Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB über-tragen (Bd. 6, Sp. 858)   ElsWB übertrageⁿ (Bd. 2, Sp. 744b) 
   über-tragen st.:
1.
a. 'sich durch zu schweres, häufiges Tragen schädigen'. Er hat sich iwwertraa [ KU-Schmittw/O, vereinzelt]. —
b. 'auftragen, überstreichen'. Die Deck werd iwwertraa 'Die Lehm-

[Bd. 6, Sp. 859]
masse wird über den Deckenquerhölzern aufgetragen', veralt. [ KU-Bedb LU-Friesh]. Die Wiss werd i. 'Die Wiese wird durch Auftragen einer dünnen Schicht guter Erde gedüngt [ FR-Tiefth]. —
c. 'weitergeben, von einem zum andern übergehen', iwwertraa(e), -traache [mancherorts]. Die Kranket werd dorch die Radde i. [ KL-Ottb]. Er kriet Blut i. (Bluttransfusion) [ PS-Erfw]. —
2. übertr.
a. 'eine Aufgabe, ein Amt übergeben' [mancherorts]. Er horrem die Bauufsicht i. [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'einen Übertrag machen (Buchhaltung)' [vereinzelt]. —
c. 'einen Vermögenswert, ein Recht auf einen anderen übertragen' [mancherorts]. Sie hunnem de Hof i. [ RO-O'mosch]. —
3. in der Wend. Es iwwerträät 'Der Wind geht darüber hinweg, es ist windgeschützt' [ KU-Bedb Schmittw/O KL-Weilb]. Im Dal iwwertreet's 'Im Tal spürt man den Wind nicht' [ KU-Schmittw/O]. — RhWB Rhein. IX 22; ElsWB Els. II 744. —

 

  PfWB  RhWB übertrageⁿ 1. refl. zu viel, zu schwer tragen, sich dadurch schaden. Er het sich üwertreit Su. Ër het sich emol üwertraujeⁿ an eime Stumpeⁿ Weiseⁿ, un sider kann r nix Schwërs meʰʳ lipfeⁿ Ingenh. 2. tr. erschleppen. Dis is doch z vil, iʰ kaⁿⁿ s nit üwertrageⁿ! Geberschw. Bayer. 656.