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[Bd. 6, Sp. 1321] Dach, do wäre merr w. [ WD-Niedkch]. RA.: for nix un w. nix 'ohne jeden Grund, vergeblich' [vereinzelt]; allegebott un glei w. 'oft' [Spey]. Alle Ritt fangt er w. vun vorne an [ BZ-Dernb]. Heit kummt awwer a w. alles sesamme! [NPfGV 8/1934]. Uff denne Lacher kummt w. en Heiler [ FR-A'lein]. Dem bliehen se heit w. 'kann erneut Prügel erwarten' [Kamm 77]. Dem han ich w. se schaffe gemach 'geschlagen' [ KL-Wörsb]. Du warscht dem Parre w. an de Speckgriewe, zu einem mit Ausschlag am Mund [ PS-Vinn]. Haschde der w. e Bär uffbinne losse? [ KL-Reichb]. 's hot en w. 'Er ist verrückt' [ FR-Albsh]. 's is w. aans g'himmelt 'gestorben' [ KB-Harxh]. Heit hats w. soi Mailche in de Schublad geloßt 'redet wenig' [Kamm 81]. Er huckt sich uf die Knie, wanner schlofe geht, wanner umfallt, stehrer w. uff 'Er gönnt sich noch nicht einmal den Schlaf' [ BZ-Dierb]. Wann ich w. uff die Welt kumm, ausweichende Antwort auf die Frage: wann? [Krieger 16]. SprW.: Wer net will, der hot gehatt, morje kochen mer w. [ Gal]. Wortspiel: Werrer werrer werre wierer war? 'Wird er wieder werden wie er war?', z. B. der zur Reparatur gebrachte Schuh [vereinzelt, Juner 103]. VR.: Ich kumm von driwwe riwwer, brauch Geld for w. niwwer, Fastnachtsheischespruch [ PS-Vinn]. — Die heutige unterschiedliche Schreibung von (etymologisch gleichem) wieder 'abermals' und PfWB wider '(ent)gegen' entspringt gelehrten Regelungen des 17. und 18. Jh. ( DWB DWb. XIV, I,2 867 ff.). — RhWB Rhein. IX 496 ff.; LothWB Lothr. 540 widder; ElsWB Els. II 793 wider.
| 1. örtl. (Richtungsverhältnis) 'gegen, bis an', werrer (werər, węrər) [mancherorts ges. Pf Juner 103 Mang 98 Müller Dietschw 71 Thielen 122 Krämer Gal 242], werre (werə, węrə) [HB-Kirk/N'häus (Hussong Kirkel 170) KL-Fischb Lind PS-W'fischb FR-Bobh NW-Wachh Weish/S Henn Mda.-Int. 260 Höh 53], wedder (wedər) [KU-Diedk Kus Zweibr Pirmas LU-Friesh Muttstdt Neuhf NW-Haßl SP-W'see Spey LA-Gommh Wey Bergz (Kamm 68) Karch Gimmdg/Muttstdt 37 Kühn Hamet 142 Otterstetter 51 PfId. 150 Wilms Alph. 56 Lambert Penns 175 Krämer Gal 242 Steinmetz], weððer (weðər) [KU-Kaulb Kreimb Christmann Kaulb 14, 49 Gal-Dornf], widder (widər) [Kaislt LU-Muttstdt Opp SP-Mechth GH-Schwegh Schneckenburger 47 Lambert Penns 178], wirre (wirə) [ LU-Opp], wirrer (wirər) [ ZW-Battw FR-Bockh Heuchh BZ-Stein], willer (wilər) [IB-Ensh (Glass 131)]; vgl. PfWB widig; Zs.: PfWB dar-, PfWB hinten-, hin-, PfWB untenwider; wärrer Hewwel zackere 'gegen den Berg pflügen' [Klein Wag. 121]. De Honnes isch gischderowend medd sinnem Putscher w. e Boom gedunnerd! [IB-Ensh (Glass 131)]. RA.: eem w. de Kopp stoße 'jemanden enttäuschen, verärgern' [ LU-Neuhf NW-Geinsh]; w. de Strich (schaffe) 'verkehrt arbeiten' [ GH-Schwegh]. Wann e Schnook w. dich flieht, fällsch'de um [ KB-Kriegsf]. Der is um wie e Rieb, wann mer norr en klen bissel w. kummt [ NW-Weish/S]. Das geht mer w. de Strich 'Das ist für mich schwer zu ertragen' [mancherorts Feierowend 16/1953 2]. Drohungen: Ich schlaa der w. de Backe (de Griebehals, de Hals, die Stern) [mancherorts], ... daß der de Krage nimmi baßt, ... daß der Siehe un Heer vergeht [vereinzelt]. Geh weg, ich tret der w. de Arsch [ LU-Opp]. Ich bapp die w. die Wand [ PS-W'fischb]. SprW.: Worscht w. Worscht 'Wie du mir, so ich dir' [ LA-Nd'hochstdt, vereinzelt]. Neckerei: Kunfermand, Unverstand, schlaa de Kopp w. die Wand [ Gal-Brig]. Scherzvers: Wit 'n Appel - stouß dein Kopp w. d' Staffel; wit e Beer - stouß dein Kopp w. d' Deer! [ LA-Essing]. a. 1482: stoißt wedder ritzen petern [LandsbgZb. Bl. 10v (RO-Schiersf)]. 16. Jh.: 1 morgen am goddelheusser Berg stest weder die halbach [Kurpf. 1144 (KU-Haschb/G)]. a. 1621: garthen ... stoßt mit einem orth wider die bach [WerschwSchR Bl. 14r]. a. 1853: Die Wingert waren bis weder Maikammer stark gereift [Franz 60 (LA-Mart)]. — 2. modal, 'gegen einen oder gegen etwas'; w. die Nadur 'gegen die Natur' [ PS-Hintwdth]. Sich fortwärend se were werrer Werrer un Wenn! 'Sich dauernd zu wehren gegen Wetter und Wind!' [Schandein Bav. IV,2 233]. RA.: Es geht mer w. die Nadur 'ist mir entschieden zuwider' [ LU-Opp NW-Gimmdg LA-Gommh]. Der is w. die [Bd. 6, Sp. 1308] Welt 'ist gegen alles' [ Don-Schowe]. a. 1331: die heten wider vnsern willen, gebot vnd hude 'Obhut' gedan [OttbgUrkb. 383]. — Die heutige unterschiedliche Schreibung von (etymologisch gleichem) wider '(ent)gegen' und PfWB wieder 'abermals' entspringt gelehrten Regelungen des 17. und 18. Jh. ( DWB DWb. XIV, I,2 867 ff.). — RhWB Rhein. IX 488/91; LothWB Lothr. 540 widder; ElsWB Els. II 793.
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