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 PfWB Wanze (Bd. 6, Sp. 1056)   PfWB Wand-laus (Bd. 6, Sp. 1053)   PfWB Wanze (Bd. 6, Sp. 1056) 
   Wanze f.:
1.
a. 'Bettwanze (Cimex lectularius)', Wanz (wands, wans; -ḁ-) [verbr. VPf mancherorts WPf, Christmann Kaulb 85 Heeger Tiere II 17 Mang 81 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238], bes. in der WPf neben PfWB Wandlaus; Pl. -e [verbr.]; Zs.: PfWB Bett-, PfWB Bettlad-, PfWB Kleider-, PfWB Stinkwanze 1. An dich gehn die Wanze gern, du musch scheint's sieß Blut han [ PS-Erfw]. E Wanz werd iwwer Nacht Urgroßmudder [Pirmas]. Der is wie e W., den bringt mer nit fort 'Den wird man nicht los' [ LU-Opp]. RA.: frech wie e W. [ PS-Saalstdt, mancherorts]. Der macht e Gesicht wie e verbrennt W. [ LU-Oggh Opp]. Die vermehren sich wie die Wanze [ NW-Freinsh]. Der es mer so lieb wie e W. [ WD-Niedkch]. Wann das

[Bd. 6, Sp. 1057]
net gut for Wanze is, do weiß ich net, was besser is, scherzh. Redensart bei Anwendung eines Radikalmittels, auch einem Musikanten in den Mund gelegt, der sein Haus angezündet hatte [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Volksgl.: Wann em e Speckmaus 'Fledermaus' uf der Kopp fliegt, grickt mer Wanse [Fogel Beliefs Penns Nr. 2042]. Schwowe 'Küchenschaben' oder Wanze zu vertreiwe: Binn drei alte Cent un drei Schwowe oder Wanze in en Sack un leg sie uf en Kreizstroß 'Straßenkreuzung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1956]. VR.: Schenne (Schelle) dut net weh, / wer mich schennt (schellt) hot Lais un Fleh. / Leis un Fleh gebt Wanze, / gehn zu dr Elsa danze [ LU-Oggh, in Var. mancherorts]; einen weiteren VR. s. PfWB Schneider 1. —
b. 'an Pflanzen lebende Wanze und sonstige wanzenähnliche Tiere' [mancherorts]; Zs.: PfWB Platt-, PfWB Feld-, PfWB Garten-, PfWB Keller-, PfWB Stink- 2, PfWB Wasserwanze.
2. übertr.
a. 'Person, die beim Kartenspiel den Spielern über die Schultern schaut' [mancherorts], um 1930 bisweilen als Wort der Jüngeren oder Studenten angegeben; vgl. PfWB wanzen 1. —
b. 'schwächliche Person' [ PS-Fehrb]. —
c. 'Reißbrettstift', meist im Pl.: Wanze [mancherorts]. — RhWB Rhein. IX 253; ALA II 208.

 

  -laus f.: 'Bettwanze (Cimex lectularius)', -laus [mancherorts WPf SPf (neben PfWB Wanze) vereinzelt übrige Pf, Heeger Tiere II 17 PfId. 150], -luss [lothr. SWPf]; vgl. PfWB Wändel. RA.: krittlich (neetlich, krätzich) wie e W. 'überempfindlich, reizbar, nörgelnd' [KU-Kaulb, mancherorts, Klein Prov. 226 Hebel 16 Fogel Prov. Penns Nr. 718 Gal-Dornf]; frech wie e W. 'vorwitzig' [Thielen So rerre mer 122]; fix wie e W. 'flink' [ ZW-Battw]; neidisch wie e W. [ KU-Bedb]. Wann des net gut for die Wandlais is, no wääß ich net, was besser is, scherzh. Redensart bei Anwendung eines Radikalmittels, auch einem Musikanten in den Mund gelegt, der sein Haus angezündet hatte [KU-Kaulb Kühn Palz 139]. Volksmittel: Die Bremmebliehe 'Ginsterblüten' vertreiwe die Wandlais [ WD-Niedkch]. RhWB Rhein. IX 240; Lothr. 529; ElsWB Els. I 616, ALA II 208.

 

   Wanze f.:
1.
a. 'Bettwanze (Cimex lectularius)', Wanz (wands, wans; -ḁ-) [verbr. VPf mancherorts WPf, Christmann Kaulb 85 Heeger Tiere II 17 Mang 81 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238], bes. in der WPf neben PfWB Wandlaus; Pl. -e [verbr.]; Zs.: PfWB Bett-, PfWB Bettlad-, PfWB Kleider-, PfWB Stinkwanze 1. An dich gehn die Wanze gern, du musch scheint's sieß Blut han [ PS-Erfw]. E Wanz werd iwwer Nacht Urgroßmudder [Pirmas]. Der is wie e W., den bringt mer nit fort 'Den wird man nicht los' [ LU-Opp]. RA.: frech wie e W. [ PS-Saalstdt, mancherorts]. Der macht e Gesicht wie e verbrennt W. [ LU-Oggh Opp]. Die vermehren sich wie die Wanze [ NW-Freinsh]. Der es mer so lieb wie e W. [ WD-Niedkch]. Wann das

[Bd. 6, Sp. 1057]
net gut for Wanze is, do weiß ich net, was besser is, scherzh. Redensart bei Anwendung eines Radikalmittels, auch einem Musikanten in den Mund gelegt, der sein Haus angezündet hatte [ KU-Schmittw/O, mancherorts]. Volksgl.: Wann em e Speckmaus 'Fledermaus' uf der Kopp fliegt, grickt mer Wanse [Fogel Beliefs Penns Nr. 2042]. Schwowe 'Küchenschaben' oder Wanze zu vertreiwe: Binn drei alte Cent un drei Schwowe oder Wanze in en Sack un leg sie uf en Kreizstroß 'Straßenkreuzung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1956]. VR.: Schenne (Schelle) dut net weh, / wer mich schennt (schellt) hot Lais un Fleh. / Leis un Fleh gebt Wanze, / gehn zu dr Elsa danze [ LU-Oggh, in Var. mancherorts]; einen weiteren VR. s. PfWB Schneider 1. —
b. 'an Pflanzen lebende Wanze und sonstige wanzenähnliche Tiere' [mancherorts]; Zs.: PfWB Platt-, PfWB Feld-, PfWB Garten-, PfWB Keller-, PfWB Stink- 2, PfWB Wasserwanze.
2. übertr.
a. 'Person, die beim Kartenspiel den Spielern über die Schultern schaut' [mancherorts], um 1930 bisweilen als Wort der Jüngeren oder Studenten angegeben; vgl. PfWB wanzen 1. —
b. 'schwächliche Person' [ PS-Fehrb]. —
c. 'Reißbrettstift', meist im Pl.: Wanze [mancherorts]. — RhWB Rhein. IX 253; ALA II 208.