Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Zügel (Bd. 6, Sp. 1670)   PfWB Acker-leine (Bd. 1, Sp. 130) 
   Zügel m.: 'Riemen zum Lenken, Führen von Zug-, Reittieren', führt beiderseits vom Maul des Tieres nach hinten; beim Lenken vom Wagen aus wird er durch das Leitseil verlängert, Ziel, Zie'el (dsīl, dsīəl) [NPf NWPf], Ziejel, Zijjel [vereinzelt NOPf, Lambert Penns 184], Zichel (dsiχəl) [übrige Pf., PfId. 156], Ziechel (dsīχəl) [vereinzelt], Zieschel (dsīəl) [Schneckenburger 28], Ziggel (dsigəl) [vereinzelt nördl. und mittl. VPf]; Pl. wie Sg.; vgl. PfWB Ackerleine, PfWB Leine 1 a, PfWB Leitseil; Zs.: PfWB Bei-, PfWB Kreuz-, PfWB Lauf-, PfWB Zaumzügel. Halt's Perd am Zie'el! [ KL-Matzb]. RA.: die Zie'el schieße (schlääfe) losse 'Freiraum gewähren, die Sache treiben lassen' [ RO-Schweisw, mancherorts]; die Zie'el fescht in de Hand behalle 'ein straffes Regiment führen' [ RO-Obd]. RhWB Rhein. IX 863/64; ElsWB Els. II 896.

 

  Acker-leine f.:
1. 'hänfene Leitseile, die beim Fahren im Acker (nicht etwa bei Ausfahrten) verwendet werden', Ackerlein [verbr. vorn. VPf]; vielerorts. bes. NPf u. WPf, kurz als Leine bezeichnet, während Leitseile aus Leder Zügel genannt werden. —
2. 'Zügel', selten. — RhWB Rhein. I 52.