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 PfWB Wechsel-fieber (Bd. 6, Sp. 1115)   PfWB Fieber (Bd. 2, Sp. 1357) 
  -fieber n.: 'Erkrankung mit Fieberschüben', -fiewer [Lambert Penns 174, Heeger Vhk. 32]. Volksgl.: »Gegen das W. wird ein grünseidenes Band um den linken Oberschenkel gebunden oder der Rost von einem auf dem Friedhof zufällig gefundenen Totennagel eingenommen« [Becker Vk. 135]. —

 

   Fieber n.:
1.
a. wie schd., Fiewer (fīwər, r) [fast allg.], Fiewa [KL-Lind Land]; vgl. PfWB Hitze. Zs. Brust-, PfWB Hirn-, PfWB Impf-, PfWB Kindbett-, PfWB Magen-, PfWB Milch-, PfWB Schleim-, PfWB Schul-, PfWB Wechsel-, Wochen(bett)-, PfWB Wundfieber. Er hot F. [LA-Impfl, allg.], houch F. [LA-Gommh, verbr.], so aarisch F. [ NW-Freinsh]. Er redd im F. [PS-Erfw, verbr.]. 's F. hot noogeloß [KL-Reichb, verbr.]. RA.: Gel, du hoscht F.? 'Du bist wohl verrückt' [ GH-Zeisk]. Krieg 's F.! Verwünschung [SOPf]. SprW.: Besser e Rausch als F. [ KB-Kerzh BZ-Albw]. Geje F. macht mer kalde Umschlää [ZW-Battw, verbr.], haaße Umschläg [KB-Kriegsf; vgl. auch Schandein Bav. IV/2, 405 Heeger Vhk. 34]. Volksgl.: Vor das Fieber: Bette erstlich früh, alsdann kehre das Hemde um den linken Ärmel, zurück zuerst, und sprich: Kehr dich um Hemde, und du Fieber wende dich! Und nenne den Namen dessen, der das Fieber hat [handschriftl. aus RO-Sippf aus dem Anfang des 19. Jh.]. Un esst mer vun de kalde Schloße 'Hagelkörner', bleibt 's F. grad wie weggeblose [PennsDeitschEck 13. 8. 1938]. Wammer der Wipperwill (engl. whip-poor-will 'Ziegenmelker') heert, soll mer sich rolle; noo kriegt mer ken F. [Fogel Beliefs Penns Nr. 2060]. —
b. 's geel F. 'Gelbfieber' [ BZ-Dernb]. —
c. s. PfWB Nerven-, PfWB Scharlachfieber. —
2. 'Erregungszustand' in PfWB Jagd-, Lampen-, Reise-, PfWB Schul-, PfWB Stangenfieber. — Das Wort verdrängt mehr und mehr das ältere Mda.-Wort Hitze. F.: Nach

[Bd. 2, Sp. 1358]
Heeger Vhk. erscheint häufig der Pl. die Fiewer. — Südhess. II 711; RhWB Rhein. II 443/44; LothWB Lothr. 164; ElsWB Els. I 89/90; Bad. II 143.