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 PfWB witt2 (Bd. 6, Sp. 1420)   PfWB Tippe-tappe (Bd. 2, Sp. 295)   PfWB Rock (Bd. 5, Sp. 559) 
  witt2 Schallw.: in VR.: Leineweber, Leineweber witt, w., w., / Loß dein Spule laufe! / Heit e Kreizer, morje e Kreizer, / am Sunndag geh' mer saufe [Feierowend 1950 Nr. 5 S. 1]; vgl. PfWB wick 2. Bäwwele, Bäwwele, w., w., w, / heirat jo kään Nagelschmied. / Nagelschmied is e böser Mann, / der das Bäwwele wichse kann! [Hebel 104].

 

  Tippe-tappe: fingierter ON im Rätsel: 's kummt e Mann vun Tippe-Tappe; er hot e Rock vun siebzich Placke un e rode Bart (der Hahn) [ Buch-Illisch].

 

   Rock m.:
1.
a. 'Männerrock', Rock, Pl. Reck [verbr., Christmann Kaulb 17, 21 Mang 103

[Bd. 5, Sp. 560]
Müller Dietschw 57 Schneckenburger 52 Höh 57 Lambert Penns 126]; Dim. Sg. Reckelche, Pl. Reckelcher [KL-Wörsb, verbr. WPf NPf, Schandein Ged. 246, Lambert Penns 122], Sg. Reckel [GH-Kand, verbr. mittl. u. südl. VPf, Don-Schowe Torscha Werb], Reckel, Reckelche [Krämer Gal 176]; de lang R. 'der R. für den Kirchgang', Syn. s. PfWB Kirchenrock [ LA-Gommh]; zweereihicher R. [ KL-Reichb]; e blooer R. [ BZ-Dierb]; de Postilljoon mit em blooe R. [ PS-Erfw]; de R. wenne [ RO-Obd]. Zs.: PfWB Bampel-, PfWB Pelz-, PfWB Pfarrers-, PfWB Braten-, PfWB Presbyter-, PfWB Pritschel-, PfWB Pritsch(en)-, PfWB Tuch-, Feuerwehr(s)-, PfWB Flitten-, PfWB Frack-, PfWB Geh-, PfWB Gürtel-, PfWB Hochzeit(s)-, PfWB Kirchen-, Kor-, PfWB Lappen- 1, PfWB Lapp-, PfWB Leckmichamarsch-, PfWB Manns-, PfWB Nachtmahl(s)-, PfWB Sack-, PfWB Schöß(en)-, PfWB Schwanz-, PfWB Schwänzel-, PfWB Sonntagsnachmittags-, PfWB Sonntags-, PfWB Staats-, PfWB Stutz-, PfWB Über-, PfWB Uniform-, PfWB Waffenrock. Der is vornehm, der hot e R. on [ KU-Schmittw/O]. Un daß se all de Mannsleit ehr Hosse besser gekennt hat wie em Parre sein R., das peife jo die Spatze vum Dach (von einer Mannstollen) [NPfGV 8. 8. 1934]. Mir sin Leit wie die Parreschleit, es fehle uns norts (s. PfWB nur) die lange Reck [Land]. RA.: met R. un Kamesol 'mit allem Drum und Dran' [Thielen So rerre mer 103]; de R. iwwer die Ohre ziehe 'sich taub stellen, (etwas) nicht zur Kenntnis nehmen wollen' [ ZW-Bechhf]; de R. links (äbsch) anziehe 'bankrott gehen' [ KL-Steinwd, Mehling Reichb U'sulzb KU-Nerzw ZW-Gr'bundb RO-Duchr Gal-Moosberg]. Der will sich e rot Reckelche verdiene 'durch seine Bemühungen (z. B. Heiratsvermittlung, Schmeicheln, Verrat) die Gunst einflußreicher Personen erwerben' [Hebel 22, verbr., Klein Prov. 91]. Der kriet en am R. 'zieht ihn zur Rechenschaft heran' [RO-Sippf, verbr.], hängt em am R. 'ist finanziell von ihm abhängig' (z. B. der Sohn von seinem Vater, auch von einem, der die Zeche bezahlt haben will) [ KL-Nanzdzw], kloppt em de R. aus 'verhaut ihn' [ NW-Wachh], kloppt em de Staab aus em R., dass. [ KB-Marnh], verschlaat em de R., dass. [ LA-Ranschb]. Dem is 's Hemd liewer (näher) wie de R. [NW-Hardbg, Krieger 11, 28 Don-Schowe]. Er hot ee Gott un ee R. [Schandein Notizen], ää R. un ää Gott [ LU-Muttstdt]. Eine Neckerei s. PfWB Hemd 1. SprW.: Lange Reck, korzer Sinn (korze Gedanke) [Hebel 48]. Wer zum Wammes gebore isch, der kricht kä R., un trägt er's Duch schun unnerm Arem [Schandein Notizen]. Volksmed.: E Kind as Gichtre hot, deckt mer mit seim Vadder seim R. zu [Fogel Beliefs Penns Nr. 1774]. VR. s. PfWB Johann-Georg 2 a, Johan-Jakob 1, PfWB Lehrer; Rätsel s. PfWB Tippetappe, PfWB Rickeracke 1; Eine Berufsneckerei s. PfWB Schneider. —
b. 'Frauenrock'; Zs.: Biber-, PfWB Falten-, Fla-

