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| PfWB zwerch (Bd. 6, Sp. 1734) | PfWB Zwerch-sack (Bd. 6, Sp. 1738) | ElsWB Tappes (Bd. 2, Sp. 700b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'quer zur Senkrechten oder Waagrechten, schräg', zwerch (dswęrχ) [verbr. ges. Pf außer nördl. WPf Bertram § 192 Glass 136 Höh 84 Müller Dietschw 43, 74 Walle 33 Krämer Gal 250], zwarch (dswarχ) [ PS-Hintwdth Windsbg LA-Herxh GH-Neubg Wörth], zweerch (dswērχ) [verbr. mittl. WPf vereinzelt übrige Pf Christmann Kaulb 13, 66, 81 Mang 147], zwaarch (dswārχ) [KU-O'staufb], zwerich (dswriχ) [mancherorts nördl. NPf vereinzelt übrige Pf], zwarich (dswāriχ) [ BZ-Dernb GH-Bellh], zwairich (dswairiχ) [ RO-Wintbn], zwersch (dswęr) [ WD-Niedkch], zweersch (dswr) [Kaislt (Schneckenburger 42)]; s. K. 418; Zs.: PfWB kreuz-, PfWB überzwerch 1; das Wort ist gegenüber seltenerem quer in der Mundart häufiger gebraucht. Der Weg geht z. iwwer die Äcker [ BZ-Dernb]. RA.: Iwwer's zwerich Feld gihn 'quer über einen Acker gehen' [ KU-Schmittw/O]. Er leet sich immer zwerch in de Weg, aach wann sich alle annere längs eninlehe [ KU-Trahw]. VR.: Ei wie rumpelts am Sunneberg, Sunneberg, / ei wie rumpelts am Berg; / ei, wie danzt die Bas Lisekätt, Lisekätt, / ei wie danzt sie so zwerch [Bergz (Kamm 111)]. a. 1534: vber den zwerchen wege vor der Medenheymer gassen den man nent den Altrüpper wege [Schandein Weist. von LU-Neuhf]. a. 1547: ziehet der Bann zwerch vber die felder abwendig Hornbacher gericht hin [ZweibrOABannb. 5]. — b. auf besondere Art gewebt (?), z. Zeich 'älterer Tuchstoff' [ FR-Beindh]. — 2. 'ungeschickt, unbeholfen, umständlich', nur subst. e Zwercher [ KU-Haschb/R Theisbgstg RO-Duchr], Zwärrich [Lambert Penns 186]; Zs.: PfWB überzwerch 2. Du Zwercher! [ ZW-Marthh]. — 3. ein Fluchwort. Ja, Dunnerstreech un Zwärrich un Zwidder! [Birmelin Penns [Bd. 6, Sp. 1735] ![]() [Bd. 6, Sp. 1737] Poems 122]. — Mhd. twërch, dwërch 'auf die Seite gerichtet, verkehrt, schräg, quer' ( Lexer Lexer II 1599). zw-Anlaut ist bereits im 14. Jh. belegt, lebt nur noch in obd. und westmd. Mdaa. (Mhd. Gramm. § 106; DWB DWb. XVI 1085). Zum Wechsel im Anlaut tw- zu zw- s. HSwdSA K. 172. In zwerich (dsweriχ) ist -i- Sekundärlaut (Gleitlaut, Sproßvokal) wie in miliχ (s. PfWB Milch). — RhWB Rhein. VI 1328/29 quer, IX 898 zwerch; LothWB Lothr. 563; ElsWB Els. II 927; HFA K. 10.
| 1. a. 'Sack mit zwei zugenähten Enden und der Öffnung in der Mitte', wird quer über die Schulter gelegt, wobei sich der Inhalt gleichmäßig nach vorne und hinten verteilt, bes. von Samen- und Gemüsehändlern oder für Proviant benutzt, Zwerchsack, Zwerich- usw. s. PfWB zwerch [KU-A'glan Kaulb Schmittw/O RO-Sippf LU-Böhl LA-Knöring Nd'hochstdt Nußd Ranschb BZ-Dernb GH-Bellh Schwegh Bertram § 224 Lambert Penns 186 Krämer Gal 250]; vgl. PfWB Stümmel 5 b. Was werd er dann im Zwergsack hau'? / A Zwewwle, Knowloch un Marau' [Rohr 1]. »Der Z. ist das äußere Kennzeichen des Samenmannes« [Vogel 148]. RA.: Er hot de Z. uffem Buckel hänge 'Er geht hausieren' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Jeder Mensch tragt 'n Z., vorne hot er dene annere ehr Fehler un hinne hot er sein Fehler [ NW-Haßl Spey]. 's Recht licht en em Z., mer kann's hennere un vor (nach hinten und nach vorne) schittle 'Das Recht ist verschieden auslegbar' [ LA-Nd'hochstdt, GH-Bellh]. a. 1767: 1 Zwerch Sack [Kurpf. 940/42 (KU-Einöll)]. a. 1773: 1 Zwergsack [Kurpf. 1588/90 (KU-Rothsbg)]. — b. 'große Innentasche in Jacke oder Mantel' [ KU-Kaulb]; Syn. s. PfWB Wamstasche. — 2. a. 'übermäßig kleiner Mensch' [ HB-Höch KB-Dannfs]; Syn. s. PfWB Zwerg. — b. 'ungeschickter, unbeholfener Mensch' [KU-A'glan Hundh Kaulb Kollw O'alb Obw/Tiefb Schmittw/O KL-Weilb Thielen 126]. — RhWB Rhein. IX 898/99. —
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