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 PfWB Wiesen-nägelchen (Bd. 6, Sp. 1342)   PfWB Toten-kopf (Bd. 2, Sp. 374) 
 -nägelchen n.:
1. 'Breitblättriges Knabenkraut (Orchis)', Pl. -nächelcher [HB-Schwarzack (Wilde 137)], -nälcher [HB-Schwarzack (Marzell III 440)]; Syn.: PfWB Blutstropfen 2 g, Teufel(s)hand, PfWB Totenkopf 6, PfWB Fliegenorchis, PfWB Glückshänder, PfWB Goldschückelchen 2, PfWB Herrgottsschuh 1 e, PfWB Holderorchis, PfWB Johanniskraut 1, Kohl(en)brenner 2, PfWB Kristhand, PfWB Kuckucksblume 7, PfWB Marienhänder, PfWB Quackblume 2, PfWB Rotznase 2 e, PfWB Satansfinger, PfWB Schuh 3 a, PfWB Wanzenorchis.
2. 'Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)', -nächelche [Zweibr Pirmas (Wilde 274)]; vgl. PfWB Wiesenschaumkraut; Syn. s. PfWB Fleischblume 1. Marzell I 817. —

 

  -kopf m. :
1. = PfWB Totenschädel, Dodekopp, Pl. -kepp [ KU-Diedk Kus IB-Bliesmg/Bolch NW-Haßl Spey], Doude- [ LA-Herxh], Dore- [verbr.], Dure- [HB-Breitft (um 1930 noch von alten Leuten so gesprochen) RO-Rehborn], Daure- [ LA-Böching BZ-Nd'horb]. Der Dokter hat so e Dorekopp uf'm Disch [ HB-Breitft]. Uf dem Fläschi (Fläschchen) is e D., do is Gift drin [ KU-Schmittw/O]. Die hän de D., von Truppenteilen, die einen T. als Abzeichen tragen [ RO-Semb]. Volksgl.: Sie hän e D. gefunn; des is kän gut Zääche [ RO-Semb]. Sieht man im Traum einen T., dann ist mit dem Tod eines Familienmitgliedes zu rechnen [ LA-Böching], dann ist Regen zu erwarten [ PS-Gersb]. —
2. 'der bleiche Kopf eines Verstorbenen', auch von einem sehr bleichen und abgemagerten Gesicht [verbr.]; dafür auch: e Kopp vun'me Dore. Der sieht aus wie e D. 'ist nur noch Haut und Knochen' [ KU-Wolfst]. Das is de reinscht

[Bd. 2, Sp. 375]
D., dass. [ RO-Semb]. Den T. deckt man wegen des Leichengeruchs mit einem essiggetränkten Tuch zu [ RO-Semb]. —
3. Die Bewohner von KL-N'mühl nannten den Feldhüter der Nachbargemeinde PS-Hetths Dorekopp.
4. 'ausgehöhlte dicke Rübe mit Löchern als Augenhöhlen, Nase und Mund'. Man stellte in die Rübenhöhlung eine brennende Kerze und schreckte mit dem Spukgesicht abends ahnungslose Passanten [Wilde 119]. —
5. 'Nachtfalter (Acheronta atropos)', so genannt wegen des totenkopfähnlichen Zeichens auf der Oberseite, Dorekopp [verbr.], Dode- [ NW-Haßl Spey GH-Kand], Dodere- [FR-Colgst (PfId. 34)]; vgl. PfWB Totenmantel 2. Volksgl.: Aus dem Totenkopffalter werden Arzneien hergestellt [ KU-A'glan]. —
6. Orchideenart, nach der Blütenform der Blumen benannt, Pl. Dodekebb [Wilde 137]. —
7. FlN für Berge mit kopfähnlicher Gipfelform, z. B. der Bergvorsprung des Königsberges bei KU-Wolfst, Dorekopp. Nach Christmann (PfH 1955, S. 23 ff.) liegen die mit Totenkopf bzw. Totenköpfel bezeichneten Berge in der Nähe alter Verkehrswege (Römerstraßen), wo es nachweislich vorgeschichtliche Grabhügel gibt oder gegeben haben müßte. — Südhess. I 1604; RhWB Rhein. VIII 1255; ElsWB Els. I 461; Bad. I 517. —