-schlag m.:1. 'Sprechweise'. Die hot heit 'n grouße Zungeschlagg, von einer Frau, die wortgewaltig schimpft [ NW-Geinsh]. — 2. 'fehlerhafte Artikulation, Lallen', infolge Trunkenheit, -schlaa, -schlaach, -schlagg [verbr.]. Er hot en Z. 'Er ist (total) betrunken' [RO-Sippf]. — RhWB Rhein. IX 873. — | | PfWB ElsWB LothWB Schlag das Wort ist allg., u. zwar -āx [NW Saarl, sndfrk. Trübungsgeb. --, NBerg, Klevld -a-, aber Dat. -ā:-, –ā-]; Dat. Sg. im Schärfungsgeb. -ā:-; Pl. Rhfrk -; Mosfrk -: [WBitb -ī:] u. -:χ, –ē:-; sonst -:χ, –-; Demin. Rhfrk -əlχə; Mosfrk -·ə.lχə(n), –:j-, –ē:-; sonst -:jəlχə, –kə, -tjə [SNfrk, Klevld auch -ęχskə] m.: 1. der zu führende oder geführte Hieb auf etwas, einen. a. in sinnl. Bed. α. das Schlagen, in best. Wend.: Der hät de Schl. er fängt im Ballsp. an Rip, Allg.; de Schl. hale (halten) im Takt bleiben beim Dreschen, Hämmern; em Drei- oder Vierschl. dresche Rip, Allg.; ene Schl. duəh (tun) hinfallen Aach; de Karr hät eine gouwe Schl. die Achsenbüchse schlägt klar u. gut gegen die Lünse beim Fahren und Drehen des Rades; sie läuft gut Selfk, Nfrk, Rip; de Ass (Achse) hät Schl. en Jül-Langw; der Schl. van mengem Herz (Puls) es got (mehr meng H. schleht g.); Dut-, Hofschl. Rip, Allg. — β. der geführte Hieb; dat wor ene faste (harde, ferme) Schl.; ene Schl. en et Gesech krige; ene Schl. van em Perd für de Ben kr.; ene Schl. met der Schmeck (Peitsche) üvver der Kopp kr.; enem ene Schl. gen (versetze); noch ene Schl., on der Pohl (Pfahl) setz fas Rip, Allg.; en (met) enem (op enen) Schl. felen (fielen) er (ihrer) zehn Äppel vam Bom; Schl. op Schl. fel (fiel) do; et geng Schl. op Schl. bei einer Schlägerei Rip, Allg. RA.: Et is schad vor jede Schl., de denewe geht! die Züchtigung eines Bösewichtes Rhfrk, Allg. Ene Schl., dann stehste im Hemb! so kräftig schlage ich dich, dass dir Lappen vom Leibe fallen Rip, SNfrk, Zell-Trarb. Der irzte Schl. es ne Daler wert Dür-Birkesd. Da's ene Schl. en't Water das hat keine Wirkung, gesagt, wenn jmd., der vor dem Bankerott steht, noch eine kleine Summe erhält Kemp, Allg.; dat [Bd. 7, Sp. 1212]
es net so vüəl äs ne Schl. in't W. Mörs, Allg. Vill Schläg machen der härtste Stockfesch weich haben Einfluss auf den starrsinnigsten Menschen Köln-Stdt. Wer Schläg usdeilt, der krit er noch Neuw-Unkel, Siebengeb., Rhfrk. Wanste enne Schl. van enem Esel kris, dann denk mar, der Grise es net wiser (weiser)! auf Menschen übertr. Heinsb. A.: Wat krig ech? B. (verärgert): Ene Schl. miəhr, als enem Esel gebürt Grevbr-Königshf. Dat es en schleiten (schlechter) Hengst, der geinen Schl. van er Mähr (Stute) verdragen kann Schläge, von der Frau ausgeteilt, sind doch Liebesschläge Sol, Düss. Derjenige, der neue Schuhe angezogen hat u. sich das erste Mal schon etwas dran verdirbt, hät den Schohn den nöən Schl. gen Malm-Bütgenb. Ene Schl. drop inschlohn ins Blaue reden Klev. Ene Baum fällt ni op eine Schl. (op der earste Schl.) der erste Versuch lässt das Ziel selten erreichen MülhRuhr, Allg.; vun einem Schl. fällt kein Eich un weed och keine Stockfesch