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 PfWB Un-kraut (Bd. 6, Sp. 915)   RhWB Unkraut (Bd. 4, Sp. 1431)   PfWB Unglücks-kraut (Bd. 6, Sp. 913) 
  -kraut n.:
1.
a. 'die Kulturpflanzen beeinträchtigende, nicht erwünschte Pflanzen', -kraut [verbr., Wilde 285 Lambert Penns 157 Krämer Gal 223], -krutt [lothr. SWPf, Glass 123], Umkraut [Lambert Penns 157], Pl. -kreider [mancherorts], -kreirer [ WD-Niedkch]; Zs.: PfWB Franzosenunkraut. U.

[Bd. 6, Sp. 916]
roppe 'jäten' [Land]. Mer sieht nix meh vor Gras un U. [ LU-Opp]. Uf gude Äcker wachst es U. aach besser [Krieger 38]. SprW.: U. verderbt (vergeht) net ('s schlaat doppelt aus), auch in übertr. Bed. [Hebel 49 Feierowend 31/1955 7, verbr.]. —
b. 'Tabak', scherzh. [ SP-Heiligst]; vgl. PfWB Schikanenkraut. —
2. übertr.
a. von Menschen 'Nichtsnutz, Taugenichts, ungezogenes Kind' [vereinzelt, Lambert Penns 157 Gal-Dornf]; Syn. s. PfWB Tagedieb. —
b. 'm Deiwel sei Unkraut 'eine große Menge (Vermögen, Zeug, Schulden)' [ KU-Bedb]. — RhWB Rhein. IV 1431/32; LothWB Lothr. 520; ElsWB Els. I 532.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Un- kraut (Pl. sehr selten): 1. wie nhd.; O. usrissen, –roppen, –trecken (s. d. W.); O. mache Simm-Schönb [Synon. Dreck, Ungras, Wust, Rüd]. RA.: De Eərpel (Kartoffeln udgl.) wasse wie O. Rip, Allg. Wo ke O. deiht, do d. och ge Kruck Jül. O. vergeiht net; je länger et steiht, je wenniger et vergeiht wörtl. u. übertr. das Böse stirbt nicht aus, ein lebenslustiger Mensch entrinnt immer der Gefahr, Wahlspruch der Leichtsinnigen, scherzh. zu einem Genesenden

[Bd. 4, Sp. 1432]
Ahr, Allg. U. wäss (wächst) en jedermanns Garde Köln-Stdt. Wer de Acker net baut, dem wächst U. Bernk-Lückenbg. U. verderbt net, et schleht doppelt aus Birkf-Oberst. — Volksgl. Ein noch nicht im Garten gesehenes U. kündet den baldigen Tod des Besitzers an Wippf-Pütz. — Unkrutskresbom Schachtelhalm, equisetum Kref-Oppum. — 2. übertr. dat es O. missratene Kinder, böse Menschen Rip, Allg.

 

  -kraut n.: 'Tabak', scherzh., -kraut [Wilde 237]; vgl. PfWB Schikanenkraut. —