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| PfWB stupfen (Bd. 6, Sp. 777) | PfWB stoßen (Bd. 6, Sp. 648) | DWB stumpfieren (Bd. 20, Sp. 472) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
1. a. 'stoßen, jemanden (mehrmals) leicht mit Hand, Ellenbogen, Hörnern anstoßen', stuppe (dubə) [verbr. ges. Pf, Bayer Hackm. 69 Bernhard 157 Christmann Kaulb 19, 61 Glass 100 Hussong Kirkel 148 Klein Prov. 180 Kühn Hamet 137 Mang 108 Müller Dietschw 64 Schandein Ged. 250 Lambert Penns 145 Fogel Prov. Penns Nr. 31 Albrecht 123 Don-Schowe Torscha], stoppe (dobə) [ KL-Reichb], stippe (dibə) [LA-Venn SOPf (Heeger Nachl.)], stupfe (dubfə) [ GH-Neubg]; Part. Perf. g(e)stuppt (gədubd, gdubd) [vereinzelt], gestupft (gədubfd) [ GH-Neubg], stuupt [Danner Penns 75]; Zs.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB daran-, PfWB darauf-, PfWB ver-, PfWB herum-, PfWB herum-, PfWB hinaus-, PfWB hinstupfen; vgl. PfWB bumpsen 2 a, PfWB strupfen 2 f. Stupp mich net! [ RO-Obd]. Er hot mich g'stuppt [ BZ-Dernb]. Stupp norre noch lang, do kannscht ebbes erläwe [ NW-Gimmdg]. Ma stoßt un stuppt sich, / verschlaht un knuppt sich [Kraus Pat 8]. Wenn zwää sich stuppen, solang bis ... [Siebenlist 44]. Unne stuppe hilft do nix [Ney 180]. RA.: jemand st. 'jemandem einen Anstoß geben, jemanden an etwas erinnern' [Bergz (Kamm 64) GH-Schwegh]. Den muß mer allegebott st. 'Er vergißt schnell' [ GH-Schwegh]. Aagebore wie'm Kalb 's St. 'Das ist ihm angeboren' [Fogel Prov. Penns Nr. 31]. — b. 'heimtückisch stoßen, anrempeln' [ RO-Gundw Spey]. — c. 'schlagen, verhauen' [ FR-Ebertsh Spey]; Syn. PfWB verhauen 1. — d. 'in eine bestimmte Richtung stoßen'. Stiefkinner werre aus [Bd. 6, Sp. 778] ääm Eckelche ins annere g'stuppt [ KU-A'glan]. Ma werd noch diefer in sei Pein gestuppt [Kraus Naube 33]. Ich stubb die Dejwelsgej off s'Trottwa [Kraus Pat 43]. Stubb nit mei Hand redour! [Kraus Putscheblum 46]. — e. 'beim Klickerschuß mit der Hand zu nahe an die Setzklicker herankommen, mit dem Finger statt mit dem Schießklicker stoßen' [ KU-Sand KL-Mehlb]; vgl. PfWB stupfeln 1 b; Syn. s. PfWB schnellern 2 a. — 2. a. 'stechen'; Brot werd gestuppt 'mit spitzem Holz in den Brot- oder Kuchenteig stechen, damit er beim Backen keine Blasen wirft' [ RO-Als LU-Friesh Opp]; vgl. PfWB stupfeln 2. — b. 'beim Tabakeinnähen die Nadel verkehrt, d. h. die Spitze von sich gewendet, halten'. Der stuppt wirrer [ LU-Neuhf]. — 3. übertr. a. 'provozieren, reizen, aufstacheln' [ SP-W'see Spey GH-Neubg]; Zs.: PfWB auf-, PfWB verstupfen; Syn. s. PfWB nekken. Ää had mich ... mid dänne alde G'schichde g'schdubbd [Braun Lääsebuuch II 229]. Er hot so lang an em g'stippt, bis er'm de Wille geduun hat [ LA-Venn]. RA.: Der Tropp kann nit annerscht, er muß iwweraal rihre un st. 