weich Köln-Stdt. He schleht twiə Flege möt enem Schl. MGladb. De hät ene Schl. met de Wichsbüərschtel krege er ist nicht gescheit Jül, Rip, SNfrk, Berg, Kobl, — met de hölze Kapp kr. Aach-Eilend, — met der Worbelemai (Waldbeerzweig) Aach-Breinig, — möt de (von de) (Dölekər Dülkener) Wengkmöle kriəje MGladb-Viersen. Dat wor emol e Schl. an (in) de Kreibank (Krüge-) eine lärmende Begebenheit Saarbg-Winchering. Et geht ohne Schl. on Stuss (Stoss) ohne Mühe u. Schwierigkeiten Wittl, Bitb, Prüm, — geht Schl. fir Hau Prüm-Ihren. — De letzte Schl. den die die Strasse verlassenden Kinder sich gegenseitig erteilen Allg. De l. Schl. nemmen (nehme) eich net un; moren (morgen) kümmt dei Breidigam! sagt das Kind, das den l. Schl. zurückgeben will Altk-Bachenbg. — Bes. die Züchtigungen der Kinder (überhaupt berechtigte Schl. als Strafe oder zur Besserung) werden Schläg (Pl.) genannt; wart, du kres Schläg van dengem Vatter, wannste hem küs; dat hät Schläg gen (gegeben); du häs noch Schläg ze got; du fordersch dir Schläg! Warnung an das unartige Kind Rip, Allg.; er es kä Schlih wert, — dagt (taugt) k. Schl. Zell-Trarb. RA.: Schläg donnt wiah (weh) on baten (nützen) bi Mensch on Viah Elbf. De krit Schläg we'n jongen Hongk (Hund) Berg, Allg., — en Nalschmiddshund Saarl-Berus, — de Isel in de Gilebach Simm-Ravengiersbg, — en Sackesel May-Kehrig, — en Küərzdrägersch (Kiepenträgers) Esel Altk-NFischb, — e Danzperd Saarl, May-Trimbs, — e Danzbär Simm-Schlierschd. Do krieste meh Schlä as Brot te eten Berg, Allg. Das is der Schullehrer, der schneid die Stecke, der rafst se uf, der dräht se häm, der kriet die Schläh allegar allän! Fingermärchen Wend-Steinb. Schlä misse mer Weibsleit jo hann, awer die Mannskerl brauche doch net grad drof se haue wie en Narr (e Vieh) Rhfrk, WMosfrk. Ich hole alles, nure kän Schlä Saarbr-Lauterb. He schütt (schüttelt) de Schläg af wie der Hongk (Hund) de Ren (Regen) Sol, Allg. En schlechter Arsch, de kä Schlä verdrahn kann! so tröstet man den, der Schl. erhalten hat Simm. [Bd. 7, Sp. 1213]
Dat (gute Essen) deht mir besser got we den Balg voll Schläg Wermelsk. Ene gode Trus (Trost) es besser wie Schlä OBerg; besser e gout Wort wie e harde Schlag Bernk-Bruchw. Met Schläg micht mer e gude Hund bes (böse) Mos, Kreuzn. Met allen Schlägen schleht mer doch mih Düvele dren as drus (aus dem Kinde) Rip, Allg. — b. übertr. α. in best. Wend. Enen Schl. vörut (teröck)! Befehl des Kapitäns nach dem Maschinenraum zur kurzen Vorwärts- (Rückwärts-) bewegung der Maschine, des Dampfers Rheinschiff; wenn de es nen Schl. mehr (ein wenig mehr) sas duhn, dann mäckste en sur Gesecht; kenne Schl. mehr duhn keine Hand mehr rühren, nichts mehr arbeiten (im Ärger gesagt); mak noch en Schl.! arbeite noch ein Stückchen, iss u. trink noch Mörs, Allg.; auch dat Peərd zehjt (zieht) kä Schl.; en hiərt kä Schl., — ka kä Schl. sangen (singen) überhaupt nicht; et as mer noch kä Schl. besser gegen (geworden) Bitb, Allg.; he hät kene Schl. Ärbet keine Beschäftigung; kene Schl. kriste rein nichts Rip; de Schohn (Schuhe udgl.) sen em ene Schl. ze gruss etwas zu gross Rip, Allg. — Net a (an) Schl. komme (siə) nicht an die Reihe k. (sein); net a Schl. k. könne eine Bemerkung nicht anbringen können; jengen a Schl. komme losse keinen zu Wort k. lassen Aach, Eup; de kann net reit (recht) te Schl. komme keinen rechten Anfang finden, mit der Arbeit nicht vorankommen, nicht zu Worte k., beim Kartensp. zum Aufspielen seines Trumpfes MGladb, u. so Mos von Bernk an, May, Rip, OBerg (ze, te Schlä), MGladb; ih mer es (einmal) ze Schl. wore, gof et en Gelöfs on Gedöhns (Gelaufe u. Getue) Sieg-Ägid; he (die) kann noch schlecht ze (te) Schlä k. kann noch schlecht zu einer Frau, einem Manne k. OBerg; te Schl. kommen handelseins werden NBerg; jet en der Schl. kriə Zugabe, Draufgeld Monsch. — Ene Schl. mache (dohn) beim Kartensp. durch Trumpf gewinnen; en dollen Schl. maken ein Wagnis beim Kartensp., eine Tollerei, einen Streich begehen Gummb, Allg. Dor sett hej now met Oss en Tihn (Ass u. Zehn des Kartenspiels) en kann gen Schl. duhn das Spiel ist schon vom Gegner gewonnen Emmerich. De erste Schl. (beim Kartensp.) üs Kattegewenn hält nicht an Ruhr. — Do han ech der ävver es ene gehürege (düchtige) Schl. gemach ein gehöriges Geschäft gemacht, viel erworben Rip, Allg.; de Schl. wahrnehmen die Gelegenheit nutzen Emmerich; dat mackt der Schl. bringt die Entscheidung Eup. — Mer han vill Schläg zesamme gemach haben viel in Freud u. Leid zusammengearbeitet, in treuester Kameradschaft Sieg. — Den hot (kene) Schl. derzo (keine) Fertigkeit, kein Geschick dazu; de hot do Schl. van Mosfrk, Rip, Nfrk; de hät Schl. dran Heinsb-Süsterseel; de hät et suə em Schl. im Griff NBerg, ebd.; den hot ebbes am (im) Schl. im Sinne Trier-Welschbillig; om Schl. met wat sin in einer Arbeit Gewandtheit erlangt haben; met w. op den Schl. kuəme durch Übung Fertigkeit erlangen NBerg; ebbes am (im) Schl. hon nichts Gutes im Sinne haben Bitb. Ein Gefährt (Wagen, Schiff) [Bd. 7, Sp. 1214]
hät Schl. neigt zur Seite, droht umzustürzen Rip. Allg. RA.: Er hat sei Schl., — har e Schl. (eweg) er ist bezecht Saarbr, Ottw, Wend, Bernk-Sensw, — hat Schl. Bergh-Bergerhsn; et (Mädchen) hot e Schl. eweg ist wild, ausgelassen Trier-Welschbillig; er hot en Schl. ist nicht recht gescheit Goar-Weiler. Der wess (weiss) net Schl. on Verbongk (Verbund) kennt nicht den Zusammenhang, die Verhältnisse; ech well Schl. on V. wesse das Ziel der Angelegenheit MüEif. — Et es alt suə öm den Schl. gruət so ungefähr von der angegebenen Grösse Mettm-Cronenbg. — Zeitl.: (noch) ene Schl. (lang) (noch) eine Weile; noch ene Schl., dann sen ech ferdig; wart noch ene Schl.; setz dech noch ene Schl.; ich moss mech ene Schl. räste (rasten); ech hatt ongerwegs noch ene Schl. gefreit (karessiert); help mer ens ene Schl.; ech moss noch ene Schl. arbede; loss mer noch ene Schl. karte Rip, Berg, SNfrk; reskier noch ene Schl.! bleibe noch einen Augenblick Düss-Stdt; e Schlägske karte eine kurze Zeit k.; loss noch e Schl.! Kref; wie vill Schläg duərt et noch? Sieg. Ne Schl. (eine kurze