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 PfWB wuscheln (Bd. 6, Sp. 1503)   PfWB schnudeln (Bd. 5, Sp. 1362)   RhWB Wulst (Bd. 9, Sp. 645) 
   wuscheln schw.:
1.
a. 'sich emsig bewegen, zappeln', wuschele (wuələ) [ KL-Siegb]. —
b. 'im Haushalt herumwirtschaften' [ NW-Mußb]. —
c. 'rumoren, rascheln' [ PS-Münchw Windsbg NW-Herxh]. Es wuschelt im Stroh [ NW-Herxh]. —
2. 'schlecht, flüchtig arbeiten, pfuschen' [ WD-Hoof KB-Stett PS-Hermbg]; vgl. PfWB wischeln; Syn. s. PfWB pfuschen, PfWB schnudeln 1.

 

   schnudeln schw.:
1. 'oberflächlich, nachlässig, flüchtig, rasch und ohne Sorgfalt eine Arbeit verrichten, überhastet hantieren', schnuddele (nudələ) [verbr., Juner 91 Klein Prov. 137 Thielen 102 Wilms Alph. 50], schnuddle (nudlə) [BZ-Albw, mancherorts SPf, Bernhard 166 Kamm 59 Otterstetter 208 Krämer Gal 191], schnudle (nūdlə) [ KB-Kerzh], schnurrele (nurələ) [KU-Brück Schmittw/O Wolfst HB-O'bexb KL-Neukch PS-Geisbg LA-Impfl], schnurrle (nurlə) [verbr. WPf vereinzelt übrige Pf, Höh 86 Müller Dietschw 67 Hussong Kirkel 153], schnulle (nulə) [verbr., Philipp Gimmel in: PfL 30. 1. 1932 S. 8 Gal-Josbg], schnullele

[Bd. 5, Sp. 1363]
(nulələ) [ KU-Bedb], schnullje (nuljə) [ LA-Maik]; Part. Perf. geschnuddelt (gənudəld) [LU-Alsh, Krämer Gal 191], geschnurrlt [ KU-Adb Steinb], geschnullt [ FR-N'lein]; Zs.: ane-, dahin-, PfWB hinschnutteln; Syn.: PfWB anesudeln, PfWB batzeln, PfWB pfuschen, PfWB pfutschen, PfWB butzeln, PfWB dahinhunzen, -huschen, -pfuschen, -sauen, -wulstern, -wursteln, PfWB darüberhinaus 2, PfWB treffen 2 a β, PfWB trossen1, PfWB tuschen3, PfWB verbumbeien, PfWB verhudeln 1 c, PfWB vermurksen, PfWB verpfuschen, PfWB verwursteln 2 b, PfWB fitzen1 2, PfWB flatschen 3 a, PfWB fluppen 4, PfWB fronen 2 b, PfWB gackeln1 2, PfWB grotzen 1 b, PfWB grutzen 1 b, PfWB guttun 2 a, PfWB hastern 2, PfWB herpfuschen, PfWB herumstupfern, PfWB herwursteln, PfWB hingrutzen, PfWB hinhudeln, PfWB hinhuscheln 1, PfWB hinknuffen, PfWB hinkotzen, PfWB hinmurksen, PfWB hinpfuschen, PfWB hinsauen, PfWB hinschlappen, PfWB hinschmieren 2, PfWB hinwursteln, PfWB holpern 3, PfWB hospeln, PfWB hudeligen, PfWB hudeln 2 b, PfWB hupp-di-wupp, PfWB hurscheln, PfWB huscheln, PfWB huschen 2 a, PfWB jasten 1 a δ, PfWB kautschen 2, PfWB knaupeln 2 b, PfWB knaupen2, PfWB knotteln 2 a γ, PfWB knozen 1 e, PfWB knuffen 2, PfWB knuppen 3 b, PfWB knuscheln 1 b, PfWB knusseln 1 b, koksen, PfWB kotzen 4, PfWB murksen 1 b, PfWB ramschen 1 d β, PfWB rauhwerken 1 b, PfWB sauen 2 a, PfWB schäffeln 1, PfWB schlampen 1 a, PfWB schmieren 1 b, PfWB schmuddeln 1, PfWB schosseln 1, PfWB schossern, PfWB schruppchen 1 c, PfWB schusseln 1, PfWB strutteln, PfWB sudeln 3. Sie schnuddelt [ BZ-Silz]. Er schnullt [ LA-Leinsw]. Der schnurrlt [ KU-Hohöll HB-Lu'thal]. Er dut schnurrle [ KU-Föckbg]. Tu net so schnuddle! [ LA-Gommh]. Du derfscht net so sch. [ KL-Matzb]. Schnuddel dein Arwet net! [ NW-Frankeck]. Das es awwer g'schnurrlt! 'Diese Arbeit ist aber nicht sorgfältig gemacht!' [ KU-Adb]. Kaum simmer drei Daa ve'heirat, fangsche schun o zu schnurrle! [Damm Dreifaltichkäät 16]. RA.: Hulle un Schnulle 'Hudeln und Schnudeln', für besonders oberflächliches Arbeiten [ FR-Bockh]; vgl. PfWB Hudelschnuttel. —
2.
a. 'mit Wasser spielen, Wasser mit kleinen Gefäßen umfüllen und dabei auch verschütten', von Kindern gerne gespielt, schnurrle [ KU-Kaulb], schnuddele [BZ-Dernb, Thielen 102]; vgl. PfWB herumschnudeln 1, PfWB patscheln 2, PfWB patschen, PfWB plätschern, PfWB pritscheln2 1, PfWB prutscheln, PfWB schlabbern; Wasser schnulle [ KB-Bennhs]. Die Kinn schnurrle im Wasser [ KU-Adb]. —
b. 'mit Wasser gründeln', von Enten. Die Ende schnulle [ RO-Schiersf]. —
c. 'nicht richtig saufen, das Maul oder die Schnauze ins Wasser halten und schnauben', von Tieren [ KU-Adb]. —
d. 'mit Getränken, Speisen nachlässig umgehen und dabei auf Tisch, Kleidung, Boden verschütten, kleckern, sudeln', bes. von kleinen Kindern, schnudd(e)le [LU-Altr BZ-Annw,

