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 PfWB Zendel (Bd. 6, Sp. 1579)   DWB sende (Bd. 16, Sp. 572) 
  Zendel m.: 'leichter Seidenstoff'. a. 1525: Item ein seiden gestepter zendel Deppecht [SpeyDomKl.]. — Mhd. zindâl, zindel 'eine Art Taft', dies zu mlat. cindalum, frz. cendal ( Lexer Lexer III 1122/23). — DWB DWb. XV 631.

 

 sende, f.
1) binse, mhd. semede, s. oben semde. sende, plur. die senden, aliis bins, binsen. Steinbach 2, 580. scirpus, sende Nemnich; juncus conglomeratus, knopfsende, glatte sende. ebenda; Oken 3, 434 führt auf strick-, dach-, woll-, blasensenden; rutsche, knopf-, dochtbinse, sende, juncus conglomeratus Frischbier 2, 240a; W. Scherffer braucht sende (s. Drechsler 243), der heutigen mundart Schlesiens scheint das wort fremd zu sein, vgl. Weinhold 90a. Frommanns zeitschr. 5, 477. Weinhold a. a. o. verzeichnet es für 1) spanisches rohr, wie es in den schulen gebraucht wird; 2) sehne oder saite, die straff über das spinnrad gezogen ist; ob das zweite zu semde, binse, gehört, ist unsicher, s. Weinhold unter bîse. deutsch-ungar. ist sendel, m. binse Schröer 289a.
2) sende heiszt auch das heidekraut, erica carnea et vulgaris Schm. 2, 305; vgl. oben sendach.
3) send, f., säd, futterkorb, auch der inhalt, e säd häcksel. Frischbier 2, 244; sêde, f. gemisch von heu und spreu, das auf der häckselmaschine geschnitten und dem vieh mit wasser gegeben wird. Kleemann 21a.