Zeit) für'm Krach (Streit) sall mer ophüre Dür-Birkesd. Ene Schl. för et Kapotgohn (bankerott werden) ophüəre Geilk-Beggend. — Alle Schl. jeden Augenblick; alle Schl. wiərt de Dir (Türe) ofgeress Rhfrk, Westerw, Waldbr; fuddeln (betrügen) bedrügt alle Schl. Waldbr-Rosb; he well jide Schl. gewannen jedesmal gewinnen (diese Bed. nur in Verb. mit g.) Bitb, Allg. — Dat kömmt mej schlags zu gelegener Zeit Duisb. — Op em (om) Schl. im Augenblick, gleich, nur noch ein wenig dauernd; he küt om Schl., wart noch en bess-chen; he moss esu om Schl. kunn Westerw, OBerg, Sieg. — Op enen Schl. zu gleicher Zeit, bei derselben Gelegenheit; ek häbb op enen Schl. fif Daler verdinnt (verdient); et sind ons op enen Schl. twee Ferkes kapot gegohn Mörs, Allg. — Dat passiert Schl. op Schl. schnell hintereinander Allg. — Met Schläg bisweilen; de Bukpin (Leibschmerzen) kriegt de esuə met Tüəg (Zügen), met Schl. es he och ganz got sind nicht anhaltend Kemp, SNfrk. — β. Schicksalsschlag; dat wor ene harde (schwere) Schl. für en (ihn), dat seng Frau storf; noch ene sune (solch ein) Schl., on ech ben ferdig Rip, Allg. — Dat gof im ne Schl. op et Hatz (Herz) versetzte ihn in Schrecken; ne Schl. op et H. krige Aach, Allg., — en de Botz (Hose) kr. Schleid-Hellenth. Dat wor ene Schl. en et Kontur (Kontor) ein unverhoffter schwerer Misserfolg Rip, Nfrk. — γ. Schlagfluss; hei hät nen Schl. gekrege, da wor e glicks dot Klevld, Allg.; ene Herz-, Gehirnschl. nach dem Nhd. Allg. RA.: Hej hät enen Schl. achter den Ellenbog ist zurückhaltend Klev. — 2. Schl., mit starkem Geräusch verb. unter Betonung dieses G. a. durch Donner, Blitz, Schuss hervorgerufen; ene Donner-, Bletz-, Kanoneschl.; ene kale Schl. wenn der Blitz einschlägt, aber nicht zündet Rip, Allg.; grad soət er doə, do dong (tat) et ene Schl., on der Bletz schlog en de Bome Heinsb, Allg.; of eimol horr et e Schl. gedohn man hörte einen Knall Rhfrk, Allg. — Gegen die Fenster, den Giebel mit Geprassel [Bd. 7, Sp. 1215]
fallender Regen (auch Schmiss), dem bes. die sog. Schlagseite des Hauses ausgesetzt ist; auch der dagegenfahrende Wind u. Sturm; dat wor ene gehürege Schl. (Ren »Regen«); dat Hus lit em Schl. Rip. — Tritt des Zugtieres, Hufschl. Allg. — b. auf Schallerzeuger geführter Schl. u. der dadurch erzeugte Schall; ene Schl. op de Tromm (Trommel), — de Klock; ene Trommen-, Klockenschl. Allg. Et es Schl. sibbe Punkt sieben Uhr; op der Schl. (van de Uhr) wor e do pünktlich; op der Schl. kunn Rip, Allg. — c. Singart eines Vogels; diə Vügel han ene nette Schl. Rip, Allg.; der welde Schl. Naturgesang der Vögel MüEif, Eup, Aach. RA.: Heə schleəht der welde Schl. ist ausgelassen, ungeregelt, toll Aach, Eup. — 3. Dinge zum Schlagen. a. grosser eiserner Hammer, sog. Vorhammer des Schmiedes Koch, Kobl, Sieg-ODollend; schwerer, im Braunkohlenbergwerk gebrauchter H. OAltk. S. Schlage f. — b. Messerklinge Koch Lütz. — c. Schaufel der Welle des Butterfasses; die Schläg schlagen den Rahm Bergh-Stdt. — d. Netz des Vogelfängers Aach. — e. der obere dickere Teil des Peitschenriemens, meist