'Er ist ein Aufrührer' [ PS-Erfw]. Den hot der Deiwel g'stuppt 'Er folgt bösen Eingebungen' [ BZ-Dernb]. »Gar nicht selten ist es, daß der Teufel eine(n) g'stupft oder geritte(n) hot etwas zu tun, was er später sehr zu bereuen hatte« [Ph. Gimmel in: Der Wasgau-Bote 13/1934]. — b. 'zurechtweisen, tadeln' [ RO-Messbhf]. Se dun 's bestännich duppe un stuppe 'Sie tadeln es, das Kind, andauernd' [ KL-Hirschhn]. — c. 'schwänzen, blaumachen' [IB-Ommh Hussong Kirkel 148]; vgl. PfWB schwänzen 3; die Schul mol st. [Kraus Allseiläbdah 57]. Heid hänn isch emoo geschdubbd [Hussong Kirkel 148]. Wennde beiij demmsäll nurre ääni Schichd st. dusch, krische schunn die Fläbbe 'Kündigungspapiere' [IB-Ensh (Glass 55)]. — d. 'eifrig lernen' [mancherorts ges. Pf, Höh 135]; vorwiegend gebraucht von ehemaligen Soldaten [Höh 135]; Syn. s. PfWB lernen 1, PfWB ochsen. — Mhd. stüpfen, stupfen 'stechend stoßen, stacheln, antreiben' ( Lexer Lexer II 1274). — RhWB Rhein. VIII 946/47, LothWB Lothr. 510 stuppen; ElsWB Els. II 609; Kluge-Seebold22 711.
| 1. a. 'schnell, heftig an etwas anprallen, anstoßen', stoße (dōsə) [allg., Christmann Kaulb 18 Mang 123 Müller Dietschw 63 Schneckenburger 26 Lambert Penns 144 Krämer Gal 208], stouße (dousə) [mancherorts südl. VPf, Höh 56], stoiße (doisə) [ PS-Bruchw/Bärb], stauße (dausə) [LA-Frankw Herxh Herxhwey BZ-Bindb GH-Hay Leimh Hussong Kirkel 147], stuße (dūsə) [ HB-Webh RO-Duchr/O'hs Rehbn]; Part. Perf. gestoß (gədōs) [verbr. WPf], g(e)stoße (gədōsə, gdōsə) [verbr. VPf], gestouße (gədousə) [LA-Impfl], gestoßt (gədōsd) [ KU-Quirnb]; vgl. PfWB stumpen 1, PfWB stumpieren 1, PfWB stupfeln2 1, PfWB stupfen 1 a; Zs.: PfWB ab-, PfWB an-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB darauf-, davon-, PfWB durch-, PfWB ein-, PfWB ver-, PfWB vor-, PfWB herab-, PfWB heraus-, PfWB herüber-, PfWB herum-, PfWB herunter-, PfWB hinaus-, PfWB hinein-, PfWB hin-, PfWB hinüber-, PfWB hinunter-, PfWB rein-, PfWB um-, PfWB weg-, PfWB wider-, PfWB zusammenstoßen; sich st. 'sich durch Anstoßen wehtun' [mancherorts]; in die Rippe st. [ NW-Kallstdt]; sich wirrer's Jurreknechelche 'Ellenbogenknochen' st. [ NW-Frankeck]. Baß doch uf, du kannscht mer jo ins Au st.! [ KL-Reichb, mancherorts]. Du hascht dich geheerich gestoß, mach glei kalt Wasser druf! [ KL-Reichb]. Der hott derlescht die Krenk mit Stoße, / Ke Mensch im Dorf getraut em meh [Firmenich III 244]. RA.: sich an ebbes st. 'sich [Bd. 6, Sp. 649] an etwas stören, Anstoß daran nehmen' [vereinzelt]. An noch aam hann eich mich gestoß: / mr spricht so aardlich dart [Christmann Grummet 34]. Mer wollen uns net lang st. 