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 PfWB Weihnachts-deihe (Bd. 6, Sp. 1178)   PfWB Krist-deih (Bd. 4, Sp. 613) 
  -deihe f.: 'weihnachtliches Hefegebäck'. a. 1557: Davon geburt Churfürstlicher Pfalz ... 4 weihenacht deihen [SSp Lgb. FR-Dirmst Bl. 28]; vgl. PfWB Deihe, PfWB Kristdeihe. Stoll 33, 171; O. Bertram: Christdeihen ... In: Der Trifels Nr. 17 vom 26. 11. 1933. —

 

  -deih n., -deihe f.: 'Weihnachtsgebildbrot aus Kuchenteig', in Halbmond- oder Hörnchenform, von unterschiedlicher Größe, früher in der ganzen VPf bekannt, Krischdei, Krischdää (gridai, gridǟ) u. Kreschdei (gredai); vgl. Deih(e). Mit K. beschenkte man zu Weihnachten die Patenkinder und Mägde. In NW-Haardt u. LA-Kirrw

[Bd. 4, Sp. 614]
wurde dieses Gebäck auch zum Neujahrstag gebacken. a. 1529: Item 5 sch.pf. vor Crist dyhen, zu dem nuwen jarstag nach alter gewonheit [GgHospR]. Vgl. Christmann in: HV 1933, S. 262 ff., u. in: OZfVk. 1942, S. 35 ff.; O. Bertram in: HV 1934, S. 10, u. in: Trifels Nr. 17/1933; Stoll 171. — Mancherorts deutete man Deih im Kompositum, wenn es als Simplex unbekannt war, begünstigt durch den Zusammenfall der beiden Zahnverschlußlaute in der Kompositionsfuge, in PfWB Ei um. Im Gefolge davon entstand die Pluralform Krischteier (-aiər, -ǫiər). In SP-W'see u. NW-Haardt gab man sogar dem Gebäck die Form des Eies. —