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| PfWB Stütze (Bd. 6, Sp. 791) | PfWB Stritze (Bd. 6, Sp. 712) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'Holzstange zum Abstützen', z. B. für einen fruchtbeladenen Ast, eine Zimmerdecke, ein Wäscheseil, Stitz (dids) [mancherorts, Karch Gimmdg/Muttstdt 52 Schmitt Billh. 110]; Pl. Stitze (didsə) [vereinzelt]; vgl. PfWB Steipe 1, PfWB Strebe 1; Zs.: PfWB Baum-, PfWB Brunnen-, PfWB Obst-, PfWB Ofenstütze. An de Stitze loßt mer owwe e Gawwel stihn [ KU-Schmittw/O]. Än Planz soll ich mit Stitze stitze [Kraus Arwed 24]. RA.: Stitzelcher (Dim. Pl.) unner die Aagedeckel stelle, sagt man, wenn vor Müdigkeit die Augen zufallen [ NW-Wachh]. Er hat Äinser met Stitze 'die Note Vier in römischen Ziffern: IV', iron. in der Schülerspr. um 1900 - 1930 [ WD-Niedkch Kaislt LU-Böhl Friesh]. De Kopp leiht in de Stitze, wenn man sich mit den Armen aufstützt und den Kopf darauflegt [ HB-Kirrbg]. Wer e Hinnere hat, findt a e St. [Zweibr]. SprW.: Mer muß in de Juchend de Stecke zu re St. im Alder schneire [ BZ-Dierb]. — b. 'Stelze', als Kinderspielzeug; uf Stitze laafe [ KU-Mühlb ZW-Bechhf Dietriching Marthh Riedbg RO-Hochst PS-Herschbg]; vgl. PfWB Stelze 1, PfWB Stützel. — c. 'Holzstab, mit dem Kinder auf dem Eis den Schlitten antreiben' [Bertram § 304]; vgl. PfWB Stachel 4; Zs.: PfWB Eisstütze. — d. 'Stützvorrichtung an Heuwagen, Schubkarre, Pflug' [ KU-Bledb KB-Mauchh NW-Frankeck]; Zs.: PfWB Deichsel-, Galgen-, PfWB Leiter-, PfWB Leuchsen-, Reh-, PfWB Riesterstütze(n). — 2. a. 'ein kannenähnliches Gefäß mit Handgriff und Ausgießer', meist bei der Kellerarbeit benutzt für Wein, Branntwein, Wasser; ältere aus Holz mit Metallreifen, neuere aus Kupfer oder Aluminium; s. Abb. 97; faßt in der Regel zwischen 10 und 15 Liter [allg., Klein Prov. 180 PfId. 137 PfRSch. 9. 9. 1926 Schandein Bav. IV,2 399 Schandein Sprachsch. 70 Schmitt Billh. 109, 182 Thielen 107 Lambert Penns 144 Krämer Gal 211]; Dim. Stitzche (didsχə) [ KB-Orb]; genauere Maßangaben in Liter: 2 [ LU-Dannstdt], 3-5 [ KL-Steinwd], 5 [ GH-Rh'zab], 6 [ LU-Opp], 8 [ BZ-Dernb], 10 [verbr.], 12 [ NW-Hardbg Wachh BZ-Dernb], 15 [ZW-L'wied KL-Fischb H'spey BZ-Dernb Schmitt Billh. 109], 20 [FR-Bockh Feierowend 10/1958], 25 [ LA-Herxh BZ-Nd'ottb GH-Schwegh]; Zs.: PfWB Bier-, PfWB Kohlen-, PfWB Korb-, PfWB Küfer-, PfWB Wasser-, PfWB Weinstütze; e St. voll Grumbeere [ KL-Siegb], die Schnut an die Stütz zu hänge [JKurpf. 1927 75]. Hol mol e St. Wasser! [Krämer Gal 211]. Liewer drei Stitze voll Hausdrunk als noch emool ää Maul voll vun dem do! [PfRSch. 27. 1. 1927]. RA.: e St. Kaffee getrunk 'viel Kaffee getrunken' [ KL-Olsbr]. Der säift e St. voll [Bd. 6, Sp. 792] ![]() b. 'gleichmäßig weites Steingutgefäß zum Einmachen von Gurken, Bohnen, Kraut, Obst' [ RO-Imsw FR-Carlsbg Tiefth]; vgl. PfWB Ständer. — c. 'ein Rükkentragegefäß' [ KL-Erfb Reichb], in der Essigsiederei verwendet [ KL-Erfb]. — d. 'ein kleiner irdener Topf' [ KU-Nußb Reipkch]. — e. 'ein Gefäß zur Käsebereitung, das die Molke ablaufen läßt' [ PS-Ruhbk]. — f. 'ein Krug, aus dem man trinkt' [ RO-Gehrw Nd'mosch LU-Dannstdt]. — g. 'eine große, bauchige Kaffeetasse', meist im nahen Elsaß gekauft [ PS-Petbch]. — h. 'die Wasserspritze' [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Stritze 1 a. — 3. 'röhrenförmiger Männerhut', Stitz [Lambert Penns 144]; vgl. PfWB Halbstutz, PfWB Stoß 6, PfWB Stützenhut. Die draagt dir 'n sonderbarer Hut / Des war en rechter Stitz [Birmelin Penns Poems 120]. — 4. übertr. a. 'moralische Ünterstützung, Beistand'; e St. an seine Kinn han [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]. Awwer an meime alde Großvadder hab ich trotzdem noch e St. g'hat [ LA-Gommh]. An de Gemēneschöfferät horrer an dr Regel gar ke Stütz an dem Betreff [Westrich (PfId. 182)]. — b. 'ein Dienstmädchen, Haushaltshilfe' [KU-Bedb ZW-Battw RO-Dielkch KB-Kriegsf LU-Oggh Opp NW-Deidh LA-Gommh Land GH-Kand]. Die geht fort als St. [ LA-Gommh]. — Zu Bed. 2 vgl. mhd. stutze 'Gefäß von Böttcherarbeit' ( Lexer Lexer II 1282). — RhWB Rhein. VIII 967/68; ElsWB Els. II 621.
| 1. a. 'Wasserspritze', Stritz (drids) [LA-Venn, Lambert Penns 145]; Zs.: Feuer-, Wasserstritze. — b. 'Brause der Gießkanne' [ ZW-O'aub]; Syn. s. PfWB Zotte. — c. 'Wurstmaschine des Metzgers' [ Gal-Josbg]. — d. 'Spritze zum Herstellen oder Verzieren von Gebäck, Konditorspritze' [ BZ-Dierb]. — 2. a. 'junges Mädchen', scherzh., abschätzig [Thielen 108 Krämer Gal 210]. — b. 'Diebin' [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB stritzen 3. — 3. ein Gebäck. »In einer echten Haushaltung sind wenigstens drei Waffeleisen zu treffen. Desgleichen die Strauben oder Stritzen, in Tellerform und von der Dicke eines Fingers« [Schandein Bav. IV,2 415]. — RhWB Rhein. VIII 849; LothWB Lothr. 507; ElsWB Els. II 637 Strütz.
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