'Wir wollen rasch aufbrechen' [ LU-Friesh]. Der hot sich gestoße, do, wu's de Jud net leire kann 'am Ellenbogenknochen' [ BZ-Dernb]. Do der (täte) ich mer liewer 's Maul uf e Stän stoße als wie so veel Geld ausgewwe [ KU-A'glan]. Der Wind stoßt (steßt) sich 'Der Wind fängt sich an einem Hindernis, hört plötzlich auf' [vereinzelt ges. Pf]. Die Gewitter stoße sich [ KU-Diedk]. Der Wei hat sich g'stoße 'ist trüb geworden' [LA-Nußd, RO-Feilbg KB-Boland FR-Albsh Quirnh LA-Frankw Impfl BZ-Albw Heuchh]. VR.: Witt en Appel? Stouß dein Kopp werrer d'Staffel! / Witt e Beer? Stouß dein Kopp werrer d'Deer! [LA-Essing, Wilde 23]; Fortsetzung s. PfWB Birne 1 a. — b. 'mit den Hörnern stoßen', von Rindvieh, Ziegen, Böcken [mancherorts]; vgl. PfWB bumpen 2 c. Sie stoßt gäärn [ ZW-Gr'bundb]. RA.: Er stoßt wie en Ochs [ BZ-Hermbghf]. Es steßt sich selte e Bock (Ochs) elän 'Zum Streiten gehören zwei' [KU-A'glan, Hussong Kirkel 147]. Bleib deheem, dann steeßt dich ach kee Bock, Ermahnung an junge Mädchen [Land]. Den hat der Bock g'stoße 'hat einen Bierrausch' [ BZ-Dernb]. Rätsel vom Sägebock: Eich hun e Bock, der stoßt net un schmeißt net un scheißt net [ KU-Reiffb]. — c. 'jemandem einen gezielten Hieb versetzen' [vereinzelt]; vgl. PfWB bumpen 2 c; Syn. s. PfWB ohrfeigen, PfWB verhauen 1. Er hot's Vieh gestoßt 'mit Schlägen gepeinigt' [ KU-Quirnb]. RA.: jemand vor de Kopp st. 'jemanden enttäuschen, erzürnen' [verbr.]. Ich hanem ans Unnermaul g'stoß 'Kinnhaken gegeben' [ KL-Fischb], an de Bart [ KB-Zell FR-Mörsch]. Ich hunsem emol unner die Nas gestoß 'es ihm deutlich gemacht' [RO-Sippf]. Mer määnt, der wollt ääm st., von einem Menschen mit stark gewölbter Stirne [ KU-Herschw/Petth]. Der macht e Kopp, mer mant, er wullt am stuße [ RO-Rehborn]. Stoß einem Ochs vor's Horn! 'Alles ist umsonst' [ BZ-Klingmst]. a. 1568: Der Jakob Ransweiler hat oberhalb der Scherbrück einen Hecht gestoßen, wofür er in den Bock gespannt und noch drei Tage in den Turm gesperrt worden ist [Küchler 23]. — d. 'holpernd und stoßend fahren'. De Wage stoußt im unebene Glääs 'Gleis' [ BZ-Dernb]. — 2. a. 'die Haut durchwachsen', vom Barthaar [ KL-Fischb]. Die Bursche sin stolz, wann de Bort stoßt [ KL-Fischb]. — b. 'stoßartig hervorkommen'. Das Blut steßt [ KB-Kriegsf]. — c. 'Atem ausstoßen, blasen', nur in der RA.: ens Horn st. 'das Horn (Trompete) blasen' [vereinzelt]; ens selwe Horn st. 'derselben Meinung sein' [vereinzelt]. Ach, wann ich 's nor erreiche kennt: / Emol ins Hernche stoße! [Ranssweiler 18]. BR.: April trucke un warem - macht de Bauer an Hoffnung arem; wann de April stoßt in sein Horn, steht es gut um Hei un Korn [ FR-Bockh]. — d. 'aufbrechen', von Knospen [ BZ-Schweig]. — e. 