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 PfWB Wasser-galle (Bd. 6, Sp. 1094)   PfWB Quall(en)1 (Bd. 5, Sp. 300)   RhWB wallen (Bd. 9, Sp. 222) 
  -galle f.: 'nasse Stelle im Acker, in der Wiese; feuchtes Acker-, Wiesenland', -gall [ KU-Kaulb ZW-Battw RO-Dielkch Münchw PS-Erfw Fehrb Gersb FR-Colgst KB-Bischh Harxh Kerzh FR-Kirchh NW-Frankeck Lambr LA-Insh BZ-Albw Bindb], Pl. -galle [vereinzelt]. Der Acker hot e W. [ RO-Dielkch]; zum Grundw. s. PfWB Galle; Syn.: PfWB Pfütsche, PfWB Pfütze 1, PfWB Pfützloch, PfWB Pfützplatz, PfWB Binsenloch, PfWB Binsenplatz, PfWB Placken 3 a, PfWB Platz, PfWB Plätz 2 b γ, PfWB Bodemwasser, PfWB Bruch 2, PfWB Bruchloch, PfWB -placken, -platz, PfWB Brunnen 1 b, PfWB Brunnenpfütze, PfWB Brunnenplatz, PfWB Tal 4, PfWB Dalle 2, PfWB Tatsche 4, PfWB Deich 1 c, PfWB Tiefing, PfWB Torfwiese, PfWB Druckplatz, PfWB Druckwasser, PfWB Eck 2 g, PfWB Galle, PfWB Faulpfütsche, PfWB -wiese, PfWB Gallenboden, -brunnen, -platz 1, PfWB Gaulsstelle, PfWB Hotzelbrunnen, PfWB Kaute 4 b, PfWB Kesselbrunnen, PfWB Lache 1 c, PfWB Lettengalle, PfWB -loch 1 c α, PfWB Lücke 2, PfWB Luse, PfWB Märzengalle, PfWB Moor 1 a, PfWB Moorboden 2, PfWB -loch, PfWB -placken, PfWB Moosplacken, PfWB -wiese, PfWB Morschwiesen, PfWB Mulde 2 b, PfWB Naßarsch, PfWB -galle, PfWB Niederwiese, PfWB Quallen 1 a, PfWB Qualster, PfWB Sappch 2, PfWB Sappchloch, Sauer-, Seetalwiese, PfWB Schlauch 3, PfWB Schleich 1 d, PfWB Schlut 1 b, PfWB Schmerwiese, PfWB Seewiese, PfWB Seifzen, PfWB Sicker, PfWB Sickergalle, PfWB Sickerplatz, PfWB Sohl 1 a α, PfWB Sudel 1 c, PfWB Sudelloch, PfWB Sulch 3, PfWB Sulze 1 b, PfWB Sumpflache, PfWB -loch, PfWB -placken, -platz, -stelle, PfWB Sunner, PfWB Suttcherloch, PfWB Sutterloch, PfWB Sutterplatz, PfWB Wasserarsch 3, PfWB -loch 2, PfWB -sack 4 a, PfWB -schlauch, PfWB -schleich, PfWB -schlut, PfWB -sutter, PfWB Weiher 2, PfWB Woogwiese; Syn. für feuchtes, sumpfiges Gelände allgemein s. PfWB Sumpf 1. a. 1600: Und hat auch in sich ein Wassergall, die man kann zum Vieh und anderem zuweilen genießen; aber solche Gall trocknet bei dürrem Wetter wiederum ein [Vellmann Beforchung des Stiftsgewäldes (Kaislt)]. RhWB Rhein. IX 300; ElsWB Els. I 209. —

 

   Quall(en)1 m., Qualle2 f.:
1.
a. α. 'nasse Stelle in einer Wiese', Quall [ RO-Rehborn BZ-Billh]. In dare Wiss sein Qualle [ RO-Rehborn]; vgl. PfWB Galle2. —
β. 'nasse Stelle des Ackers', Quall [ HB-Höch]; vgl. PfWB Qualster; Syn. s. PfWB Wassergalle. —
b. 'das Hervorquellen von Wasser'; vgl. PfWB Bergqualle. a. 1585-88: Es hat auch an allen ortten trefflich viel Winterquellen, dise, ob sie wol im Winter, unnd Faßnacht tapffer quellen, unndt lauffen, so weret doch ihr quall und gangk lenger nicht, dan umb die Ostern [ZweibrDom. Nr. 90, S. 327]; vgl. PfWB Winterqualle. —
2. 'Aufwallung einer kochenden Flüssigkeit', Quall [KU-Adb Altkch Eschau HB-Seyw IB-Alschb Gersh Heckdh ZW-Battw Bottb Lambsbn RO-Bistschd Obd KL-Hütschhs Reichb Weilb PS-Dahn Geisbg Gersb KB-Kriegsf LU-Böhl NW-Elmst Frankeck LA-Land BZ-Albw Annw Dierb Pleisw], Gen. f. gemeldet aus: [KU-A'glan Haschb/G Hundh Kaulb ZW-Riedbg KL-Hirschhn Ottb PS-Hintwdth KB-Kriegsf Zell FR-Grünstdt O'sülz LA-Wollmh Krämer Gal 170], Gen. m.: [KU-Bedb Zweibr PS-Erfw NW-Freinsh Krämer Gal 170], m. der Qualle [ FR-Albsh NW-Elmst Frankeck Wachh]; Pl. Qualle [ KU-A'glan Bedb RO-Dielkch KB-Bubh Kerzh NW-Niedkch Spey BZ-Dierb Don-Tscherwk]; vgl. PfWB Qualler, PfWB quallen, PfWB quallern; e Q. dun (schlache, mache) 'aufwallen' [ LA-Wollmh, mancherorts]; noch e Q. koche losse [ BZ-Albw, mancherorts]; e Quall driwergehe losse [ KU-Altkch]. 's Wasser hot e Q. gedan [ KU-Kaulb]. Noch en Kwall un es Esse is gut [Wilms Alph. 33]. Loß den Kaffee noch 'n Quall du! [ NW-Freinsh]. De Kaffee soll noch e Q. schlage [ RO-Bistschd]. 's Esse muß noch e paar Qualle dun [ RO-Dielkch]. Du muscht warte, bis

[Bd. 5, Sp. 301]
es (das kochende Wasser) Qualle schlaat [ KB-Bubh]. RA.: Er hat nit solang Ruh wie e Erbs in ere Q., von unruhigen Menschen [KU-Diedk, ähnl. Wilde 52 Hebel 16]. — Spätmhd. qual 'lautes wallendes Aufquellen, emporquellende Wassermenge' ( DWB DWb. VII 2308/09). — Südhess. IV 1129; RhWB Rhein. VI 1280/81; LothWB Lothr. 323; ElsWB Els. II 211.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB wallen -ā-, –a·l.- Verbr. wie Walle schw.: 1. das Feld w., mit der Ackerwalze walzen; w. fohren walzen; de Frucht sieht no dem Ren (Regen) aus wie gewallt.2. -ā-, sich w., sich wälzen Wittl-Binsf. RA.: Wu den Esel sich walt, do bleiwen de Hor leien (liegen) wo Leute ohne Erben zu anderen kommen u. mit anderen verkehren, fliegt später ihr Geld leicht hin ebd.