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| PfWB Wider-bürste (Bd. 6, Sp. 1308) | PfWB Wirbel (Bd. 6, Sp. 1398) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'steifes, struppiges, kaum zu frisierendes Haar, gegen den Strich wachsendes Haar, Haarwirbel an der Stirn', Wedder-, Werrerberscht [KU-Schmittw/O ZW-Bechhf RO-Rehborn Semb KL-Fischb Mölschb PS-Burgalb H'einöd Hetths Pirmas LU-Alsh Neuhf Opp Lu'haf SP-Harths LA-Herxh Venn BZ-Schweig Bergz (Kamm 68) Schandein Sprachsch. 95 Thielen 122 Gal-Josbg], Widder- [Kus], Wirrer- [ FR-Bockh], Weller- [ KU-Bedb Erdb]; Pl. -berschde [vereinzelt]. Der hot e W. [Lu'haf]. Er stellt die W. [vereinzelt]. Der hot uffem Kopp so Wirrerberschde [ FR-Bockh]. RA.: Er hot e W. 'ist starrköpfig, unverträglich' [Pirmas LA-Herxh]. Volksgl.: Zwee Werrerberschde (Haarwirbel) sind Zeichen für Jähzorn [ ZW-L'wied]. — b. '(in der Stirn) aufgekämmtes Haar, moderne Frisur', spöttisch [ ZW-Bechhf]. — 2. 'widerspenstiger, trotziger Mensch' [ PS-H'einöd]; Syn. s. PfWB Starrkopf. — RhWB Rhein. IX 491; LothWB Lothr. 74, 540 Widerbuscht; ElsWB Els. II 91 Widerburst.
| 1. was in drehender Bewegung ist. a. 'Strudel im Wasser', Werwel (werwəl, węrwəl) [mancherorts, Castleman Zwbr. 31 Christmann Kaulb 14, 64 Höh 83 Mang 101 Müller Dietschw 71 PfId. 151 Lambert Penns 172 Krämer Gal 243]; Dim. Werwelche [vereinzelt]; vgl. PfWB Strudel 1. Dort macht's Wasser en W. [ LA-Gommh]. — b. 'kleine Windhose, wirbelnde Staubfahne', Werwel [mancherorts], Wirwel (wirwəl) [ LA-Mart]; Zs.: PfWB Schneewirbel; Syn. s. PfWB Wirbelwind u. K. 401. — c. 'Kreisbewegung im Tanz'. Dann dreimol 'rum im Werwel [Schandein Ged. 135]. — 2. was sich drehend bewegen kann. a. 'Kettenglied, das sich um seine Längsachse drehen kann', z. B. an der Kuhkette [KU-Bedb RO-Sippf KL-Weilb KB-Albish FR-Albsh Kleeberger 121 Klein Wag. 113]. — b. 'Drehriegel am Fenster' [ RO-Dielkch FR-Albsh NW-Kallstdt LA-Wollmh]; vgl. PfWB Fensterreiber, PfWB Reiber 2 a. — c. 'drehbarer Stift an der Geige zum Spannen der Saiten' [ KU-Schmittw/O]. — d. 'Knochen der Wirbelsäule' [mancherorts]; vgl. PfWB Jude 2 f, PfWB Knochen 1 a β. ββ, PfWB Kübel 2 a α, PfWB Maseln; Zs.: PfWB Hals-, PfWB Rückenwirbel. RA.: de W. verdrehe 'in den Bereich des Halswirbels schlagen' [ NW-Geinsh]. — e. 'Knochengelenk' [ BZ-Dernb]. Der Knoche esch aus em W. 'ausgekugelt' [ BZ-Dernb]. — 3. a. 'Stelle mit kreisförmigem Haarwuchs' [verbr., Bernhard 187 Kamm 69 Kieffer 81 Albrecht 141, 144], Wäärwel [Hussong Kirkel 169], Warwel (warwəl) [ ZW-Marthh], Warbel [Beam Penns 105]; vgl. PfWB Haarzwirbel, PfWB Hund II 2 a, PfWB Naupenbürsten, Wetter-, PfWB Widerbürste 1 a; Zs.: PfWB Doppel-, PfWB Haarwirbel. Berschte leet die Werwel glatt [Kühn Hamet 26]. Volksgl.: Ein Mensch mit zwei Haarwirbeln: gilt als Massik 1 b und als schwer erziehbar, verspricht jedoch tüchtig zu werden [RO-Sippf Pirmas], besitzt ungewöhnliche Geschicklichkeit, wird Reichtum erlangen [ KU-Wolfst], gilt als bösartig [ PS-Gersb]. Mit dem is nit gut Kersche esse, vor dem nemm dich in acht, der [Bd. 6, Sp. 1399] ![]() [Bd. 6, Sp. 1401] hot zwee Werwel [Frankth]. — b. 'Stelle am Hinterkopf, auch der ganze Kopf, Scheitel' [mancherorts, Gal-Dornf]; vgl. PfWB Kanzel 2 c; Syn. s. PfWB Kopf I 1. Der is uf de W. gefall [ PS-Nd'simt]. Uff emol fliegt mer aus 'me Hof / En Mordsschneeballe an de W. [Räder Bitzler 50]. RA.: Ich schlaan der (ebbes) uf de W. (die Werwel Pl.) [vereinzelt, Kühn Kumödi 28]. Ich han em de W. gesuucht 'ihn auf den Hinterkopf geschlagen' [ KU-A'glan]. — 4. 'Aufhebens, Umstände, Trubel', nur in der RA.: Mach net so en W. (um die Sach) [vereinzelt]; vgl. PfWB Umstand 2. — 5. Weitere Zs.: PfWB Sonnenwirbel. — F.: Aus folgenden Orten liegen Hinweise auf Genus f. vor: [KU-A'glan Bedb Brück Schmittw/O WD-Niedkch RO-Lettw Lohnsf Messbhf Obd KL-Matzb Siegb Stelzbg Weilb PS-Gersb Nd'simt KB-Bubh Kühn Hamet 26 Kühn Kumödi 28], bes. in der RA.: uf die Werbel schlaae. Möglicherweise sind diese Genusangaben auf nicht mehr erkannten Pl. von Wirbel zurückzuführen. Eindeutigere Indizien für Genus f. fehlen. — RhWB Rhein. IX 569 ff.; LothWB Lothr. 545; ElsWB Els. II 846/47.
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