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 PfWB untig (Bd. 6, Sp. 955)   PfWB obig (Bd. 5, Sp. 204)   PfWB ohnig (Bd. 5, Sp. 236) 
   untig Präp.:
1. 'unterhalb, unter', Ggs. PfWB obig, unnich (uniχ) [mancherorts NWPf NPf VPf, PfId. 144 Christmann Kaulb 49 Lambert Penns 157, 158, auch Don Gal Buch]. Greif em u. de Aarme 'unterstütze ihn' [ KU-Ulm]. Er wuhnt u. unserem Haus [ PS-Schindhd]. Gekichert un gelacht hänn se schunn u. de Deer [Kunnrädel 118]. Un hockschd dich u. so en Disch voll Winzer [Räder Bitzler 11]. Er hat sich u. die Eisebahn gelegt 'Selbstmord begangen' [ LA-Diedf]. RA.: Unnich de Hand (Hann) 'beiläufig, nebenbei, gelegentlich' [KU-Obw/T GH-Nd'lustdt, Krämer Gal 223]; u. die Haub kumme 'verheiratet werden' [ FR-Bockh, mancherorts]. Dem wachst 's Gras u. de Fieß, von einem sehr langsam Gehenden [ Gal-Reichenbach]. Des bringt 'n u. de Borrem [Kleeberger 127]. SprW.: Wer sich mischt unnich die Klei, denne fressen die Sai [ Gal-Dornf, mancherorts]. Volksgl.: Wann en Hund unich me Fenschter heilt, bedeit's Unglick [Fogel Beliefs Penns Nr. 442]. Einen VR. s. PfWB Bettelleute. a. 1550: 4 morgen vndig dem alten schloss [Niedhammer 235]. a. 1624: 1 manßmatt wiese Jndig dem Rust [WerschwSchR]. a. 1652: vndig dem großen garten [GgHospR]. a. 1739: Untig der Kirch [SLgb. LA-Burrw 5]. a. 1768: Wingarten untig Bratenstich

[Bd. 6, Sp. 956]
[Kurpf. 884 (RO-Duchr)]. a. 1781: untig dem Galgen [Knapp 72]. —
2. 'zwischen, inmitten' [vereinzelt]; vgl. PfWB zwischig; 's Geld unnich d' Leit bringe [ GH-Nd'lustdt]. De Vatter fährt unnig die Kinner enein 'fährt dazwischen, gebietet Einhalt' [ KL-Neukch]. — Rhein. IX 60, Z. 6 f.

 

   obig Präp.: 'oberhalb', Ggs. PfWB untig, owwich (owiχ) [mancherorts NWPf NPf VPf, PfId. 103 Müller Dietschw 54 Kamm 49 Don-Tscherwk Werb], uwwich [KU-Rothsbg (Mang 152)]; in manchen Orten um 1930 nur noch von alten Leuten gebraucht; vgl. PfWB ober 1; PfWB obwendig. Er wuhnt o. unserm Haus [ PS-Schindhd]. Volksmed.: Windgalle ame Gaul reibt mer mit me Hunnskopp un legt en noh o. die Diir im Geilstall [Fogel Beliefs Penns Nr. 735]. a. 1596: obig dem weg der Ins bruch gehet [WerschwSchR]. a. 1604: das dritte theil obig der Seltenbach [Lgb. 120 259 (FR-Tiefth)]. a. 1658: obig dem schwartz höbel [GdArch. KL-Ottbg Gewannenbuch S. 13]. a. 1723: obig der Brücken [GGA Böbinger Renov.]. a. 1754: obig den Heydenbrünnlein [Kurpf. 165921 (NW-Weidth)]. — Zum Suffix -ig vgl. PfWB aufig, PfWB gegig, PfWB hintig, PfWB nebig, PfWB ohnig, PfWB übig, PfWB untig, PfWB wegig, PfWB widig, PfWB zwischig. Südhess. IV 1050; RhWB Rhein. VI 320.

 

   ohnig Präp.: 'ohne', ohnich (ōniχ) [KU-Ginsw Don-Schowe Torscha Werb Krämer Gal 158], uhnich (ūniχ) [ KU-Kaulb KB-Rüssing], unig [Schandein Ged. 250], unnich [Lambert Penns 157]; zum Suffix -ig vgl. PfWB aufig, PfWB gegig, PfWB hintig, PfWB nebig, PfWB obig, PfWB übig, PfWB untig, PfWB wegig, PfWB widig, PfWB zwischig. Dreieverzig Morje Feld harrer unnerm Plug uhnig die Wisse [PfPr. 6./7. Aug. 1927]. Südhess. IV 1074; DWB DWb. VII 1221/22.