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| PfWB wider-haarig (Bd. 6, Sp. 1309) | PfWB haarig (Bd. 3, Sp. 531) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'struppig, gegen den Strich wachsend', vom Haar, wirrerhoorich [ FR-Bockh]; vgl. PfWB widerborstig 1. — 2. 'widerspenstig, starrköpfig', vom Menschen [ FR-Bockh]; vgl. PfWB widerborstig 2; Syn. s. PfWB halsstarrig. a. 1789: »Die Bürger waren jedoch durch die Bewegung in Frankreich schon so widerhaarig geworden, daß sie weder mit der Zahlung, noch mit dem Holz zufrieden waren« [Küchler 783]. — RhWB Rhein. IX 492. —
| 1. a. 'behaart', hoorich (hōriχ) [fast allg.], (--) [ KU-Diedk], haarich (hriχ) [lothr. SWPf (Nachlaß Keiper)]. Er is h. [NW-Kallstdt, verbr.]. Er hot e hoorichi Haut [LA-Gommh, verbr.], e h. Gesicht [LU-Altr, verbr.], hooriche Äärem [KL-Hütschhs, verbr.]. Sein [Bd. 3, Sp. 532] Bruscht es ganz h. [ FR-Bockh]. Der stark Behaarte ist so h. wie e Hund [ KL-Reichb], wie e Wildsau [ LU-Opp], wie e Aff [Heeger Tiere I 26]. Des isch en hooricher Esau [ ZW-Bechhf L'wied PS-Erfw KL-Fischb LU-Neuhf GH-Zeisk], e hooricher Schwollkopp [ FR-Bockh]. Der Unbehaarte, Bartlose is so h. wie e Glatz [ NW-Erpolzh], wie e Gießkann, wie e Gießkannekopp [RO-Lettw verbr. VPf Hebel 13], wie e Krott [verbr., Hebel 13]. Die Raupe des Brombeerenspinners ist die h. Raup [ LA-Gommh, KU-Bedb LU-Opp NW-Frankeck]; vgl. PfWB Haarraupe. a. 1595: weil vorgedachter Enderes seiner Ehefrauen ... eine Wasser-Ederex (Eidechse) ein roter Schneck und eine horechte Raupp, zerstoßen untereinander gemacht und in Suppen gethan [JKurpf. 1934 S. 63]. Der Bärenklau heißt in LA-Mörzh hooriche Blärrer. Verwünschung (scherzh.): Du sollscht h. werre! [SOPf Don-Schowe Torscha Gal-Obl]. Dich soll jo e hoorichi Krott petze! [ LU-Limbghf]. RA.: Dem muß mer vom hooriche Hannes seine Knepp gewwe 'verhauen' [ IB-Hass]. Die Mannstolle isch h. zwische de Bään [ GH-Zeisk]. Du brauchscht nix se esse, do werd der aa die Zung net h. [ LU-Alsh]. Ich mään, ich hätt e hooriche Krott gefress, sagt man, wenn es einem im Hals kratzt [ ZW-Battw RO-Dielkch LU-Oggh Opp]. Volksgl.: Wammer 's Maul mit'm Spiellumbe abbutzt, kriegt mer 'n h. Maul [Fogel Beliefs Penns Nr. 1989]. Rätsel von der Mohrrübe: H. enin (in die Erde) un spitz eraus [Hebel 121]. Zs.: PfWB draht-, PfWB flachs-, PfWB geißen-, PfWB glatt-, hell-, PfWB hunds-, PfWB krumm-, PfWB kurz-, PfWB lang-, PfWB rauh-, PfWB rot-, samt-, PfWB stichel-, strack-, weiß-, PfWB widerhaarig. — b. 'schimmelig', vgl. PfWB Haar 3 c; hooriche Handkäs [ GH-Zeisk]; hooricher Latwerch 'Pflaumenmus' [ LU-Neuhf]. — c. α. 'aus Haaren hergestellt' in haariges Seil, vgl. PfWB Haarseil. RA.: Der Geizhals läßt sich liewer e h. Sääl durch de Aarsch zieche, wie er en Penning rausgitt [GH-Leimh, verbr.]. Dem Geizhals geheert e h. Sääl um de Hals geleet [ ZW-Bechhf]; vgl. PfWB haaren2 1. — β. Klöße aus rohen Kartoffeln werden wegen ihrer rauhen Oberfläche hooriche Knepp, subst. Hooriche, genannt [verbr.]; vgl. PfWB Grundbirnenknopf 1. Heit gebt's gefillde hooriche Knepp 'Klöße mit Fleisch gefüllt' [ KU-Bedb]. Sind die Klöße dünn und länglich, dann heißen sie hooriche Schwänz [ KU-Diedk]. — 2. übertr. a. 'unangenehm, schwierig'; e hoorichi Sach (Geschicht) [ ZW-Bechhf KB-Zell FR-Bockh NW-Erph LA-Knöring]. 's werd h. 'gefährlich' [ KU-Diedk RO-Rehbn]. — b. Des isch mer so h. 'zu teuer' [ LU-Neuhf NW-Iggb GH-Max'au]. — c. 'geizig'; hooriche Leit, e hooricher Kerl [Kus ZW-Bechhf NW-Gimmdg LA-Mörzh]. — d. Do geht's h. zu 'benimmt man sich nicht ordentlich' [ KU-Schmittw/O RO-Rehborn]. — Südhess. III 7; [Bd. 3, Sp. 533] RhWB Rhein. III 13/14; LothWB Lothr. 249; ElsWB Els. I 366; Bad. II 514/15.
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