aus schmalen Lederriemen geflochten, Schmeckenschl.; auch wohl der vorletzte, aus Hanffäden geflochtene Teil des Peitschenriemens, gewöhnlich der Vörschlag, Ongerschl. (Unter-), Böwelschl., Kläng, Vürgedrihts (-gedrehtes) genannt; die daran befestigte dünne Kordel, die den Knall erzeugt, wird Kördche, Knallk., Schmeckeschnur, Schmiss, Underkläng genannt Verbr. Kreuzn-Sponh, Goar-Weiler, May-Burgbrohl N- u. OLützingen Wehr, dann geschlossen lrhn. n. einschl. Aden, Ahrw, Schleid, Monsch, rrhn. n. einschl. Neuw-Brubbch Rodenb, kurköln. Neuw, Altk, Siegld Allg. — f. Schl.ring innerhalb des Klepperstabes in der Mahlmühle Bernk-Rhaunen. — g. Geschlechtsteil des Stieres Kreuzn-Gebr. — 4. Dinge zum Zu- u. Aufschlagen (intrans.), zum Verschliessen. a. Klappdeckel über dem Schweinetrog, Schlader (s. d.) Eup-Raeren, Heinsb-Erpen, Kref-Strümp (n.). — b. Klappe, Verschluss am Taubenschlag Allg., Hohnerschl. Hühnerhaus Sol-Herschd. — c. die Hälfte des Fensterladens, ene Fensterschl.; es sind zwei Schläg (besteht der F. nur aus einem Teil, so heisst er die Lad); de Schläg rappele; de Schläg userendohn (auseinandertun) Schleid, Monsch, Eup, Aach, Jül, Dür, Bo, Sieg, Heinsb, MGladb. — d. die obere Hälfte der Gadderdür Bo (mit der Sache veralt.). — e. die kleine Türe im grossen Scheunentor Ahrw-Kirchsahr, Aggert, Dür-Poll, Jül-Tetz, Eup-Hauset; das kleine Fusstörchen im Hoftor Bo-Endenich. — f. Laden am Heuloch über dem Stall, Heuschl. Monsch-Kalterherbg, Aach-Walh. — g. Dachluke Aden-Leimb Pitschd. — h. Ofentüre Aach-Walh; Klappe im Ofenrohr Eup, Aach-Stdt. — i. Verschluss des Karrenkastens Gummb, Bo-Muffend; Wagenschl. an der Kutsche Siegld. — k. Durchgang u. Durchgangssperre, »Tor« bei der früheren Grenzwaldhecke, bei Landwehren im Innern des Landes (veralt.) Siegld. — l. übertr. [Bd. 7, Sp. 1216]
Klappe der Knabenhose, Botzeschl. Aden, Ahrw-Dümpelf, Monschau, Eup, Aach, Jül, Dür, Bergh-Harff OAussem Pütz, Erk-Holzw Immerath Körrenz, Geilk, Heinsb, Neuss, MGladb-Giesenk Rheind, Grevbr, Kemp-Dülken; veralt. Hosenlatz des Mannes Aach. — 5. das, was auf irgendeine Weise geschlagen ist (oder wird). a. ein Abteil im Walde, dessen Holzbestand geschlagen ist oder späterhin gleichzeitig zum Fällen geeignet ist; ene Schl. Holz; ene Holz-, Dänne-, Böche-, Echeschl. usf.; ene Luhschl.; ene kale (kahler) Schl. abgeholzte Parzelle Rip, Allg.; ene Schl. Holt gelle (kaufen) Kemp, Allg.; ene Schl. Waldschneise Heinsb-Schleiden Wassenbg; auch der Teil des Waldes zwischen zwei Abteilungsschneisen; er ist in eine Anzahl Schläg eingeteilt, in denen das Holz alle 16 bis 18 Jahren gefällt werden kann Allg.; dat Johr sulle im innerschde Schl. naue (neue) Bämcher geplanzt were Rhfrk, Allg.; en Schl. Kli Abteilung Klee im Felde Mettm. — b. ln Pl. Holzabfälle, Späne Ottw-Wiebelsk. — c. Pl. Rillen um die obere Steinkante, deren Tiefe angibt, wie tief die ganze Fläche glatt herauszuhauen ist Siebengeb. — d. Abfälle von Basaltsteinen, zum Bauen verwendet May; Kleinschl. Schrot für Strassenbau Allg. — e. Furche beim