Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 RhWB acheln (Bd. 1, Sp. 31)   PfWB tot-achielen (Bd. 2, Sp. 369)   PfWB acheln (Bd. 1, Sp. 118) 
 acheln a- Allg.; ǫ- Heinsb-Dremmen; axiələ Heinsb; axīlə  Wend, Elbf, MGladb-Viersen schw.: 1. essen, in gemütlichem, familiärem Sinne. — 2. gierig, tüchtig, mit Behagen essen. — 3. schmarotzen Kref-Fischeln. 4. schwer arbeiten Remschd. — Abl.: Die Achelerei, dat Geachels, sich zeracheln.

 

   tot-achielen schw.: sich t. 'übermäßig essen', eigentl. 'sich zu Tode essen', dotachiele [ KU-Schmittw/O]. Zum Grundw. s. PfWB acheln.

 

   acheln, achielenschw.:
1. 'viel und gierig essen' [allg., mit wenig Belegen der pfälz. Auswanderer des 18. Jahrh.; den Pennsylvaniapfälzern unbekannt]. Dann beim Achele ohne berschte 'ohne zu trinken', Jesses, waß verschlat deß veel [Kühn Schnitze I 206]. ... und duht gern ebbes Gut's achiele [Kunnrädel 49]. Das Wort wird hauptsächlich von den Älteren der unteren u. mittleren Schichten gebraucht; vgl. Otterstetter 199. —
2. 'entwenden' [Spey NW-Iggb KL-Enkb BZ-Gleisz/Gleishb]. Syn. s. PfWB stehlen Zs.: PfWB anacheln. — F.: axələ u. aˈxīlə ohne landschaftliche Abgrenzung; an mehreren Orten sind beide Formen nebeneinander gebräuchlich. — Zu jidd. achlen 'essen', Achila 'Speise', diese aus hebr. ākhá 'essen', Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. I 31; Saarbr. 3; LothWB Lothr. 3; ElsWB Els. I 12; Bad. I 21; Mainz 12.