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| PfWB Wasser-pudler (Bd. 6, Sp. 1101) | PfWB Pudel (Bd. 1, Sp. 1330) | |||||||||||||||
| 1. 'Pfütze, Tümpel, Pfuhl', Puddl (pudl) [ HB-N'alth PS-Vinn], Purrl (purl) [ PS-Donsied W'fischb]; vgl. PfWB Pfuhl 1. — 2. 'Jauche', zur Verbr. s. K. 46 (Pfuhl 'Jauche'); Pudd(e)l [SWPf verbr. SOPf], Purrl [Westteil der WPf (ohne NWPf)], Puerl (puərl) [ KU-Krottb Breitb Obw/Tiefb RO-Callb], Pual (puÄl) [ KU-Lauteck Ehw Quirnb Wahnwg W'mohr], Poal (poÄl) [KU-Adb (alt)], Pull (pul) [ KU-A'glan Bedb Körbn RO-Rehborn Nd'mosch Schiersf LU-Opp]. — 3. 'schlechter Kaffee', Puddel [»VPf« nach Angabe einer einzelnen Gewährsperson]. — 4. De Mond hat e Pillche 'einen Hof' [ KU-Diedk]. — Zur Etym.: Nach DWB DWb. VII 1804 kann das Wort durch Einschub eines -d- aus pūl (Pfuhl) entstanden sein, wie bayr. faudel aus faul. Ähnlich Kluge-Mitzka19 bei Pfuhl. Doch vgl. auch engl. puddle 'Pfuhl'. — Es fällt auf, daß unsere von Pudel gebildeten Mundartformen im Westteil der WPf sowie inselhaft im Gebiet um Bergz bis Land vorherrschen, während die zu PfWB Pfuhl gehörenden Formen in dem großen östlich anschließenden Gebiet herrschend sind. Es hat den Anschein, als seien die Pudel-Formen durch die von Osten eindringenden Puhl-Formen nach und nach zurückgedrängt worden; die Insel um Bergz wäre dann als Reliktgebiet anzusehen. — Südhess. I 1202; RhWB Rhein. VI 1164/65; Saarbr. 158; LothWB Lothr. 70; Bad. I 216 Pfudel; Hess.-Nass. II 624 Pfudel.
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