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 PfWB sudeln (Bd. 6, Sp. 802)   PfWB be-sabeln (Bd. 1, Sp. 717)   PfWB be-seibeln (Bd. 1, Sp. 724) 
   sudeln schw.:
1.
a. 'mit den Händen in Flüssigkeiten hantieren, im Wasser planschen, im Wasser spielen', suddele (sudələ) [mancherorts SOPf NOPf, vereinzelt übrige Pf], suddle (sudlə) [mancherorts VPf vereinzelt übrige Pf, Heeger Südostpf. 16 Otterstetter 61 Lambert Penns 151 Krämer Gal 211], surrele, surrle (surələ, surrlə) [verbr. WPf mancherorts VPf, Mang 150], sulle (sulə) [ RO-Dielkch KB-Biedh Harxh Orb PS-Gersb Hintwdth BZ-Albw Dierb], sullele [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Gesudels 1 a; Zs.: PfWB herumsudeln. Mir hon als Kenn 's allerliebscht om Wasserstään s. wille [IB-Ensh (Glass 115)]. —
b. 'waschen' [Klein Prov. 189 Schandein Ged. 32]. Do bin ich an die Wäschbach kumm / Paar Hemmercher ze surr'le [Schandein Ged. 32]. —
c. 'Flüssigkeiten verschütten oder verspritzen' [ LA-Gommh BZ-Dernb]; vgl. PfWB verschlappern, PfWB labbern1. —
d. 'im Schlamm, Schmutz wühlen', [ZW-Hornb Christmann Kaulb 83]. Un suddl mer jo nid im Drägg rum! [Braun Lääsebuuch II 246]. —
2. 'sich mit Matsch, Breiigem oder Flüssigkeiten beschmutzen; besudeln' [mancherorts]; vgl. PfWB besabeln 2, PfWB beseibeln 1 a, PfWB verbabern 1, -dabern1 1 a, -geifern, -hampeln, -harzen, -horen, -knastern, -knustern, -knutschen 2 b, -pappen, -schlabbern 1 b, -schnudeln 1 a, -seibeln 1, -seifern, -wutzeln, PfWB gnuseln, PfWB mooren, PfWB sauen 1, PfWB seibeln 1, PfWB schnudeln 2 d und e, wutzen; Zs.: PfWB versudeln. —
3. 'unsauber, schlecht, flüchtig arbeiten' [ KU-Schmittw/O ZW-Ixh RO-Obd LA-Nußd BZ-Dernb]; vgl. PfWB Gesudels 2; Zs.: PfWB anesudeln; Syn. s. PfWB schnudeln 1. —
4.
a. 'fein (und anhaltend) regnen' [mancherorts NPf IB-Aßw Wolfh ZW-L'wied LU-Alsh Böhl NW-Bobh Kallstdt SP-Dudhf Don-Lenauheim Liebl]; vgl. PfWB suseln2; Syn. s. PfWB rieseln 2. 's Werrer suddelt [ LU-Alsh]. —
b. 'gleichzeitig regnen und schneien' [mancherorts VPf (Bertram § 295)]; vgl. PfWB bofitzeln, PfWB bowetteln, PfWB duseln 2 b, fabitzeln, gangwedeln, gogun-

[Bd. 6, Sp. 803]
keln, gowetteln, grießeln, owehzeln, sauen 4, PfWB seibern 2 b, PfWB stiebeln 2, PfWB stieben 1 b. —
c. 'auftauen', vom Boden [Spey]; Syn. s. PfWB auftauen 1. — Mhd. sudelen 'beschmutzen, hinschmieren, schlecht arbeiten' ( Lexer Lexer II 1286). — RhWB Rhein. VIII 979/80; LothWB Lothr. 512; ElsWB Els. II 328; Kluge-Seebold22 713.

 

  be-sabeln schw.: sich b.
1. = sich betrinken (vgl. PfWB beseibeln), besawele [KU-Schmittw/O Kaulb IB-Ballw Weckling ZW-Gr'steinhs L'wied RO-Obd Semb KL-Kindsb Ottbg Stelzbg PS-H'einöd NW-Haardt Speybn LA-Venn Schandein Ged. 247 Wilde 263]. —
2. 'sich beschmutzen', bes. von kleinen Kindern [KU-Schmittw/O Kaulb RO-Obd KL-Ottbg Kühn Hamet 98]. — In Bed. 1 geht das Grundw. wohl auf frz. sabler (un verre de vin) '(ein Glas Wein) hinunterstürzen' zurück; vgl. RhWB Rhein. VII 660. Bed. 2 ist wegen der Lautähnlichkeit von beseibeln 1 übernommen. — Saarbr. 24; LothWB Lothr. 37 besabbelen; ElsWB Els. II 317 besabelt.

 

   be-seibeln schw.:
1.
a. gegenst. sich b. 'sich mit Unrat beschmutzen', besäwele (bəswələ) [KU-Kaulb RO-Als Mannw SOPf (Heegers Nachlaß)]. —
b. übertr. einen b. 'betrügen', vgl. PfWB bescheißen, besäwele [ KL-Morb]. —
2. sich b. = PfWB betrinken. Er hot sich besäwelt [ KB-Bennhs LA-Venn]. a. 1792: besäbelt 'berauscht' [Klein Prov. 45]. — In Bed. 1 liegt jidd. sewel 'Mist, Kot' zugrunde, vgl. Wolf Nr. 5299, Althaus 120 besefeln; Bed. 2 beruht auf Übernahme von besabeln 1. — RhWB Rhein. VIII 30 beseibeln; Nass. 71 besäbeln, besebeln; Hess.-Nass. III 4 säbeln2.