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 PfWB Wetter-schaden (Bd. 6, Sp. 1293)   PfWB Schaden (Bd. 5, Sp. 834) 
  -schaden m.: wie schd., -schade, -schare, -schale, s. PfWB Schaden [vereinzelt]. —

 

   Schaden m.:
1.
a. 'Beschädigung, Beeinträchtigung, Nachteil, Verlust', Schade [mancherorts östl. VPf, Lambert Penns 130], Schare (ārə, --) [verbr. WPf NPf westl. VPf mancherorts östl. VPf, Christmann Kaulb 6, 89 Mang 82, 149, 153 Müller Dietschw 60 Schneckenburger 17 Höh 47 Schandein Ged. 247], (ðə) [KU-Kaulb Gal-Dornf (Alte)], Schale [ KU-Bedb IB-Ensh]; Zs.: PfWB Feld-, PfWB Flur-, PfWB Gest-, PfWB Land- 1, PfWB Wetter-, PfWB Wildschaden; Sch. mache [RO-Als, verbr.]; dorch Schare klug werre [KL-Reichb, verbr.]. Das Werrer hot Schare uf em Feld angericht [ KL-Stelzbg]. Nußbääm mache veel Schare (wegen ihres Schattens) [ KU-Schmittw/O]. Er hot mit Schade verkaaft [ LA-Gommh], is met Schare devunkumme [ KU-Schmittw/O]. For de Schale muller (muß er) ufkomme [ KU-Bedb]. Du hoscht de Schade un die Schann [Krämer Gal 181]. RA.: Die sein ehrem Schare beikumm 'Sie haben den erlittenen Schaden behoben, wettgemacht' [ FR-Bockh]. SprW.: En großi Fraa un en großi Scheier sin kem Mann ken Schade [Fogel Beliefs Penns Nr. 2041]. Mitleed mit de Schlechde is Schade for die Rechde [Krieger 28]. Die stille Stare mache die grieschde Schare [Thielen So rerre mer 111]. Die Stille un die Stade 'Langsamen', die mache de greschde Schade [Don (Steinmetz)]. Wer de Schade hot, braucht far de Spott net se sorje [ KB-Bischh]. Wer schwemmt im Schade, sieht gern, wann annre mit ihm bade [Krämer Gal 181]. a. 1340: also daz sie deme vorgenant.. abte vnd sime closter nicht zu schaden kummen, noch de keinen schaden brengen in dekeine wis [OttbgUrkb. 417]. —
b.
α. 'Stelle einer

[Bd. 5, Sp. 835]
Anbaufläche, Bepflanzung, auf der Tiere Schaden anrichten (abfressen, scharren, wühlen)'. Die Gääß (Sau, Kuh, Gans) geht (is) im Schare [KL-Reichb, verbr.]. Hol (Jag) 's Vieh (die Sau) aus em Schare [FR-Tiefth, verbr.]. a. 1751: solle ... falls das Vieh aus Muthwillen in Schaden getrieben worden, des Tags 7 alb. und des Nachts 15 alb. von jedem Stück bezahlt werden [Zweibr I 761 (HB-Altstdt)]. —
β. 'vom Wild- oder Haustierschaden, von häufigen Überschwemmungen betroffene Lage'; vgl. PfWB Schadenstück. De Acker licht im Schade [ PS-Erfw]. Die Wiß leit im Schare [ RO-Obd]. —
c. 'Zinsen'. a. 1359: so dann ein huber käme, brächt haubtgeld, costen und schoden in einem jahr und einem tag [Grimm Weist. V 657]. a. 1409: Heupt gelt vns schaden [LeinArch., Burgfriedensbrief Veste Diemerstein]. 16. Jh.: was schadens daruff ghan wurde, soll derselber huber geben der seumich ist [SSp, v. d. Leyen, Fasz. 279]. —
2. in der Wend.: fort mit Schade 'meinetwegen' [Kühn Palz 131, Kunnrädel 53]. 'Fort mit Schare' saan die Matzeberjer [ RO-Obd]. —
3.
a. = PfWB Leistenbruch [verbr.], Kurzform für die Zs. PfWB Leibschaden 1. Er hot en Schare [LA-Impfl], loßt (sich) de Schare oberiere [ NW-Wachh]. Volksbrauch gegen Sch. oder Nabelbruch: Man legt ein Ei in ein neues Töpfchen. Ei und Topf muß man um 'Gotteswillen' bekommen. Gewöhnlich werden sie von den Nachbarn bereitgestellt. Das Ei im Topf bleibt 24 Stunden im Hause in der Nähe des Herdes stehen, dann werde sie unter die Dachtraufe vergraben. Bei jeder Handlung müssen die drei höchsten Namen gesprochen werden [KL-Spesb (Heeger Nachl.)]. —
b. offener Schade (Schare) 'Geschwür, Wunde' [SOPf (Heeger Nachl.)]. —
4. s. die Zs. PfWB Dach-, PfWB Land- 2, PfWB Leibschaden 2. — Südhess. V 141/42; RhWB Rhein. VII 838/39; LothWB Lothr. 431; ElsWB Els. II 392.