[Bd. 5, Sp. 561]
nell-, PfWB Frauen-, PfWB Kattun-, PfWB Kostüm-, PfWB Lama-, PfWB Lappen- 2, PfWB Lüster-, PfWB Ober-, PfWB Reform-, PfWB Reif-, PfWB Seiden-, PfWB Unter-, PfWB Watte-, Weiber-, PfWB Wollrock; en g'hägelde (g'strickde, seidene, farwiche) R. [ LU-Opp, mancherorts]. Wann der e R. sieht, is er eweg, von einem weibstollen Mann [ KU-Quirnb]. Ein größeres Mädchen macht de R. eruf, wenn es sich setzt, damit er nicht zerknittert [ PS-Schmalbg]. RA.: Die hat e Hammel am R. 'ist unordentlich' [Krieger 20]. Der Bu (Des Mammekindel) hängt seiner Mudder de ganze Daach (b'schdännich, immer) am R., von einem unselbständigen, verzogenen Kind [LA-Gommh, Frankth, verbr.]. Er hockt unner seiner Fraa ehrem R. un guckt zum Schlitz eraus 'Er steht unter dem Pantoffel' [ FR-Hettldh]. Er schluppt er (seiner Frau) unner de R., dass. [ KB-Immh]. KR.: Ringle, Ringle, Rose, / die Märe hän ke Hose, / die Buwe hän ke Reck, / drum springen se hinner e Heck [ BZ-Hofstätt]. Weitere KR. s. PfWB Backofen 1, PfWB barfuß 1, PfWB Puppe 1 b, PfWB Filipp 1 a, PfWB Madam 1, PfWB Mädchen 1 a, PfWB Regenwetter, PfWB Ringel 1 e, PfWB Rose, PfWB Sonne. Eine Berufsneckerei s. PfWB Näherin; Rätsel s. PfWB Tütz 1 b, PfWB verlustieren 1, PfWB Jungfrau 1 a. —
c. s. die Zs. Kindskor-, PfWB Kinds-, Kindswappenrock. —
d. weitere Zs.: PfWB Sack-, PfWB Schaff-, PfWB Kindtauf(s)-, PfWB Schleif-, PfWB Werktags-, PfWB Winterrock. —
2. s. die Zs. PfWB Schlafrock. — Zum R. als Stück der Volkstracht s. PfWB Tracht 3 f; Becker Volkstr.; Schandein Bav. IV,2 266 ff.; Becker Vk. 74, 77; — Südhess. IV 1431 ff.; RhWB Rhein. VII 471 ff.; LothWB Lothr. 416; ElsWB Els. II 248.