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 PfWB untig (Bd. 6, Sp. 955)   PfWB hintig (Bd. 3, Sp. 1066) 
   untig Präp.:
1. 'unterhalb, unter', Ggs. PfWB obig, unnich (uniχ) [mancherorts NWPf NPf VPf, PfId. 144 Christmann Kaulb 49 Lambert Penns 157, 158, auch Don Gal Buch]. Greif em u. de Aarme 'unterstütze ihn' [ KU-Ulm]. Er wuhnt u. unserem Haus [ PS-Schindhd]. Gekichert un gelacht hänn se schunn u. de Deer [Kunnrädel 118]. Un hockschd dich u. so en Disch voll Winzer [Räder Bitzler 11]. Er hat sich u. die Eisebahn gelegt 'Selbstmord begangen' [ LA-Diedf]. RA.: Unnich de Hand (Hann) 'beiläufig, nebenbei, gelegentlich' [KU-Obw/T GH-Nd'lustdt, Krämer Gal 223]; u. die Haub kumme 'verheiratet werden' [ FR-Bockh, mancherorts]. Dem wachst 's Gras u. de Fieß, von einem sehr langsam Gehenden [ Gal-Reichenbach]. Des bringt 'n u. de Borrem [Kleeberger 127]. SprW.: Wer sich mischt unnich die Klei, denne fressen die Sai [ Gal-Dornf, mancherorts]. Volksgl.: Wann en Hund unich me Fenschter heilt, bedeit's Unglick [Fogel Beliefs Penns Nr. 442]. Einen VR. s. PfWB Bettelleute. a. 1550: 4 morgen vndig dem alten schloss [Niedhammer 235]. a. 1624: 1 manßmatt wiese Jndig dem Rust [WerschwSchR]. a. 1652: vndig dem großen garten [GgHospR]. a. 1739: Untig der Kirch [SLgb. LA-Burrw 5]. a. 1768: Wingarten untig Bratenstich

[Bd. 6, Sp. 956]
[Kurpf. 884 (RO-Duchr)]. a. 1781: untig dem Galgen [Knapp 72]. —
2. 'zwischen, inmitten' [vereinzelt]; vgl. PfWB zwischig; 's Geld unnich d' Leit bringe [ GH-Nd'lustdt]. De Vatter fährt unnig die Kinner enein 'fährt dazwischen, gebietet Einhalt' [ KL-Neukch]. — Rhein. IX 60, Z. 6 f.

 

   hintig: Präp. = PfWB hinter I, hinnich (hiniχ, -i) [mancherorts (zumeist ältere Gener.) Schandein Ged. 239 Beam Penns 53 Don-Werb verbr. Gal], hinnij [ KU-Roth], hennich [mancherorts südl. VPf].
1. mit Dat.; hinnich'm Wald [KL-Gimsb u. Umg.]; h. de Scheiwe ... enausgucke [Sommer So Sache 14]. Die Sunn is h. de Wolke [ ZW-Gr'bundb]. Blumenname: Greedel h. de Heck 'Margerite' [ KL-Fischb]. Er isch hinnich'm [ BZ-Steinf]. Mer sein emol hinnig'm Schoppe gehockt [Kühn Schnitze II 114]. RA.: Er hot's fauschtdick h. de Ohre sitze [GH-Nd'lustdt, verbr. SOPf FR-Bockh, verbr. Gal]. Du besch (bist) noch nit trucke h. de Ohre [BZ-Dierb, NW-Kallstdt verbr. Don Gal Buch]. SprW.: Hinnich de Berje wohnen aach Leit [ KU-Trahw Bechb Diedk Zweibr PS-Saalstdt Gal-Dornf Königsbg]. Zungenbrecher: Hunnert Haase huppse h. Hecke hin un her [PennsDeitsch-Eck 7. 12. 1935]; vgl. den Schnellsprechreim bei Haus 1 a und das Tanzlied bei Tor 1. a. 1762: hintig denen Zeinen (Zäunen) [BrPr. 266, S. 11]. —
2. mit Akk. Er geht h. 's Haus [ KU-A'glan]. RA.: Er reißt 's Maul uf bis h. die Ohre [ RO-Semb, mancherorts]. Ich haa d'r gleich h. die Ohre! [ NW-Dürkh, mancherorts]. Schreib d'r's h. die Ohre! [ FR-Bockh]. Steck der's h. de Spiel (Spiegel)! [ Gal-Dornf]. Volksgl.: Wann de en Kuh kaafscht, muscht de Stock, wu de sie

[Bd. 3, Sp. 1067]
getriwwe hoscht, h. die Kuh stelle; noh kriegt die Kuh 's Heemweh net [Fogel Beliefs Penns Nr. 828]. a. 1742: hintig den Kitten Wingert [SSp., Hochst. Sp. 563 (LA-Altd)]. — Das Suffix -ig auch in PfWB gegig, PfWB nebig, PfWB obig, PfWB ohnig, PfWB übig, PfWB untig, PfWB wegig, PfWB widig, PfWB zwischig. — Südhess. III 585; Rhein. III 662 Z. 3.