Pflügen, Hacken, Graben Sieg-ODollend; brachliegende Ein- u. Ausfahrstelle am Acker Daun-Wiesbaum, Schleid-Scheven, Dür-Pier (s. u. Schlage); das Feld leggt ut der Schl. es liegt an der Grenze des Besitzes Geilk-Frelenbg; Grenze der Wiese, die man vorm Mähen niedertritt, um die Grenze zu bezeichnen; de Schläg aftreje (-treten) Mörs-Wallach. — f. Reihe gemähten Grases (Getreides); et Hei leit of Schläh; auch das Heu of Schläh machen (setzen) zusammenkämmen, verbr. in Saarbr, Saarl, Trier-Hetzerath, Wittl-Rivenich, Lennep. — g. die auf die Leitern des Wagens geschichtete Heumenge Trier-Hetzerath; Lage loser Reiser im Walde Bitb-Wiersd; eine Getreidelage in der Mitte der Längsrichtung der Tenne, auf welcher die Ähren der Garben zu liegen kommen; beim Dreschen wird auf diese am meisten geschlagen MGladb-Korschenbr Mülfort. — h. der drette Schl. Nachgrummet Neuw-Kurtschd. — i. Abfall vom Fleisch, bes. Puəte en Uəhre (Pfoten u. Ohren) des geschlachteten Schweines, beim Metzger gefragt Aach-Merkst. — k. Höhlung, u. zwar H. hinter den Schulterblättern der Kuh Gummb-Müllenb Rodt; et Feld hät ne Schl. eine Unterbrechung in der Bodenfläche NEif; langer, metertiefer Graben (Grube) im Felde, zur Aufnahme von Runkelrüben udgl. für den Winter Bitb; tiefes Loch auf dem Fuhrwege, Pfütze Dür; gepflasterte Quergosse Prüm-Mürlenb 1866 (u. Schlaue); grabenartige Vertiefung zwischen zwei aufeinanderstossenden Weinbergen, nach unten u. oben geführt u. dort seine Länge abgrenzend (der Term begrenzt die Breite) Wittl, Bernk; Setzgraben für die jungen Reben, Rebschule Saar, Mos; ein Notfuhrweg durch die Felder; wo keine ordentlichen Wege die Felder berühren, muss der [Bd. 7, Sp. 1217]
Anlieger die Überfahrt vom Hauptwege aus ein Jahr lang für alle in der Flur liegende Parzellen gestatten, in dem nächsten Jahr hat der Nachbar den Schl. zu dulden Schleid, Rheinb, Bo. — l. Haarscheitel Kobl-Winning (f.). — m. ein Kochlöffel voll; ne Schl. Mous (Mus), Zopp, Papp (Brei) Eup, Aach, MGladb, Dinsl; magste noch e Schlägske? MGladb, Allg. RA.: Wat frög (fragt) en Bur no en Schl. Pappe (Brei) er protzt gern Dinsl-Gahlen. — En Schl. ein grosser Schnaps, en Schl. drönken Bernk-Wintrich; ne Schl. e je Gesech! rasch einen Schn. heruntergiessen Aach. — n. losse Schläəg Webfehler im Stück Kref. — o. das beim Anstreichen aufgetragene Blumenmuster in einer oder mehreren Farben Goar-NGondershsn. — 6. eigenartig Geprägtes. a. Art, Gattung, von Menschen, Tieren; ene ganz angere Schl. Mensche; ene gruəte Schl. M.; die send ut em angere Schl.; die send noch vam ale Schl. MGladb, Allg.; su em Schl. Löck (Leute) kammer net traue; ene klene Schl. Veh; der kale Schl. Perd; ene lechte (schwere) Schl. P.; ene gewöhnleche Schl. Köh Rip, Allg.; er hät Sache van allen Schl. feil von jeder Art uWupp. — b. ene gecke (dolle, halve) Schl. toller Kerl, Sonderling Bergh, Dür, Jül, Aach, Geilk, Heinsb; e gruət Schl. (n.) robustes Weib; e langk Schl. (n.) aufgeschossenes Mädchen; en ful Schl. (n.) träges Weib; e got Schl. (n.) mitfühlender Mensch Aach. |