'mit der Schnauze aus der Erde kommen', vom Maulwurf [ PS-Geisbg]. De Molltruff (Mauerwulf) steßt [Bd. 6, Sp. 650] [ KU-Schmittw/O, KU-Kaulb WD-Niedkch ZW-Battw RO-Als KB-Rams LU-Friesh LA-Maik]. BR.: Wenn der Maulwurf frisch stößt, gibt es Regen [ PS-Geisbg]. Volksgl.: Dem stoßt de Wühler auch schon unter de Bettlad, lang macht der nimmi mit 'Er wird auch bald sterben' [Sunndag 14. 9. 1958]. — f. 'ausschwärmen, ausfliegen', vom Bienenvolk [ZW-A'hornb LA-Impfl Mörzh Venn BZ-Klingmst Bergz, Heeger Tiere II 15 PfId. 137]. Der Imm stoßt [ BZ-Klingmst]. — g. 'im Sturzflug ein Beutetier schlagen', vom Greifvogel [ KU-A'glan]; vgl. PfWB Stößer 1. — 3. rasch wiederholtes Stoßen. a. 'mit einem Stößer Rahm buttern', Budder st. im Budderfaß [verbr., PfId. 28 Gal-Bagbg]; vgl. PfWB leiern 1 c. Ich hab Budder g'stoße [ LU-Alsh]. Will man Butter stoßen, so leert mär de Rähm ins Budderfaß, duut der Stäißer nei unn setzt 's Kiwwelche druf; noot fangt mär an se st. [ GH-Nd'lustdt]. VR.: Die Motter stoßt Butter, / de Vatter macht Käs, / der Bruder un die Schweschter / sin mitsamme bees [ Gal-Bagbg]. — b. 'zerkleinern, zerhacken, zerquetschen' [vereinzelt]; vgl. PfWB Stoßeisen 1 und 2; Grumbiere st. [Pirmas]; gestouße Futter [ NW-Geinsh]; gestoßner Zucker [LU-Opp NW-Wachh Land]. — c. 'stochern', in der RA.: (mit em Stecke) in e Weschbenescht st. 'sich mit einer gefährlichen Angelegenheit befassen' [vereinzelt, Gal-Bagbg]. — d. 'Pfähle in den Boden rammen', Winzerspr. a. 1471: Item 1 lib. 10½ ß d die froner verzert als sie die wingarten gericht gesolt gestossen auch den myst darin getragen hant [KSchArch. Guttenberger Landschreibereirechnung Bl. 18]. — 4. 'aneinandergrenzen', von Feldern [vereinzelt]. Er steßt uf de annere Acker [ KU-Kaulb]. Mein Acker stoßt uf die Wiß [ PS-Erfw]. a. 1552/57: 2½ morgen stoßet vff den graßweg ann dem Dakkenheimer wege [LeinSb. Bl. 152v (FR-Kl'karlb)]. — 5. übertr. a. 'übereifrig lernen' [RO-Sippf Kaislt PS-Th'eischw KB-Bubh Gauh Kriegsf Spey]; Syn. s. PfWB ochsen. — b. 'sich irren, Fehler machen', sich st. [PS-Erfw LU-Muttstdt, SOPf (Heeger Nachlaß) »allg.« (PfId. 137)]. Der hot sich a g'stoße [ LU-Muttstdt]. Ich hab mich g'stoße 'im Rechnen Fehler gemacht' [ PS-Erfw]. Mer hän uns in de Rechling g'stoße 'in der Rechnung geirrt' [ BZ-Dernb]. — c. 'Anstoß nehmen, einer Speise überdrüssig werden', sich (dra) st. [ KU-Schellw Wahnwg]; hot sich dra gestoß [ KU-Schellw]. — d. 'tüchtig einen trinken', ene (ens) st. [RO-Obd Rockhs PS-Winz Pirmas LA-Birkw Otterstetter 203]; Syn. s. PfWB betrinken, PfWB trinken 1 a. Er hat sich g'stoße 'ist betrunken' [ KU-Bedb]. — e. 'rauchen' [ LU-Muttstdt]. — RhWB Rhein. VIII 756 ff.; LothWB Lothr. 502; ElsWB Els. II 616/17.
