə u. bnə. — RhWB Rhein. I 429/30; Bad. I 113. Aus den Nachträgen |