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| PfWB surren (Bd. 6, Sp. 821) | PfWB greinen (Bd. 3, Sp. 427) | PfWB schnipseln (Bd. 5, Sp. 1339) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'einen surrenden, schwirrenden, schnarrenden, rasselnden Ton von sich geben', surre [mancherorts, Journ. 1787 216 Krämer Gal 211], sorre [Pirmas (Kieffer 65)], sarre [ HB-Kirrbg]; vgl. PfWB brummen, PfWB säuseln, PfWB sausen 1, PfWB sirren, PfWB Ohrensurren. De Moscht surrt, vom Geräusch des gärenden Mostes [ NW-Mußb]. Die Därm surren [ FR-Beindh]. Mer freet sich schun uffs warme Stibbche, / wann's Feier so im Offe sorrt [Hartmann Teemaschin 29]. RA.: Mer männt, dem deet's owe s. 'Er scheint verrückt zu sein' [ PS-Th'eischw]. — b. 'weinen' von Kindern, surre [NW-Esth Geinsh Gönnh Rödh SP-Dudhf LA-Herxh Herxhwey GH-Weingt Bertram § 320], sorre [GH-Nd'lustdt Bertram § 320]; vgl. PfWB surbeln; Syn. s. PfWB greinen 1 a. — 2. a. 'schnell laufen, rennen', surre [mancherorts, Kühn Hamet 138 Glass 116 Otterstetter 211 Krämer Gal 211 Don-Schowe Torscha], sorre [Land]; vgl. PfWB Gesurrs 2; Zs.: PfWB ab-, PfWB fort-, PfWB herum-, PfWB hinsurren; Syn. s. PfWB laufen 1 a, PfWB springen 2. Loß ne s.! 'Laß ihn sausen!' [PS-Rodalb (Bernhard 172)]. Er will hinnich die Scheier, awwer dort kummt grad 's Pederche mid'm Kathche gesurrt [JKurpf. 1957 78]. — b. 'in sausender Fahrt, Drehung sein' [mancherorts, Höh 131]; vgl. PfWB Gesurrs 1. 's Rädche surrt [Krämer Gal 211]. Ich maan graad, 's dät mer e Rädche im Kopp s., bei Schädelbrummen [ KU-Kaulb]. — 3. 'ver- [Bd. 6, Sp. 822] hauen, verprügeln', sorre [ WD-Hoof]; Syn. s. PfWB verhauen. — RhWB Rhein. VIII 1007; LothWB Lothr. 514; ElsWB Els. II 372/ 73.
| 1. a. 'weinen', greine (grainə) [SOPf mancherorts übrige Pfalz verbr. Don Gal Buch], (grḁinə, grǫinə) [mittl. u. nördl. VPf östl NPf vereinzelt übrige VPf, vgl. Bertram § 91], grine (-ī-) [lothr. SWPf PfId. 58], zur Verbr. s. [Bd. 3, Sp. 428] K. 167. Zs.: PfWB aus-, PfWB vergreinen. Syn.: PfWB angeln1 6, PfWB bäksen, PfWB bläksen 2, PfWB brüllen 2, PfWB piensen, PfWB plärren 2 a, PfWB flennen, PfWB grinsen 2, PfWB heulen, PfWB kreischen, PfWB maunzen, PfWB schnipsen, PfWB surbeln, PfWB surren, PfWB weinen, PfWB wimmern. Das Kind geht g. [PfId. 50], dut bitterlich g. [ NW-Kallstdt], hot so arich gegreint [verbr. Gal], greint sich die Aage rot [ NW-Frankeck], greint sich die Aage vor de Kopp [ ZW-Battw]. Er greint Aaewasser 'Tränen' [ KB-Weihf]. Sie greint un kriegt kän Aagewasser [ LU-Alsh]. Sie greinen Rotz un Wasser [ Gal-Dornf]. Groin doch net de ganze Dag! [ LU-Opp]. Ich bin so glicklich, ich kennt grad g. [Münch Höll. u. Himmf. 62]. RA.: Die lachen, wie die Speyerer greinen [ LU-Neuhf [Bd. 3, Sp. 429] Oggh NW-Erph Kaislt]. Die hot 's Lache un 's Greine in eem Sack [ LU-Muttstdt], in eem Säkkelche [Kaislt verbr. Don Gal Buch]. Do kennt mer g. un weit fortlaafe [ KB-Bischh]. Kumm, grein net, ich binn der aach e Schlopp in de Zopp, scherzh. Trost für ein weinendes Kind [ Gal-Dornf]. SprW.: Wammer de Kinner de Wille dut, greinen se net [verbr. NPf LU-Muttstdt Don-Alexanderhs verbr. Gal Buch Rußl-Worms]. Als gegreint! Was de greinscht, brauchscht net se brunze [ SP-Schiffstdt]. Wann die Engel reisen, greint de Himmel [ FR-Bockh]. BR.: Die Sunn, die morjens so frih lacht, sieht mer am Middag g. [ GH-Vollmw]. Das Rätsel von der Zwiebel s. PfWB ausziehen 1 a. VR.: Die Sunn scheint, de Paff greint, de Miller leit em Lare (Laden); wann mein Mudder Budder steeßt, krie ich aa e Flare (Fladen) [ KB-Bennhs]; Var. s. PfWB Sonne. — b. 'klagen' [PfId. 56 PfL 27.11.1922]. Syn.: PfWB anstellen 6, PfWB papern 2, PfWB brummeln 1 b, PfWB grammeln1 2, PfWB greinern, PfWB jammern, PfWB jängern, PfWB kräcksen, PfWB lamentieren, PfWB nängern, PfWB nörgeln, PfWB stöhnen. — c. 'heulen', vom Hund [ LU-Alsh NW-Geinsh]. Volksgl.: Wann der Hund greint, sterbt ball jemand [ NW-Geinsh]. — 2. a. Die Rewe greine, von der Saftabsonderung beim Rebenschnitt [ KB-Zell]. — b. Die Grumbeere greine, wenn sie wässerig sind [KL-Landstl]. — Südhess. II 1456 ff.; RhWB Rhein. II 1383/84; LothWB Lothr. 216 grinen; ElsWB Els. I 275; Bad. II 468.
| 1. 'mit einer Schere oder einem Messer etwas (Papier, Stoff) in kleine Stückchen schneiden, von etwas (Brot, Wurst) kleine Stücke abschneiden', schnips(e)le (nibsələ, nibslə) [PS-Rodalb (Bernhard 165) LU-Friesh BZ-Dernb, Karch Gimmdg/Muttstdt 241 Lambert Penns 138 Gal-Obl]; Part. Perf. g(e)schnipselt (gənibsəld, gnibsəld) [vereinzelt, Lambert Penns 138]; Zs.: PfWB ver-, PfWB herumschnipseln. — 2. 'unecht weinen', wenn ein Kind trotzt und dabei so tut, als ob es weine, schnipsele [ KL-U'sulzb]; vgl. PfWB schnipsen 1a; Syn. s. PfWB greinen 1 a. — RhWB Rhein. VII 1626 schnippseln.
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