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| PfWB Wandel (Bd. 6, Sp. 1047) | RhWB Wandelung (Bd. 9, Sp. 244) | PfWB Wandlung (Bd. 6, Sp. 1053) | |||||||||||||
1. a. 'Bewegung, reges Hin und Her', Wannel (wanəl) [mancherorts]; häufig nur in der endreimenden Wendung: Hannel und W. 'geschäftiges, reges Tun, wirtschaftliche Prosperität' [mancherorts]. 's geht kää Hannel un W. [ LA-Nd'hochstdt]. In Saarbrick geht Hannel un W. [ ZW-Ernstw]. — b. 'Bewegungsraum, Spiel', Wandel, Wand (sic!), hier vom Fuß, der im Schuh W. haben muß [Bergz (PfId. 149)], Wannel 'Lagerspiel' [BZ-Stein (Ehrhardt 133)]. — c. 'Zugang, Durchgang'; vgl. PfWB Wandlung 3. a. 1759: Die reformierte Gemeindt besitzt ein Kirch Sambt dem derzu gehörigen Wandel und garthen [Bügermeisteramt KL-Reichb Renov. Nr. 11]. 18. Jh.: Durch den Scheuerschopp gehet ein offener 'öffentlicher' Wandel [StArch. KU-Lauteck Güterverz. Nr. 16]. 18. Jh.: oben ... gemeinen gang und wandel, vnt fornen die gaß [StArch. KU-Lauteck Güterverz. Nr. 65]. — 2. a. 'Verhalten, Lebenswandel', Wandel [vereinzelt, Lambert Penns 173]; Zs.: PfWB Lebenswandel. a. 1443: den man mit wandel und wesen bekantent [StArch. Kaislt Liber Sententiarum S. 84]. — b. 'Geschick'. Es isch ke W. in em [PfId. 149/50]. — 3. a. Veränderung, Wechsel, Verwandlung' [vereinzelt]. Aach met de Sprooch sein Unnerschedt un Wandel [Ranssweiler 51]. Die Susan is schee eigschlofe. Sie hot nix fun ihrem Wandel (vom Leben zum Tod) ausgfunne 'gemerkt' [Beam Penns 105]. — b. 'Wiedergutmachung, Ersatz'. Ein Verleumder, Ehrabschneider muß dem fälschlich Beschuldigten wandel, widersprechen 'Widerruf', vnd kharung (mhd. kêrunge 'Wiedererstattung') tun [PfWeist. 441 (KL-Erlb)]. — RhWB Rhein. IX 243; ElsWB Els. II 834.
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| 1. a. 'Veränderung, Wechsel', Wan- [Bd. 6, Sp. 1054] nelung [ FR-Bockh], Wannling [ LA-Wollmh]; Zs.: PfWB Anwandlung. Met dem es e W. vorgang [ FR-Bockh]. — b. 'Tausch'. a. 1305: Dise bede (Bete) han wir vnd dise wandelunge lazen zu gen dorch Herburdes bede willen vnd siner fronde [OttbgUrkb. 266]. — 2. ' Teil der heiligen Messe, bei der Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt werden (Transsubstantiation)', Wannelung [ FR-Bockh], Wandlung, nach dem Schd. [mancherorts]. Alleweil lait's (läutet es) die W. [ FR-Bockh]. Volksgl.: Wanns schlaat unnerm Wandlung laire 'Wenn (am Hochzeitstag) die Turmuhr während des Geläuts zur Wandlung schlägt', do sterbt ball ens vun denne zwää (Eheleuten) [ FR-N'lein]. »In der hl. Christnacht um 12 Uhr soll das Vieh im Stalle mit einander reden und der Menschen Rede verstehen, so daß die Weiber sich nicht dahin getrauen. Beim Einläuten der Mette führen viele Bauern ihr Vieh zur Tränke, auch wird während der hl. Wandlung dasselbe gefüttert« [Schandein Bav. IV,2 377]. — 3. 'Zufahrt, Gang'; vgl. PfWB Wandel 1 c. a. 1770: eine Scheuer und Wandelung vor der Scheuer an der Gaß ... Dieser hat seine offene Wandelung durch Voriger Weberin ihr Hofgering [Lgb. in der Volksschule KU-Obw/T]. — RhWB Rhein. IX 244; Lothr. 529/30; ElsWB Els. II 834.
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