witze-wälen-blau Adj.: 'sehr blau', bes. von blutunterlaufenen Körperteilen, Steigerung von PfWB wälenblau (heidelbeerblau), witzewäälebloo, -weele- [KU-A'glan Diedk Kaulb Lohnw Kus Schmittw/O RO-Messbhf Thielen 123], -waale- [ KU-Adb]; vgl. blitzewälenblau. Er hot seine Bub w. geschlaa [Glantal]. RA.: Ich schlach dich w. [Wilde 101]. RhWB Rhein. IX 602. | | pfifeⁿ, pfeifeⁿ [pfifə fast allg.; pfæìfə Bühl N.; pfèifə Rosteig; phifə W.; Part. kəpfìfə, kəpfefə fast allg.; kəphef W.] 1. pfeifen, vom Menschen, vom Vogel, vom Wind usw. Mit Dat. der Person Eiⁿm p. einen durch Pfeifen warnen Olti. Spw. Di jungeⁿ Vögl lieʰreⁿ vaⁿ deⁿ alteⁿ pfifeⁿ M. JB. II 169. Von einem, der schlecht pfeift, sagt man: Der pfift wi e-n-Atzl Ingenh. Rda. Wëⁿⁿ d Meidle p. un d Hüeʰner kräjeⁿ, soll mr ⁱʰneⁿ deⁿ Hals ʰerumdräjeⁿ Geisp. JB. IX 94, 131. ‘Still! d’ Muedergottes grînt, wenn d’ Maidele pfife!’ zu einem pfeifenden Mädchen Hlkr. [Bd. 2, Sp. 134a]
Stöber Volksb. 131. Dis is jo doch nummeⁿ deⁿ Müseⁿ gepfiffeⁿ für die Katz, umsonst Geud. Er chönnt s Vaterunser durʰ e Schlüsselloch p. so mager ist er Fisl., ähnl. Schlierb. Er pfift uf em letsteⁿ Loch liegt in den letzten Zügen Obbr. Ebenso: Er pift nimmeʰʳ lang Rauw. Dis het noʰ keⁱⁿ Bëttlmann gepfiffeⁿ das glaube ich noch nicht Barr. Er mueß tanzeⁿ, wi si pfift er steht unter dem Pantoffel Obbr. Aʰ, pfift dr Wind dohër? aha, das ist die Sache Str. 2. eine pfeifende Ohrfeige schlagen Ensish. 3. euphem. für schisseⁿ in abweisenden Rda. wie: Ich pfif dr druf (drin)! ich pfif diʰ voll! Z. Dr Hund mueß dⁱr eins p.! Dü. In d Hoseⁿ, in s Bett p. Katzent. — Basel 28. Bayer. 422. | | ebenviel, tantundem, gleichviel: wenn das wasser gut und helle ist, ists denn nicht ebenviel, ob man es aus einem güldenen oder irdenen gefäsze trinke? pers. baumg. 4, 5; so gilt es ihr ebenviel, ob man auf dem throne stirbt, oder in dem koth verdirbt. pers. rosenth. 1, 2; möglich, ob ich schon nicht wüste woher? 'auch ebenviel'. Lessing 2, 344. |
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