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1. 'umhüllen, umbinden, aufrollen', z. B. von Säuglingen mit Windeln, von Stickholz mit Strohlehm (Wickel 5), wickele (wigələ) [verbr. WPf Müller Dietschw 72 Schneckenburger 54 Beam Penns 109 Krämer Gal 242], wickle (wiglə) [verbr. VPf Bernhard 188 Ehrhardt 131 Lambert Penns 178]; Zs.: PfWB ab- 1, PfWB auf- 1, PfWB aus-, PfWB darum-, PfWB ein-, PfWB ent-, PfWB ver-, PfWB herauf-, PfWB heraus-, PfWB herum-, PfWB hinauf-, PfWB schief-, PfWB um-, PfWB ver-, PfWB zuwickeln; PfWB gewickelt 1; die Hoor w. 'Locken drehen' [ LU-Opp]; Hai lare un w. 'Heu laden' [ NW-Dürkh]; e Duch um de Hals w. [mancherorts]. RA.: schief (falsch) gewickelt sein 'sich irren' [vereinzelt, Kamm 97 Sommer Humor 79]. Den kammer um de (kleene) Finger w. 'Er ist ein gutmütiger, nachgiebiger, gefügiger Mensch' [verbr., Kamm 90 Krieger 39 mancherorts Gal]. Er hot 'n ins Schnuppdiechel gewickelt 'Er hat ihn (seinen Penis) in sein Taschentuch gewickelt, weil er Tripper hat' [SOPf (Heeger Nachl.)]. Volksgl.: en Strump vum linke Fuß (de linkse Strump) um de Hals w., bei Halsweh [ PS-Erfw NW-Kallstdt]. Stehl en Spiellumbe (Spüllumpen) un wickel en me lahme Gaul ums Been [Fogel Beliefs Penns Nr. 774]. Wann en Baam net trage will, wickelt mer'n Lumpe der Obet fer (Abend vor) Krischdag noch Sunnunnergang un mer sagt: In dere Nacht is Krischtus gebore. Du bischt noch ni verfrore. Ich wickel dich mit Lumpe. Nau hängscht du dich mit Klumpe [Fogel Beliefs Penns Nr. 1064]. Die Neijohr wickelt mer en Strohseel um die Obschtbeem, damit sie besser tragen sollen [Fogel Beliefs Penns Nr. 1046]. Volksbr.: E Mädel derf heirate, wann's de Zopp dreimol um die Nos wickle kann [ Don-Gottlob]. KR.: Ich wasche meine Hände, / trockne sie ab, / steck sie in den Sack, / steck sie in die Seite, / mach wickle, wickle Weide [Bergz (Kamm 105)]. Saft, Saft, Seire, / Wickl, wickl Weire! / Main Messer will net schneire [PS-Rodalb (Wilde 257)]; Forts. u. weitere KR. s. PfWB Roß, PfWB Weide1 2 a. — 2. 'verhauen, prügeln, schlagen' [verbr., Kühn Hamet 143]; Zs.: PfWB ab- 2, [Bd. 6, Sp. 1305] PfWB durch-, PfWB ein- 2 b, PfWB ver- 2 a, PfWB herwickeln; Syn. s. PfWB durchhauen 2, PfWB verhauen 1; eene w. [ KL-Wörsb]. Du wirst gewickelt!, Drohung [ GH-Freckf]. — 3. 'tüchtig essen' [KU-Schmittw/O NW-Deidh SOPf (Heeger Nachl.) Bayer Hackm. 80 Bernhard 188 Kühn Hamet 142 PfId. 151 Otterstetter 210 Vogelgesang Bliesmg 176], »fast nur bei Geburtsjg. 1914-1930 üblich« [Höh 122]; vgl. PfWB spulen 2 a, PfWB Wickel 7, PfWB Wickeler 1; Zs.: PfWB auf- 2, PfWB einwickeln 2 c; Syn. s. PfWB essen, PfWB vollfressen, PfWB wamschen 1 a. Um 6 Uhr se Nacht wickele [Kühn Kumödi 20]. Lobt der Preuß sein Pumbernikkel, / Un der Schwob sein Hutzelbrod: / Wann ich als mein Bretzel wickel, / Hotts uff dere Welt kän Not [Kühn Palz 74]. Och, e Werschtche ganft'r 'stiehlt er' sich! ... Wickelt 's Werschtche aus dr Fauscht [Kühn Hamet 51]. — In dieser Bed. auch belegt in der Sprache (dem Jenisch) der Eifler Hausierer [Kluge Rotw. 491, Wolf Nr. 6226]. — RhWB Rhein. IX 480/81; LothWB Lothr. 540 wiklen; ElsWB Els. II 809/10 wicklen.
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