| [Bd. 20, Sp. 473] 2stumpfen A 1 c mit der fremden endung -ieren, noch abstracter als jenes, nur in der Wetterau noch völlig concret, wie 2stumpfen A 1 a, 'verkürzen' 824; gebildet wie das gleichbedeutende schumpfieren, schimpfieren von schimpfen, s. th. 9, 179; schwäb. 5, 862. auch ausstumpfieren lustwäldl. (1632) 201; verstumpfieren th. 12, 1, 1809. — seit dem 16. jh. bezeugt, anfang des 18. jh. literarisch verschwindend, mundartlich erhalten im westl. md., s. auch 3, besonders in der bedeutung 'grob abweisen', s. 823; volksspr. in Nassau 399; 501; luxemburg. ma. 427; pfälz. 139; pennsylv. 146, dagegen im obd. veraltet, s. schwäb. 5, 842; 587b, aber noch bezeugt bei schwäb. 515; der noch unberathene bursch ... wurde von allen weidlich stumpfirt und ausgelacht ausgew. dicht. 4, 51. 1) häufig neben fremdwörtern auf -ieren: dasz er mit einer unhöflichkeit die gelehrten syndiciret (s. fremdwb. 700) controliret, stumphiret und kahlmäuset rosenthal (1679) 529; trutzen, schmehen und cavilliren, wer die leut thut vexiren, 2) mit persönlichem beziehungswort jemanden stumpfieren: suchet er allerley mittel und weg ihne zu verklainern, zu stumpfieren, zu verfolgen und zu stürtzen Lucifers königr. 30 L.; er redet in der aberwitz. all könig, fürsten, underthan die geisz er schlug, stiesz und stumpffiert, 3) auf abstracta bezogen, häufig im sinne von 'beleidigen'; dem sinne von 'beeinträchtigen', ähnlich wie 2stumpfen A 1 b, nahe, vgl. die gemeinsame anwendung von verstümmeln und verstumpffieren, th. 12, 1, 1809: der ihn aber die warheit der fasznacht stumpffieren wolt, der wär kein christ antipap. 4, 99a; (fürwitzigkeit) mag weder das gericht des höchsten gots stumpfieren, [Bd. 20, Sp. 474] wiszbad. wisenbrünlein (1610) 9; der weiber ... gedancken dahin stehen, wie sie der männer einfalt und aufrichtigkeit verlachen und stumpffiren mögen ges. (1650) 1, 99; md., besonders hess., worte stumpfieren 'lügen strafen, worte nicht respectieren': soltu des herrn Christi worten so stumpffiren, als wenn er falsch gered habe? widerleg. d. J. Nasen (1571) s 1a; der mann wolte sein wort nicht stumpfieren, machte ihr (seiner frau) ein seil um den leib und liesz sie hinab in den brunnen nuptialia (1655) 1, 275; mundartlich 'beim handeln das angebot des contrahenten nicht acceptieren': ich will dein wort nicht stumpieren 1, 406; so auch Coblenz 74; ähnlich westerwäld. 240. 4) häufig ohne object, besonders im subst. inf.: da würde er gewisz allerlei zur verkleinerung und verachtung anderer einschieben, da er das stumpfieren und vexiren nicht lassen könne (hs. v. 1585) leben u. schr. d. Frischlin 323; ihme ... zu undersagen, sich dergleichen stumpffierens zu enthalten Egerländer stadtb. bei dtsche maa. 1, 382; zum zorn reitzen mit stumpfieren, zancken, johlen, schreyen (1715) schwäb. 5, 862. 5) besondere constructionen des verhältnisses zum object; mit auf, s. 2stumpfen A 1 c β: auf die philosophie, auf gute künste, ist in dieser postilla mystica ein stetiges schimpffliches lästern, verhöhnen und stümpffiren anabapt. pantheon (1702) 1, 183a; mit gegen: dasz die prediger ... sich schmechens, stimpfierens und lesterens gegen allen stenden ... enthalten sollen städtechron. 25, 399; mit dem gen.: (sie) dörffen noch wol schier gottes darzu spotten und stumpfieren Keisersbergs narrensch. (1574) 49a; mit dem dat.: ich hab noch keinem nie in meinen versen übel geredt oder gestumpfiert dict. (1556) 837. 6) ableitungen und zusammensetzungen, meist lexikographisch:
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