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| PfWB Weide2 (Bd. 6, Sp. 1167) | PfWB Hutweid-brunnen (Bd. 3, Sp. 1282) | |||||||||||||||
1. 'Viehweide', Wääd, Weed (wd, wēd) [mancherorts mittl. und SPf, Bernhard 184 Glass II 75 Höh 84 Kamm 67 Müller Dietschw 70 Otterstetter 68 Lambert Penns 175 Krämer Gal 240], Wäid (węid) [ KU-Schmittw/O Theisbgstg LA-Knöring Mart], Waaid (wāid) [ KU-Bledb IB-Nd'würzb ZW-Bottb NW-Duttw], Waaed (wāəd) [ RO-Teschmosch], Waad (wād) [mancherorts NPf, Christmann Kaulb 24, 66 Krämer Gal 240], (wd) [ KB-Kriegsf], Waar (wār) [ KB-Gauh], Wäär (wr) [ KU-Albess Körbn], Weud (woid) [ NW-Freinsh]; Pl. Wääle [Vogelgesang Bliesmg 172]; Dim. Wäädche, Weedche [ KU-Wolfst], Waadche [ KU-Obw/T], Wäädlen [ GH-Scheibhdt]; Zs.: (auch FlN) Allmend-, Atz-, Ätz-, Aucht-, Augen-, Aus-, Pferds-, Pfingst-, Bien(en)-, Bocks-, Tag-, Tal-, Tier-, Driesch-, Esels-, Vieh-, Fohlen-, Frank-, Füllen-, Füller-, Gänse-, Geil-, Geiß(en)weide, PfWB Großweidestück, Hammel(s)-, Hasen-, Honig-, Hühner-, Hünkel(s)weide, PfWB Hutweidbrunnen, Hut-, Immen-, PfWB Kälberweide, PfWB Kälberweidstücker, Klee-, Klingen-, Koppel-, PfWB Kuhweide 1, PfWB Kühweidstücke, Lämmer- 2, Laus-, Lerchen-, Mittags-, Mol- [Bd. 6, Sp. 1168] ken-, Mühl-, Nacht-, Neu-, Ochsen-, Rauch-, Rauh-, Roh-, Sau-, Schaf(s)-, Schleif-, Schmalz-, Schorn-, Sommer-, Spätjahrs-, Steil-, Stoppel-, Wald-, PfWB Wildbretsweide. Das Vieh uf die W. treiwe [ RO-Als]. Die Bien uf die W. fiehre [ RO-Bistschd]. Die Kieh sin in die Wayt [Danner Penns 82]. Ochse off umzeinte Wäde / kaue, muhe, luhe zu [Kraus Arwed 40]. Sie blärrt e wennich wann er ruft, / Freßt weiter in de W. [Birmelin Penns Gezw. 127]. Grad wie e jung Gääßeböckelche, wanns zum erschtemol mitlaafe derf uff die W. [Kühn Kumödi 30]. RA.: sich uff da W. ernähre 'bei anderen schmarotzen' [Glass II 81]. Er esch Wasser un W. g'wehnt 'Er ist hier zu Hause' [LA-Impfl]. 'r hot a paar in der W. 'Er hat einige uneheliche Kinder (zu unterhalten)' [Fogel Prov. Penns Nr. 1822]. Volksgl.: Wammer die Kieh es erschtmol in die W. dut, saagt mer: »Freß net wie en Wolf!«, no werre sie net dick [Fogel Beliefs Penns Nr. 841]. Vk.: »Nach der Heuernte war die Weide wieder frei bis 25. Juli (Jakobstag); dann durfte nur das Grummetvieh ausgetrieben werden« [Ecker 154]. Zum Weidebetrieb in der Pfalz s. Bekker Vk. 42, 262 ff. KR.: Hoppe, hoppe, Reirer, / Gail gehn uf die Weire, / 's Fillche, des lääft weg, / de Peder licht im Dreck [ LA-Mörlh]. a. 1421: zu weiden zu gahn mit sonnenschein [ABlieskst 70]. a. 1480: Item wan ein arman rüsen (Reuse) fürdt vff die weyde da so er kein schatze zu machen [HagbWeist. (MHVPf. 4/1874 5)]. a. 1658: haben einen acker und waidt auf dem waidtsberg [GdArch. KL-Ottbg Gewannenbuch S. 5]. a. 1673: Drey Morgen ist ein Waid am MülPfad [GGA A. Nr. 526 b (KB-Morschh)]. — 2. 'Feldsalat (Valerianella olitoria)', Wääd [Wilde 57]; die Pflanzen sind ein beliebtes Frühjahrsfutter für die Schafe; Zs.: PfWB Lämmerweide 1; Syn. s. PfWB Feldsalat. — 3. ' Teile der Rebwurzeln', Wääd [ LA-Mörzh BZ-Dörrb]; vgl. PfWB Weidwurzel; s. WKW 2 Geweide, 3 Weidwurzel. — 4. FlN, mda. Die rot Weid [ KU-Haschb/R]; Zs. s. PfWB Weide2 1. a. 1490: Wiese ist genannt die weyde ligt vff der bach [SSp Lgb. KB-Rams]. a. 1532: in der alten gassen stosset uff die weid [SSp Lgb. NW-Seeb I Bl. 31]. a. 1563: fünffvndzwanzig morgen die Benn vnd weiden genant [SSp Lgb. FR-Dirmst Bl. 340]. — RhWB Rhein. IX 366 ff.; Lothr. 534/35 Weid, ALLG I 282; ElsWB Els. II 965.
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