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| PfWB Wams-tasche (Bd. 6, Sp. 1044) | PfWB zwerch (Bd. 6, Sp. 1734) | |||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 6, Sp. 1045] PfWB Schubersack, PfWB Schubsack, PfWB Spitzbubensack, PfWB Sprehesack 2, PfWB Wamssack, PfWB Westensack, -säckel, PfWB -tasche, PfWB Zwerchsack. Rhein. IX 233.
| 1. a. 'quer zur Senkrechten oder Waagrechten, schräg', zwerch (dswęrχ) [verbr. ges. Pf außer nördl. WPf Bertram § 192 Glass 136 Höh 84 Müller Dietschw 43, 74 Walle 33 Krämer Gal 250], zwarch (dswarχ) [ PS-Hintwdth Windsbg LA-Herxh GH-Neubg Wörth], zweerch (dswērχ) [verbr. mittl. WPf vereinzelt übrige Pf Christmann Kaulb 13, 66, 81 Mang 147], zwaarch (dswārχ) [KU-O'staufb], zwerich (dswriχ) [mancherorts nördl. NPf vereinzelt übrige Pf], zwarich (dswāriχ) [ BZ-Dernb GH-Bellh], zwairich (dswairiχ) [ RO-Wintbn], zwersch (dswęr) [ WD-Niedkch], zweersch (dswr) [Kaislt (Schneckenburger 42)]; s. K. 418; Zs.: PfWB kreuz-, PfWB überzwerch 1; das Wort ist gegenüber seltenerem quer in der Mundart häufiger gebraucht. Der Weg geht z. iwwer die Äcker [ BZ-Dernb]. RA.: Iwwer's zwerich Feld gihn 'quer über einen Acker gehen' [ KU-Schmittw/O]. Er leet sich immer zwerch in de Weg, aach wann sich alle annere längs eninlehe [ KU-Trahw]. VR.: Ei wie rumpelts am Sunneberg, Sunneberg, / ei wie rumpelts am Berg; / ei, wie danzt die Bas Lisekätt, Lisekätt, / ei wie danzt sie so zwerch [Bergz (Kamm 111)]. a. 1534: vber den zwerchen wege vor der Medenheymer gassen den man nent den Altrüpper wege [Schandein Weist. von LU-Neuhf]. a. 1547: ziehet der Bann zwerch vber die felder abwendig Hornbacher gericht hin [ZweibrOABannb. 5]. — b. auf besondere Art gewebt (?), z. Zeich 'älterer Tuchstoff' [ FR-Beindh]. — 2. 'ungeschickt, unbeholfen, umständlich', nur subst. e Zwercher [ KU-Haschb/R Theisbgstg RO-Duchr], Zwärrich [Lambert Penns 186]; Zs.: PfWB überzwerch 2. Du Zwercher! [ ZW-Marthh]. — 3. ein Fluchwort. Ja, Dunnerstreech un Zwärrich un Zwidder! [Birmelin Penns [Bd. 6, Sp. 1735] ![]() [Bd. 6, Sp. 1737] Poems 122]. — Mhd. twërch, dwërch 'auf die Seite gerichtet, verkehrt, schräg, quer' ( Lexer Lexer II 1599). zw-Anlaut ist bereits im 14. Jh. belegt, lebt nur noch in obd. und westmd. Mdaa. (Mhd. Gramm. § 106; DWB DWb. XVI 1085). Zum Wechsel im Anlaut tw- zu zw- s. HSwdSA K. 172. In zwerich (dsweriχ) ist -i- Sekundärlaut (Gleitlaut, Sproßvokal) wie in miliχ (s. PfWB Milch). — RhWB Rhein. VI 1328/29 quer, IX 898 zwerch; LothWB Lothr. 563; ElsWB Els. II 927; HFA K. 10.
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