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| PfWB wedeln (Bd. 6, Sp. 1120) | PfWB wegeln (Bd. 6, Sp. 1131) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'den Schwanz hin- und herbewegen, schwänzeln', wedele (wēdələ) [mancherorts], wedle (wēdlə) [ IB-Aßw RO-Schweisw PS-Gersb KB-Kerzh Rams FR-Merth NW-Wachh SP-Berghs Spey LA-Wey BZ-Albw Heuchh GH-Jockgr Nd'lustdt], weddle (wędlə) [LU-Friesh PS-Hirschth SP-Dudhf GH-Scheibhdt Lambert Penns 175 Beam Penns 107], werrele (węrələ) [ KU-W'mohr HB-Einöd ZW-Ernstw]; vgl. PfWB gewedelt 'munter, flott'. De Hund weelt mit em Schwanz [ LU-Opp]. Un nimmi weddle mit em Schweif [Ranssweiler 9]. Sie (d. i. die Magd) schteht un draamt dart an de Fens 'Zaun', / Die Kih, die weddle juscht die Schwenz [Birmelin Penns Gezw. 75]. RA.: Unser Herrgott loßt de Gääß de Schwanz nit zu lang wachse, sunscht wedelt se sich die Aage raus [SOPf (Sunndag 18/1956 3)]. — 2. 'winken' [ KU-Erdb]; Zs.: PfWB abwedeln. — 3. 'Luft fächeln', zur Kühlung [ NW-Frankeck], wedele, von Bienen am Bienenstock; vgl. PfWB wecheln 3. — 4. 'herumwirbeln, stieben', von Schnee [Bertram § 295 Krämer Gal 258]; Zs.: PfWB gangwedeln, PfWB gowetteln. Es wedelt drauß [Krämer Gal 258]. — 5. eine weitere Zs.: PfWB drehwedeln. — RhWB Rhein. IX 335; ElsWB Els. II 790 wedlen; SSA IV/5.13.
| 1. 'etwas oder sich hin- und herbewegen, -winken, wedeln, schwänzeln, unruhig sein', bes. auch: mit dem Stuhl schaukeln, die Arme schlenkern, die Peitsche schwingen, lästiges Hin- und Herschaukeln des Pferdes, wegele (wēgələ) [mancherorts NPf vereinzelt übrige Pf, Schandein Ged. 251], wechele (wēχələ) [mancherorts WPf vereinzelt übrige Pf], weschele (wēələ) [ PS-Hintwdth Kröpp Winz KB-Mauchh], wechle (wχlə) [KU-Nd'staufb ZW-L'wied LA-Siebdg BZ-Dimb], weschle (wlə) [ PS-Donsied Ruppw BZ-Hermbghf], wäschle [Bayer Hackm. 79], werle (wrlə) [ KU-Altkch]; Part. Perf. gewegelt (gəwēgəld) [ KU-Bedb], gewechelt (gəwēχəld) [ RO-Odh PS-Saalstdt]; vgl. PfWB wackeln, PfWB wageln, PfWB wägeln, PfWB wegen2; Zs.: PfWB abwecheln; mit de Hänn w. [ PS-Kröpp]; Stecke (Stiwwle) w. 'Weinbergspfähle durch Wackeln auf Standfestigkeit prüfen' [Bd. 6, Sp. 1132] [ NW-Gönnh Weish/S LA-Nußd BZ-Heuchh]. Die Blärrer wechele [ KL-Hirschhn]. Der Gaul (Hund, Kuh) wechelt mim Schwanz [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch KL-Rodb PS-Hintwdth]. 's wegele die Blumeglocke / Hin un' her [Schandein Ged. 103]. Wäsch'l doch besser (mit dem glimmenden Reisigbündel), daß mir ball ä Feuer krie [Bayer Hackm. 79]. RA.: einem eine w. 'eine Ohrfeige geben' [ KU-Nerzw]. — 2. 'torkeln, wanken, einen schweren Gang haben' [ KB-Mauchh]; Syn. s. PfWB torkeln. Wie der wechelt! [ KB-Kriegsf]. — 3. 'etwas mit Anstrengung bugsieren', z. B. ein Auto mühsam ein- oder ausparken, wechele [ KU-Schönbg]. — 4. 'Luft fächeln', zur Kühlung [ PS-H'einöd], wechele, von Bienen am Bienenstock [ RO-Bistschd]; vgl. PfWB wedeln 3. — 5. '(langsam) arbeiten, tätig sein, sich rühren', wegele [ KU-Einöll Obw/Tiefb KL-Reichbstg], wechele [KU-Hundh Kaulb Neunkch RO-Messbhf Thielen 121]. Benn mer mol die Schuh, ich kann mich nemmeh so w. [ KU-Altkch]. RA.: Do häßt's gewegelt 'Da gilt es, zu arbeiten' [ KU-Bedb], e bißche gewegelt!, dass. [ KU-Bedb]. — 6. 'Ostereier rollen oder schieben', ein Kinderspiel [ PS-Leim]; vgl. PfWB Ei 1 a. — 7. 'koitieren', von den Bewegungen beim Geschlechtsverkehr, wegele [ KU-Altkch]. — Das Wort ist eine Ableitung zu wegen 'bewegen'; zu mhd. wegelen 'wackeln' ( Lexer Lexer III 725). — RhWB Rhein. IX 347 f. wegen 'bewegen', 349 wegeln, 407 wekeln (Intensivum zu wegen); LothWB Lothr. 532 wäschlen; ALA I K. 142; Hess.-Nass. IV 571; DWB DWb. XIII 33 ff., DWB 2677, DWB 3084 ff. wegen 'bewegen'.
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