| Netz-Navigator | |||||||||||||||||||||||
| PfWB Wetter-fenster (Bd. 6, Sp. 1289) | PfWB Fenster (Bd. 2, Sp. 1116) | PfWB Mücken-fenster (Bd. 4, Sp. 1442) | |||||||||||||||||||||
1. wie schd. Hauptformen: Fenschder (fęndər, mancherorts mittl. VPf fendər, vgl. Bertram § 60) und Finschder (findər); selten belegt: Feinschder (feindər) [ RO-Ruppeck], Fäinschder (fęindər) [GH-Neu- [Bd. 2, Sp. 1117] ![]() [Bd. 2, Sp. 1118] 'kommt ins Gefängnis' [ KL-Wörsb]. Wege de Fenschder loß ich nit de ganze Bau verfalle, Ausspruch eines Trinkers, den der Arzt wegen seines Augenleidens vor übermäßigem Alkoholgenuß gewarnt hatte [Zahn Pläsier 94]. SprW.: Wu kee Geld is im Haus, fliet die Lieb zum Finschder naus [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. Rätsel: 's geht eppes in der Stubb rum un macht zum F. naus (der Rauch) [Don-St. Andreas verbr. Gal Rußl-Worms]. VR. s. bei PfWB Pfeife (I 806 Z. 30 ff.), Emil 1, PfWB fangen 1 a, PfWB Herr. Volksgl.: Wann die Eil (Eule) owends ans F. kemmt, muß der Krank sterwe [ WD-Niedkch]. Wann en Hund unnich'm F. heilt, bedeit's en Leicht 'Begräbnis' [Fogel Beliefs Penns Nr. 520]. Mer muß es F. ufmache, wann eens sterbt, so as die Seel naus kann [ebd., Nr. 614, verbr. Pfalz]. Wammer 'n Kind zum F. aus- un neingraddle loßt, gebt's en Dieb [ebd., Nr. 89]. Brauchtum: Vor Weihnachte leen die Kinner ehre Briefcher for 's Krischkind vor's F. [KB-Bennhs, verbr.]. a. 1521: vynster yn das nawe hues ... zu machen [LandsbgKellR]. o. D.: Item wissen wir den hern zu dem dhume zu Wormbs das halbscheit 'die Hälfte' an der kirchen zu machenn, ... den kore (Chor) vnd feinster, dwren (Türen) vnd gedecht [PfWeist. I 79 (FR-Battbg)]. a. 1571: Item 8 schilling ... Finster zu machen [SSp., Kirch. Rechn. 63 (BZ-Wernbg)]. a. 1615: die finster in gemeltem pfarhauß [KSchArch. IV, 2944]. — 2. 'die verglaste Beetabdeckung' [ NW-Haßl SP-Heiligst]; vgl. Gutschenfenster. — Fenschder ist im Vordringen gegenüber Finschder. Seine herrschende Stellung in der VPf darf aber keinesfalls allein als das Ergebnis jüngster Entwicklung angesehen werden, denn auch auslandspfälzische Mundartgebiete (bes. Penns und Schwarzmeergebiet, deren Erstansiedler vorwiegend aus der VPf stammen) weisen sie als Hauptform, wenn nicht gar als einzige Form auf. — Südhess. II 429/30; RhWB Rhein. II 383 ff.; Saarbr. 64; LothWB Lothr. 161; ElsWB Els. I 123/24; Bad. II 42/43.
| |||||||||||||||||||||||
|
|
| |||||||||||||||||||||
| © 2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | |||||||||||||||||||||||