[Bd. 5, Sp. 1364]
Bernhard 166 Juner 91 Lambert Penns 138 Albrecht 112], schnurrle [Müller Dietschw 67], schnuðle [ LA-Siebdg]; vgl. PfWB verschnudeln 1 a; Syn. s. PfWB verschütten. —
e. 'Essen aus dem Mund laufen lassen, sich mit Essen im Gesicht beschmieren', schnuddle [vereinzelt, Don-Lenauheim Krämer Gal 191]; vgl. PfWB herumschnudeln 2, PfWB schlappen 1a, PfWB schlappern 3, PfWB schlurfen 1. 's Kind schnuddelt [Krämer Gal 191]. —
3. 'an der Mutterbrust trinken', schnuddle [Beam Penns 95]. —
4. 'küssen' [ ZW-Wattw]. —
5. vom Wetter: 'fein regnen', schnuddele [ PS-Th'frösch], schnurrle [ ZW-O'hs RO-Börrstdt KL-Mehling], schnurrele [ ZW-Schmitshs KL-Lind], schnulle [RO-Sippf KB-Harxh FR-Kindh Quirnh]; Syn. s. PfWB rieseln 2. 's schnuddelt [ ZW-Bottb Schmitshs Rockhs FR-Albsh LU-Alsh]. Es schnurrlt [ RO-Höring Steinb PS-Burgalb Zesbg KB-Dreis]. 's schnullt e bißche [RO-Schweisw KL-Spesb KB-Bennhs Bubh Kerzh Stauf Weitw FR-Bissh Saush]. —
6. 'mit schlechter Schrift schreiben', schnuddele [ RO-Dielkch PS-Erfw], schnurrle [ KU-Brück]; Syn. s. PfWB kritzeln 1. —
7.
a. 'schnell und dabei undeutlich sprechen, sich in der Aussprache verhaspeln, stottern', schnudd(e)le [ZW-Battw RO-Dielkch PS-Erfw Pirmas LU-Friesh Oggh Opp NW-Deidh Elmst Rödh SP-Berghs Land GH-Kand O'lustdt Gal-Obl, Bayer Hackm. 63 Bernhard 166 Juner 91 Klein Prov. 137 Otterstetter 208 Wilms Alph. 50], schnurrle [KU-Brück Kaulb Schmittw/O PS-Hintwdth KB-Kriegsf, Höh 86, 116 Schandein Sprachsch. 63], schnulle [ KB-Bennhs NW-Wachh LA-Wollmh BZ-Dierb], schnullele [ KU-Bedb]; vgl. PfWB hastern 1, PfWB stacksen. Der tut sou sch. [ LA-Gommh]. Er schnullt was z'samme [ LA-Ilbh]. —
b. 'leichtfertig, ohne lange Überlegung und dummes Zeug reden', schnuddle [ LU-Opp], schnurrele [ PS-Herschbg]; Syn. s. PfWB schwätzen. 2. Der schnullt [ KB-Bennhs]. Er schnurrlt [ PS-Burgalb]. —
8. 'spotten, jemanden kritisieren, über jemanden schlecht reden' schnuddle [Don-Lenauheim Albrecht 112]. —
9. s. PfWB verschnudeln 2. — Mhd. snodelen 'durch die verstopfte Nase Atem einziehen oder ausstoßen' ( Lexer Lexer II 1042). — Südhess. V 667 ff. schnuddeln; RhWB Rhein. VII 1664/ 65; LothWB Lothr. 462 schnudelen; ElsWB Els. II 494; DWB DWb. IX 1383; Frankf. V 2803.

 

  PfWB Wulst in mdl. Lautung u. Bed. in drei Geb. α. an der mosfrk. Saar, β. in der WEif in Prüm, Malm u. abseits SONeuw, γ. im Berg in Lennep u. um Düss-Erkr Wersten (s. im einzelnen); sonst vereinz. u. verstreut nach dem Nhd. (s. 2) f., m.: 1.a. wults (< wulze), Pl. -tsən, Demin. wiltsχən f. ein Wulst von wurstähnlicher Form, dicker Stoffgürtel, am untern Rand der weibl. Untertaille herumgenäht zum Tragen u. Heraufhalten des Rockes (veralt.) Verbr. mosfrk. Saar von Saarl an; Pl. t. welsən, –ø- m. dass. veralt. Prüm, Malm, SONeuw (Pl. welts). — b. übertr. wiltsχən Niere des Schweines; gebacke (gebrode) W. Saar (s. o.). — c. m. wølts, Pl. -tsən, Dimin. -tsχən verwirrtes Haar Lennep; Geschwulst durch Insektenstich, Talggeschwulst Verbr. um Düss-Erkr Wersten. — 2.a. nach dem Nhd. wult, Pl. -ə(n) m., f. Wulst Haare Kreuzn-Seibersb; wults Saarbg-Kahren; wultst Kobl-Bendorf; wǫlst Altk-NFischb; wolts Köln-Stdt, Bergh-Elsd, Eup-Stdt; -lst Düss-Rating; wultsə f. Kemp-UWeiden. — b. wulst die Ausdehnung des Kopfes an jungen Reben (veralt.) Mos.